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Etuf und HCE verabschieden sich

13.05.2012 | 20:47 Uhr
Etuf und HCE verabschieden sich

Damen Bundesliga

Etuf -
SW Neuss0:2 (0:1)

Etuf: Zibuschka, Brandenburg ; Kollmer, Höcker, Dorani, Walter, Jansson, Beermann, Pfaffenholz, Hüls, Schuhmann, Sehlbach, Grote, Altenstein, M. Hülser, B. Hülser, Giesen.

Die Etuf-Damen rücken nach einer Saison in der Eliteliga wieder ins „zweite Glied“. Da auch der Düsseldorfer HC nach der 1:6- Schlappe bei RW Köln absteigt, ist wird der Ausklang der beiden Mannschaften am kommenden Sonntag in Landeshauptstadt nicht zum finalen Abstiegsduell sondern ein „Muster ohne Wert“.

Spielerische Vorteile

Trotz der entscheidenden Bedeutung war vom letzten Willen, der das Essener Team vor einer Woche noch zum 5:4-Erfolg gegen den TSV Mannschaft beflügelte, nur wenig zu sehen. Interimstrainer Thorben Wegener, der spielerische Vorteile bei seiner Mannschaft sah, dürfte damit jedoch nur die 1. Halbzeit angesprochen haben. Der Etuf begann schwungvoll, tauchte zweimal gefährlich im Neusser Schusskreis aus, ohne jedoch Schaden anrichten zu können. In der Folge entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, das jedoch nur selten Bundesliganiveau erreichte. Das Führungstor der Gäste nach einer Strafecke von Luisa Steindorf (30.) war die logische Folge von einer Reihe unkonzentrierter Abwehraktionen der Essener Abwehr in der eine sicherer Torfrau Nina Zibuschka noch glänzend reagierte.

Verlorene Zweikämpfe

Nach dem Wechsel war von einem ernsthaften Aufbäumen gegen den drohten Abstieg nur selten etwas zu spüren. Verlorene Zweikämpfe, Fehlpässe und ein mangelndes Aufbauspiel ließen den Pegel immer mehr in die Richtung der Neusser Gäste ausschlagen, die allerdings von einem attraktiven Spiel ebenfalls weit entfernt waren. Hinzu kam, das sich Dinah Grote in der Angriffsmitte der besondern Aufmerksamkeit von Malou Holthausen „erfreute“ und nur selten ihre Torgefährlichkeit aufblitzen ließ. In der 48. Minute hatte sie allerdings nach einer knallhart geschlagenen Ecke Pech. Ein Lichtblick waren allerdings die technisch brillanten Alleingänge von Nationalspielerin Janine Beermann, die nach bei einem Solo mehrere Neusserinnen umspielte, die Rückhand aber knapp über das Tor setzte.

In der 58. Minute folgte dann das endgültige Aus für den Etuf, als Theresa Laubenstein mit einem Schuss ins lange Eck den Endstand herstellte.

Bitterer Abstieg für die Damen des HCE, die sich durch den Erfolg gegen Marienthal noch auf den drittletzten Rang vorschoben. Da jedoch mit dem Etuf und Düsseldorf zwei Westvereine die 1. Bundesliga verlassen müssen, traf es nun auch das Team von der Hubertusburg. Bei nur acht Mannschaften in der Gruppe Nord eine hohe Quote.


2. Damen-Bundesliga


Eintr. Braunschweig -
HC Essen4:0 (0:0)

HCE: Thüner; M. Weiß, Schaunig, Schäfer, Brammen, Förder, Sibylle Hinsken (1), Sabine Hinsken, C. Tondorf, J. Tondorf, Strohbücker, Röhricht (2), Scholten-Reintjes, Stoppok.

Der HCE lieferte den Braunschweigerinnen, die durch die 0:2- Niederlage gegen Uhlenhorst Mülheim noch vom Harvestehuder THC im zweiten Spiel vom Spitzenplatz verdrängt wurden, in der ersten Halbzeit einen Kampf auf Augenhöhe. Nachdem Lisa Strohbücker drei Minuten nach dem Wiederbeginn an der Eintracht-Torfrau scheiterte, gingen die Niedersachsen in der 45. Minute in Führung. Der Widerstand der Essenwerinnen war damit endgültig gebrochen.


Marienthaler THC -
HC Essen0:2 (0:1)

Tore: Förder, J. Tondorf.

Obwohl nach den Ergebnissen der 1. Bundesliga vom Vortag der Abstieg bereits besiegelt war, ging der HCE noch einmal voll konzentriert zur Sache. „Wir wollen uns einen guten Abgang verschaffen und unter Beweis stellen, das zu Recht in diese Klasse gehören“, so Konditionstrainerin Stephi Kulke. Das Team von Trainer Fischbach hatte deutliche Vorteile, vergab gegen die defensiv eingestellten Hamburgerinnen jedoch erneut klare Chancen.

Dieter Meier



Kommentare
14.05.2012
18:34
Sportlichkeit und Fairness
von EHC-Anrainer | #1

Der HCE 99 ist körperlich einfach nicht mehr auf der Höhe und geistig zeichnen sich die Mitglieder eher durch Unsportlichkeit aus: Geparkt wird unmittelbar vor dem Vereinsheim - für die sechzig Sekunden Fußweg zum Parkplatz sind die Mitglieder zu gebrechlich. Die beiden amtlichen ausgewiesenen Ausweichflächen, die einen Anwohnerverkehr weiterhin möglich machen sollen, werden genauso regelmäßig wie rücksichtslos zugeparkt - ob da jetzt ein Anwohner den Herztod erleidet, weil der Rettungswagen nicht durchkommt oder einem anderen die Wohnung abbrennt, weil die Feuerwehr im Chaos stecken bleibt, ist ja nicht das Problem der Vereinsmitglieder. Vielleicht sollte sich der Verein mal wieder auf Sportlichkeit und Fairness besinnen – dann klappt’s auch wieder mit der ersten Liga.

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