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Den Totalschaden gerade noch abgewendet

22.06.2014 | 18:13 Uhr
Den Totalschaden gerade noch abgewendet
Der RC Pfeil holte am letzten Zweitligaspieltag in eigener Halle nur einen Punkt.

Iserlohn. Statt des Angriffs auf Platz eins gab es für die Radballer Heiko Cordes und Daniel Endrowait vom RC Pfeil fast den Totalschaden beim letzten Spieltag der 2. Bundesliga. Nur ein Unentschieden aus vier Partien hätte fast das Ausscheiden aus der Aufstiegsrunde bedeutet. Aber am Ende reichte es zu Rang drei und der damit verbundenen Qualifikation für das Halbfinale am 6. September.

Zum Auftakt stand in der heimischen Ortlohnhalle das Spitzenspiel gegen Tabellenführer Hechtsheim I an. In der Hinrunde gab es ein 5:5, und die Pfeiler benötigten einen Sieg, um die Gäste unter Druck zu setzen. Aber sie hatten die Rechnung ohne den Schiedsrichter Karl-Heinz Inhetpanhuys gemacht und verloren 5:6. In einer von allen vier Spielern fair geführten Begegnung sorgte er mit Entscheidungen gegen die Iserlohner für viel Hektik auf dem Spielfeld und großen Unmut auf den Rängen. Vier der sechs Hechtsheimer Treffer gingen Fehlentscheidungen voraus. Zudem provozierte der Schiedsrichter Cordes/Endrowait mit der Androhung von Verweisen. Dass der Referee beim Parallelspieltag ein Team im Rennen um die Aufstiegsrunde hatte, sorgte bei den Pfeilern für einen bitteren Beigeschmack, die auf eine sportliche Entscheidung im Duell um Platz eins gesetzt hatten.

In der zweiten Partie sollte gegen Baunatal aber die Endrunde klar gemacht werden. Doch es gab den nächsten Tiefschlag. Die Anfangsphase misslang den Pfeilern total. Zahlreiche Chancen wurden kläglich vergeben, und die Hessen konterten die Gastgeber aus. Das 1:4 nach vier Minuten sorgte für Ernüchterung. Zur Halbzeit sah es mit 3:4 wieder besser aus, und nach 4:4 und 5:5 schien der Punkt greifbar zu sein. Eine halbe Minute vor Schluss versuchte Cordes aus schlechter Position, den Siegtreffer zu erzielen, aber statt dessen kassierten die Iserlohner das entscheidende 5:6.

Gegen den NRW-Konkurrenten Leeden stand ein echtes Endspiel an. Ein Sieg der Tecklenburger hätte die Pfeiler unter Zugzwang gesetzt, ein Punkt hingegen deren Qualifikation bedeutet. Schnell führten die Iserlohner mit 2:0, doch diese Führung verlieh ihnen nicht viel Sicherheit. Ein einwandfreier Treffer zum 3:0 wurde vom Schiedsrichter nicht erkannt, was ein Leedener Spieler so kommentierte: „Gut, dass wir keine Torlinientechnik haben“. Statt sich auf die Defensive zu konzentrieren, wollte sich das Pfeil-Duo den Frust von der Seele schießen und legte den Fokus auf die Offensive. Allerdings fehlte die Qualität im Abschluss, so dass Leeden bis zur Pause ausglich. Nach dem Seitenwechsel gab es wieder eine Drangphase der Waldstädter, die zum 4:2 führte. Doch wieder verpassten sie es, das Spiel zu beruhigen. Nach dem 4:4 brachen die Iserlohner ein, doch die Vorlage für den folgenden Treffer lieferte der Schiedsrichter. Ein klares Foul an Cordes wurde übersehen, und Leedens Tormann musste den Ball nur noch in das verwaiste Gehäuse schieben. Die Pfeiler spielten nun „alles oder nichts“, aber ohne Erfolg. Endstand: 8:5 für Leeden.

Weil sich die Mannschaft aber ebenso wie die Pfeiler eine Niederlage gegen Hechtsheim leistete, schafften Cordes/Endrowait vor der abschließenden Begegnung gegen Oberneuland die Aufstiegsrundenqualifikation. Doch anstatt befreit aufzuspielen, blieben die beiden Iserlohner in der Abwärtsspirale. Viele schlechte Entscheidungen in der Offensive und technische Fehler im Abwehrverhalten sorgten gegen den Aufsteiger für eine weitere Enttäuschung. 4:4 hieß es in einer Begegnung, in der es eigentlich um nichts mehr ging. Den Auftritt vor heimischen Publikum hatten sich Cordes und Endrowait wahrlich ganz anders vorgestellt.

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2014-06-22 18:13
Iserlohn Hemer Letmathe