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Dröschede gelingt Double und Titelverteidigung

24.01.2010 | 21:36 Uhr
Dröschede gelingt Double und Titelverteidigung

Iserlohn. In der lokalen Hallenfußball-Szene ist die Dröscheder Borussia eine Klasse für sich. Zwei Wochen nach dem Sieg bei der Stadtmeisterschaft verteidigte sie den Kreistitel erfolgreich - mit einem Finalerfolg über den TuS Iserlohn, der nach Jahren der Abstinenz wieder bis ins Endspiel kam.

Die Dröscheder boten in der Hemberghalle viel spielerische Qualität auf, sie gewannen alle Partien und sicherten sich verdient ihren vierten Titel bei diesem Turnier. „Ein Double ist einfach schöner,” freute sich Trainer Holger Gehrmann über den zweiten Hallentriumph und zollte seiner Mannschaft ein dickes Lob. Aber auch beim unterlegenen TuS überwog am Ende die Freude. „Am ersten Tag waren wir schwach, aber mit unserer Vorstellung in der Zwischen- und Endrunde bin ich total zufrieden,” sagte Trainer Mark Elbracht.

Das letzte Wort bei den Kreismeisterschaften hatte wie gewohnt der Kreisvorsitzende. Franz-Josef Bomnüter freute sich über die an beiden Tagen voll besetzte Halle, er hob das Niveau des zweiten Tages hervor und lobte vor allem Ausrichter VfK Iserlohn, der mit großem Engagegment alles im Griff hatte. Aber es gab ausnahmsweise auch Kritik - und zwar an den Oestricher Sportfreunden. Bei denen hatte Bomnüter Desinteresse wahrgenommen und das ging ihm gegen den Strich. „Wir lassen uns dieses Turnier nicht schlecht reden.”- Der Verlauf der Endrunde:

1. halbfinale: VTS Iserlohn - TuS Iserlohn 1:2. Die ersten fünf Minuten gehörten klar dem VTS. Nachdem Cüneyt Senel und Cihan Senel noch in TuS-Keeper Pyka ihren Meister fanden, war es Cakmak, der die Lücke fand und den A-Ligisten in Führung brachte (4.). Mit der ersten Chance gelang dem TuS der Ausgleich. Yildiz' Schuss wurde von Kaminski unhaltbar zum 1:1 weitergelenkt (6.). Höchstdramatisch verlief die Schlussphase: Nach einem blitzschnell ausgeführten Freistoß von Amoroso traf Altan Yildiz zum 2:1 für den TuS (12.). Die Partie wurde hektischer und agressiver. In der letzten Minute sah Brdonkalla wegen einer Tätlichkeit die rote Karte. Kurz darauf ging Cüneyt Senel ungestüm gegen TuS-Keeper Pyka zu Werke und kassierte eine Zeitstrafe. Dann der Schlusspfiff des Unparteiischen Oliver Ruhnert, dessen Leitung insbesondere von VTS-Seite, aber auch vom TuS wegen des Platzverweises, kritisiert wurde.

In der aufgeheizten Stimmung kam es im Kabinengang zu tumultartigen Szenen und Handgreiflichkeiten, in die auch Zuschauer verwickelt waren. Kreisschiedsrichterobmann Andreas Joswig führte eine rege Diskussion mit dem VTS-Vorsitzenden Hayko Ertür und sah sich Verbalattacken von Zuschauern ausgesetzt. Bernd Krehle, 1. Vorsitzende des TuS, kündigte in der ersten Erregung an, kein Spiel mehr gegen den VTS austragen zu wollen.

2. Halbfinale: BSV Menden - Borussia Dröschede 1:2. Weniger emotional ging es im zweiten Halbfinale zu Werke. Nach längerem Abtasten war es El Youbari, der mit einem Flachschuss für die Führung des Westfalenligisten sorgte (7.). Mit einem herrlichen Schlenzer gelang Sven Barnefske der Ausgleich. 2:32 Minuten vor dem Ende erhielt Hensel von Schiri Lars Lehmann eine Zeitstrafe. Nach Zuspiel von Urban schlug Zejnullahu 55 Sekunden vor dem Schlusspfiff daraus Kapital. In den letzten Sekunden gab es noch hüben wie drüben eine Zeitstrafe und einen direkten Freistoß für Menden, aber es brannte nichts mehr an.

Spiel um Platz 3: VTS Iserlohn - BSV Menden 1:2. Im letzten Zwischenrundenspiel entriss der VTS den Mendenern den Gruppensieg, im kleinen Finale folgte die Revanche. Das verlief über weite Strecken höchst unspektakulär und nahm erst nach Sven Barnefskes 0:1 (12.) Fahrt auf. Christian Hensel nutzte eine BSV-Überzahl zum zweiten Tor (14.), und das langte zum verdienten Sieg. Der Anschlusstreffer durch Cüneyt Senel fiel erst zehn Sekunden vor der Schlusssirene.

Finale: TuS Iserlohn - Bor. Dröschede 1:2. Der Favorit ging gleich in der ersten Minute durch Robin Wilkes Distanzschuss in Führung, beschränkte sich danach aber auf die Spielkontrolle. Wenig Tempo, wenig Torszenen, aber Vorteile für Dröschede: Das war die Szenerie bis zur achten Minute. Da erhielt Karaca eine Zwei-Minuten-Strafe, Urban folgte ihm wenig später, und plötzlich war viel Platz auf dem Feld. Der TuS wurde mutiger, und er wurde belohnt, als Altan Yildiz den Ball an Weiß vorbei spitzelte (12.). Das erste Neunmeterschießen des Turniers bahnte sich an, aber das verhinderte Torschützenkönig Fisnik Zejnullahu. Nach einem Freistoß wurde er 35 Sekunden vor dem Ende zum umjubelten Matchwinner.

Willy Schweer / Stefan Borgmann

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