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Wunschkandidat Davin White verlängert bei Phoenix

22.05.2012 | 18:53 Uhr
Wunschkandidat Davin White verlängert bei Phoenix
Ohne ihn hätte Phoenix den Klassenerhalt wohl nicht geschafft: Davin White.

Hagen.   Der 31-jährige US-Amerikaner gab Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen die Zusage, im August zurückzukehren und das Team des Trainergespanns Ingo Freyer/Steven Wriedt weiter anzuführen. Nur die Vertragslaufzeit ist noch offen, man strebt zwei Jahre an

Die Entscheidung fiel vor dem Start in die Play-offs. Nicht in Deutschland wohlgemerkt, sondern am fernen Pazifik in Mexiko. Dort startete Davin White in der Nacht zu heute in der Küstenstadt Tijuana mit seinem aktuellen Klub Mineros de Cananea ins Viertelfinale der Sommerliga CIBACOPA. Zuvor gab der 31-jährige US-Amerikaner Basketball-Bundesligist Phoenix Hagen die Zusage, im August zurückzukehren und das Team des Trainergespanns Ingo Freyer/Steven Wriedt weiter anzuführen. Nur die Vertragslaufzeit ist noch offen, man strebt zwei Jahre an. Erstmals in Erstliga-Zeiten gelang es Phoenix so, den Wunschkandidaten auf der Spielmacher-Position weiterverpflichten.

Ohne ihn, darüber herrscht weitgehend Einigkeit, wäre Phoenix jetzt Zweitligist - oder müsste viel Geld für eine Bundesliga-Wildcard ausgeben: Ende Februar kam Davin White vom mexikanischen Club Halcones UV Xalapa nach Hagen und entwickelte sich auf der Spielmacher-Position zu dem dringend benötigten Anführer, der in den fünf Monaten weder Jason Crowe noch Patrick Sparks oder als Zwischenlösung Tristan Blackwood und Brandon Brooks waren. Mit 17,3 Punkten und fünf Assists im Schnitt sowie 44,7 Prozent Dreierquote erreichte er Liga-Topwerte, agierte dabei aber nie eigennützig. Dass Whites Weiterverpflichtung bei Phoenix Priorität hatte, war folglich nur konsequent.

„Davin hat in elf Spielen bewiesen, dass er das Potenzial hat, einer der Top-Aufbauspieler der Liga zu werden“, sagt Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann, „er kann eine Mannschaft führen und die entscheidenden Schüsse nehmen.“ Herkelmann wie Freyer („Ich freue mich, dass wir unseren besten Guard der Vorsaison halten konnten“) waren deshalb froh über Whites Zusage. Zumal in den letzten Jahren die Wunschkandidaten nach Saisonende aus finanziellen Gründen nicht zu halten waren, sei es Chase Griffin und John Turek 2010 oder Jacob Burtschi, David Bell und Mark Dorris vor Jahresfrist. „Wirtschaftlich läuft es etwas besser, das schlägt sich nieder“, sagt Herkelmann, der gleichzeitig aber zu hohe Erwartungen bremst: „Wir können jetzt nicht alle Positionen mit Whites besetzen.“

Die beiden Topwerfer sind schon verpflichtet

Immerhin sind mit White und Kapitän Zygimantas Jonusas die beiden Topwerfer der Spielzeit 2011/12 jetzt unter Vertrag, der „Allstar“ der Vorsaison könnte dazukommen: „Aus unserer Sicht würde Mark Dorris auf der Position zwei passen, mit White würde das sehr gut funktionieren“, bestätigte Herkelmann auf Anfrage das Phoenix-Interesse an einer Rückkehr von „Mr. Fantastic“ Dorris, dessen Engagement bei Ligarivale EnBW Ludwigsburg wechselhaft verlief, ehe er am Ende doch maßgeblich zum Klassenerhalt beitrug: „Gegen uns hat er ein gutes Spiel gemacht. Wir wissen, was er kann.“

Zeitnah hofft man bei Phoenix hier auf eine Entscheidung. Wie überhaupt möglichst zunächst die Guard-Rotation besetzt werden soll, wobei auch Griffin ein Thema bleibe. Grundsätzlich indes bremst Herkelmann: „Wir müssen nicht das Ziel haben, jetzt schon das Team zusammenzuhaben.“ Denn im Zweifel sinken die Preise noch - und Phoenix hat immer noch einen vergleichsweise schmalen Etat.

Axel Gaiser

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