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Frauen-Handball

BVB-Frauen machen es spannend

16.11.2011 | 22:12 Uhr

Der Sieg war richtungsweisend. Mit 24:23 schlugen die BVB-Frauen die HSG Bensheim Auerbach, verbesserten sich auf Rang vier der Tabelle und halten damit Anschluss nach oben. Trotz eines Drei-Tore-Vorsprungs wurde es in den letzten zwei Minuten noch richtig eng.

Zweiter Sieg innerhalb von vier Tagen für die Handballerinnen des BVB. Nach dem Erfolg am Samstag gegen Travemünde setzten sich die Borussinnen am Mittwochabend im Spitzenspiel der 2. Bundesliga mit 24:23 (16:12) gegen die HSG Bensheim Auerbach durch und teilen sich damit nun Platz vier mit den Hessinnen.

Dass es eng werden würde, war klar. Dass es am Ende aber noch mal so spannend werden würde, hatten die 300 Fans in Wellinghofen wohl nicht auf der Rechnung. Keine zwei Spielminuten vor Schluss waren sie aufgestanden, hatten den BVB schon als Sieger gefeiert. Da hatte Zuzana Porvaznikova mit ihrem vierten Tor die 24:21 Führung herausgeworfen und Magdalena Chemicz einen 7-Meter pariert.

In den letzten zwei Minute wurde nocheinmal richtig eng

Was sollte da noch groß passieren? Von wegen. Natasa Kocevska, gerade erst wieder ins Spiel gekommen, nachdem sie schon nach zwölf Spielminuten ihre zweite Zeitstrafe erhalten hatte und von Trainerin Alice Vogler auf die Bank beordert wurde, verwarf leichtfertig. Bensheim war wieder da, erzielte das 22:24 und 15 Sekunden vor Schluss das 23:24. Mit einer Mischung aus Glück und Können überstand der BVB auch diese Phase, als Bensheim den Abwehrverband auflöste. „Ich glaube“, sagte später eine Zuschauerin auf der Tribüne, „diese Mannschaft braucht mindestens vier Tore Vorsprung, um die letzten Minuten zu überstehen.“

Man kann es auch anders umschreiben. „Wir hatten wohl Angst vor der eigenen Courage, als wir mit drei Toren führten“, meinte Alice Vogler. Und atmete ganz tief durch. Die Anspannung war ihr noch anzusehen.

„Wir hätten ruhiger spielen müssen, waren einfach zu hektisch und haben viele leichte Fehler gemacht“, kommentierte Dagmara Kowalska, mit sechs Toren zusammen mit der überragenden Karina Schäfer die erfolgreichste Borussin, eine kurzweilige Partie, die spannend war, aber nicht wirklich hochklassig. Dafür leisteten sich beide Mannschaften einfach zu viele leichte Fehler.

Dabei sah es zunächst gar nicht gut aus für den BVB, der nach sechs Minuten mit 1:4 hinten lag. Erst eine Deckungsumstellung mit Esther Meyfarth vor der Abwehr und Anna-Lena Tomlik in der Mitte sorgte für mehr Ruhe. Der BVB ging nach 18 Minuten beim Stande von 10:8 zum ersten Mal in Führung und mit 16:12 in die Pause.

Und dieser Vorsprung wurde im zweiten Durchgang mehr oder weniger gut verwaltet. Die Deckung griff jetzt beherzter zu, engte den Raum von Ingrida Bartaseviciene stark ein und Torfrau Magdalena Chemicz lief zu großer Form auf. Was aber auch nötig war, denn besonders im Überzahlspiel lief gegen Bensheim einfach alles schief. „Ich hoffe, die Fans verzeihen uns das, aber wir waren noch müde von Samstag“, fand Dagmara Kowalska die passenden Schlussworte.

BVB: Chemicz, Weste; Kramer (2), Vietz (1), Spriestersbach (1), Porvaznikova (4), Kocevska, Kowalska (6/1), Schäfer (6), Tomlik (1/1), Brandes (3)

Peter Kehl


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