Absage wegen Schweinegrippe-Verdachts
25.10.2009 | 19:21 Uhr 2009-10-25T19:21:00+0100Iserlohn. Eigentlich sollte am Samstagabend die Hemberghalle Schauplatz des Basketball-Regionalligaspiels zwischen NOMA Iserlohn und Schalke 04 sein, doch alle Zuschauer wurden wieder nach Hause geschickt. Der Grund: Spielausfall wegen Schweinegrippe-Verdachts mehrerer Gästespieler!
Gegen 17 Uhr hatte Iserlohns Manager Michael Dahmen nach zahlreichen Telefonaten mit den Schalkern in Absprache mit Mannschaftsarzt Dr. Thomas Keienburg die Entscheidung gefällt, das Spiel auf einen späteren Zeitpunkt zu verlegen. Die Verantwortlichen der Königsblauen hatten glaubhaft dargelegt, dass sich einer ihrer Spieler wegen des Verdachts auf Schweinegrippe in Quarantäne befindet. Drei weitere Akteure hätten am Samstagmorgen Symptome gezeigt und sich umgehend entsprechender Tests unterzogen. Da keine Schnelltests mehr gemacht würden, lägen die Ergebniss allerdings erst am Sonntag vor.
Die Gelsenkirchener hatten am Mittag Spielleiter Rüdiger Grund über die Vorgänge informiert, der sich nach Angaben der Gäste mit seiner Meinung allerdings nicht klar positioniert hat. Somit hatten die Schalker angeboten, trotz des nicht kalkulierbaren Ansteckungsrisikos mit sechs Spielern anzutreten. Da die Ligenleitung in der Folgezeit weder per Telefon noch per e-mail zu erreichen war (gleiches galt auch für Sportwart Lothar Drewniok), wurde die Partie nach Rücksprache mit Dr. Keienburg abgesetzt. „Die Übertragung der Viren erfolgt per Atem und Schweiß. Das Risiko ist nicht abzusehen”, begründete Michael Dahmen.
Der Manager, der den Schiedsrichtern der Partie noch rechtzeitig Bescheid geben, das Essen für den VIP-Bereich allerdings nicht mehr abbestellen konnte, betonte, zusammen mit den Schalkern im Sinne des Sports, der Fairness und der Vernunft gehandelt zu haben. Möglicher Nachholtermin für das Spiel ist der 20. November.
21:40
Schade. Hatte mich auf das Spiel gefreut. Aber gute Entscheidung. Wer will dieses Risiko schon eingehen und vor allem dafür Verantwortlich sein, wenn dann doch etwas passiert.