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Rollhockey

RESG geht zweistellig unter

21.03.2009 | 20:32 Uhr

Walsumer sind beim 4:11 gegen Spitzenreiter Herringen völlig chancenlos, gehen aber trotzdem als Dritter in die Play-off-Runde.

Kay Hövelmann und seine Teamkollegen standen gegen Herringen auf verlorenem Posten. (Foto: Schulte)

Freddy Grijseels sagt gerne, dass ihm die Spiele gegen die Spitzenteams der Rollhockey-Bundesliga wesentlich mehr Spaß bereiten als die Vergleiche mit den Teams aus dem Tabellenkeller – auch wenn man da schon einmal als Verlierer vom Platz gehen kann. Am Samstag tendierte der Spaßfaktor beim Trainer der RESG Walsum allerdings gegen Null. Denn seine Mannschaft machte sich einen dicken Fleck auf die vorher blitzsaubere Heimweste – mehr noch, sie schlich mit dem wohl demütigendsten Ergebnis der jüngeren Vergangenheit vom eigenen Parkett. 4:11 (0:4) gegen Tabellenführer Germania Herringen – das war das bittere Ende der Bundesliga-Punktrunde.

„Alles, was wir vorher besprochen hatten, ist schiefgegangen. Das ärgert mich am meisten.“ Freddy Grijseels war nach Spielende schon ein wenig irritiert darüber, dass nicht ein Akteur Normalform gezeigt hatte. Zehn starke Minuten zu Beginn, mehrere Chancen, um in Führung zu gehen – der Auftakt war gar nicht einmal so schlecht. Doch danach wurde schnell klar, wo der Unterschied zwischen den Gästen aus Westfalen und der RESG liegt: Germania ist nicht nur kombinationssicher, sondern auch eiskalt im Abschluss – und der eindeutige Titelfavorit, wenn die Mannschaft endlich einmal ihre Play-off-Schwäche ablegt.

Das 0:5 kurz nach Wiederbeginn durch Milan Brandt war überraschenderweise nicht der endgültige K.-o.-Schlag für die RESG, sondern vielmehr ein zwischenzeitlicher Wachrüttler. Als Philipp Kluge und Robbie van Dooren innerhalb von 20 Sekunden auf 2:5 verkürzten, kam kurz Hoffnung auf – doch die Herringer schlugen humorlos zurück. Der peinliche Nachmittag fand seinen Tiefpunkt in der 46. Minute, als Philip Michler zum 3:10 einschoss. Zweistellig eingegangen in eigener Halle – das gab’s auf nationaler Ebene zuletzt irgendwann im vergangenen Jahrtausend.

So war die Nachricht, die kurz nach Spielende durchdrang, der einzig positive Aspekt des Nachmittages. Verfolger RSC Cronenberg kam über ein 3:3 gegen den RSC Darmstadt nicht hinaus und bleibt somit Vierter – die RESG trifft nun im Play-off-Viertelfinale, das am 17. April beginnt, auf den TuS Düsseldorf-Nord, und kann es damit im Erfolgsfall hinterher nicht mit den Herringern zu tun bekommen. Gegner wäre dann vermutlich die ERG Iserlohn. Allerdings: Zuvor steht noch das DRIV-Pokal-Viertelfinale an – am kommenden Samstag gegen Germania Herringen…

Tore: 0:1 Glowka (11.), 0:2, 0:3 Karschau (15., 21.), 0:4 Gürtler (22.), 0:5 Milan Brandt (28.), 1:5 Kluge (28.), 2:5 van Dooren (29.), 2:6 Dominik Brandt (35.), 2:7, 2:8 Glowka (36., 36.), 2:9 Gürtler (42.), 3:9 Kutscha (42.), 3:10 Michler (46.), 3:11 Karschau (49.), 4:11 Hövelmann (50.).

Thomas Kristaniak

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