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Leichtathletik

Wogen bei der LGO geglättet

27.06.2012 | 18:25 Uhr
Wogen bei der LGO geglättet
Der Vorstand der LGO (v.li.): Stephan Engster, Jörg Lennardt und Werner Bienewald.

Das unglückliche Abschneiden bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid, der Rücktritt von Manfred Richter und die Diskussion um die Trikotfrage – das Flaggschiff der Dortmunder Leichtathletik, die LG Olympia, ist in schwere See geraten. Auf der Mitgliederversammlung im Eintracht-Sportzentrum schlugen die Wellen noch einmal hoch, doch inzwischen hat Jörg Lennardt wieder Land in Sicht. Der LGO- Präsident, der von den Vereinsdelegierten einstimmig wiedergewählt wurde, hat mit Stephan Engster als stellvertretendem Vorsitzenden einen erfahrenen Lotsen mit an Bord genommen. Ergänzt wird der Vorstand durch Thomas Kremer (Berater Leistungssport) und Werner Bienewald (Finanzen). Nach dem Rücktritt von Manfred Richter bleibt die Position des Sportlichen Leiters zunächst vakant. Das zuständige Gremium erhielt von Lennardt die Aufgabe, zunächst ein Papier zu erarbeiten, aus dem die zukünftige Arbeitsteilung innerhalb der Abteilung hervorgeht.

Nach der Mitgliederversammlung zeigte sich Lennardt zufrieden: „Wir haben konstruktiv diskutiert, und sind trotz widerstreitender Meinungen in allen Punkten zu einheitlichen Ergebnissen gekommen.“ Die Trikotfrage, an der sich zuletzt die Gemüter erhitzten, ist nach Meinung von Lennardt ebenfalls gelöst. „Wir haben einen eindeutigen Beschluss gefasst, und ich gehe davon aus, dass die Vorsitzenden der Stammvereine und unsere Trainer diese Entscheidungen mittragen.“ Der Beschluss ist zweigeteilt. Erstens: Der Grundlagenvertrag mit dem amerikanischen Sportausrüster Brooks hat weiterhin Bestand. Die LGO will in Zukunft jedoch für mehr Transparenz sorgen, damit jeder Athlet und Trainer genau weiß, wie die Verteilung der Artikel vorgenommen wird. Schon seit einiger Zeit gibt es eine Abmachung, dass alle Aktiven, die sich für deutsche Meisterschaften qualifizieren, von Brooks ausgerüstet werden. Gleichzeitig soll mit dem Ausrüster darüber gesprochen werden, ob das Kontingent, falls es nicht ausgeschöpft wird, nicht anderweitig verwendet werden kann.

Etat beträgt ca. 150 000 Euro

Der zweite Teil des Beschlusses: Das Brooks-Running-Team, eine reine Marketing-Aktivität des Sportausrüsters, bleibt weiter angesiedelt innerhalb der LGO. „Die Vereine müssen verstehen, dass sich die Zeiten geändert haben und wir heute auch im Sport über Marketing reden,“ betonte Lennardt.

Der Etat der LGO beträgt ca. 150 000 Euro, wobei der Löwenanteil von der Sparkasse aufgebracht wird. Bereits jetzt wirft man bei der LGO den Blick auf die deutschen Hallenmeisterschaften am 23./24. Februar in Dortmund, wo sich die LGO von ihrer besten Seite präsentierten möchte. „Ich hoffe, dass Jana Hartmann und Monika Merl weitermachen werden. Wir werden sicherlich einige Budgets umschichten können, werden aber keine teuren Athleten von außen einkaufen, nur, damit wir in Dortmund einen Titel präsentieren können“, so Lennardt.

Peter Middel



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