ASC 09 beim Kaltstart hart gefordert
03.01.2011 | 19:29 Uhr 2011-01-03T19:29:00+0100
Nachdem sich der Hombrucher SV das Zwischenrunden-Ticket auf direktem Wege si-cherte und Westfalia Wickede den Umweg über das Entscheidungsspiel nehmen musste, ist das Dortmunds Westfalenliga-Quartett mit dem Einstieg des Titelverteidigers TuS Eving und seines Vorgängers ASC 09 am Freitag komplett. Die Erwartungen an die beiden gesetzten Mannschaften sind besonders hoch: sie gelten als die Top-Favoriten auf die Meisterschaft.
„Es ist schön, dass wir so hoch gehandelt werden“, sagt Evings Spielertrainer Dimitrios Kalpakidis, „aber es ist auch unser eigener Anspruch, bei diesem Turnier schönen und erfolgreichen Fußball zu spielen.“ Klar sei daher, dass der TuS mit bestmöglicher Besetzung antreten wird, um gleich ein Zeichen für das große Finale in der Westfalenhalle zu setzen. Mit Ausnahme von Rekonvaleszent Deniz Sahin ist der Kader komplett. Gegenüber dem vergangenen gibt es nur zwei Änderungen: Sascha Piontek ist als Torhüter neu dabei und für Mounir Yahyaoui gibt Neuzugang Sundy Gomes sein Debüt. In der Gruppenphase dürften die Evinger keine Probleme haben, aber ein Selbstläufer, warnt Kalpakidis, wird diese Zwischenrunde nicht: „Im Überkreuzvergleich erwartet uns auf jeden Fall ein dicker Brocken. Da müssen wir auf den Punkt genau voll da sein.“
Während sich der TuS Eving gegen unterklassige Gegner einspielen kann, geht es für den ASC 09 gleich in seiner ersten Partie gegen Wickede. „Für uns ist es ein Kaltstart, das macht die Sache delikat“, urteilt Mark Elbracht, der von einem „super schweren Programm“ in Brackel spricht: „Unsere Gruppe mit zwei Westfalen- und zwei Bezirksligisten ist sicherlich die stärkste der gesamten Zwischenrunde.“ Nach einigen Einheiten in der Halle wird Co-Trainer André Heitmeier am Dienstag elf Spieler nominieren. Dabei drohen Härtefälle, denn bis auf Hochzeits-Urlauber Daniel Diaz und David Steindor, der nach seiner langwierigen Knieverletzung geschont wird, ist der Kader komplett. „Und alle“, weiß Elbracht, „sind heiß auf das Turnier und wollen unbedingt spielen....“
Die Wickeder haben ihre ersten Hallenerfahrungen gemacht - und die waren nicht nur positiv. Speziell nach der Niederlage gegen Sölde wurde reichlich diskutiert. „Plötzlich haben wir das Fußballspielen eingestellt“, nennt Alex Gocke einen Grund, weshalb die Partie nach einer 3:1-Führung verloren ging. „Insgesamt müssen wir cleverer und hellwach sein und die Ordnung beibehalten, sonst wird es gegen die starke Konkurrenz enorm schwer“, richtet der Co-Trainer den Blick nach vorn. Positiv allerdings die Vielzahl erzielter Tore, für die vor allem Marko Schott verantwortlich zeichnete. „Er ist unheimlich abgeklärt und komplett ruhig am Ball“, lobt er den Trainer, der sich diesmal nur aufs Spielen konzentriert, und schon neunmal getroffen hat. Ein Kompliment erhielt auch Christian Fröse, der sich als exzellenter Vorbereiter präsentierte. In der Zwischenrunde wird Torhüter Adrian Goly wohl beruflich bedingt fehlen. Doch Marvin Wylczoch ist bereit. Zudem werden noch zwei weitere Feldspieler hinzustoßen.
Eine ganz schwere Zwischenrunde erwartet auch Sa-mir Habibovic für den Hombrucher SV. „Erst der Knaller in der Gruppenphase gegen Brünninghausen - dann, wenn wir es packen sollten, zwei Top-Halbfinals. In Wellinghofen wird es unheimlich schwer, sich für die Finalrunde zu qualifizieren“, vermutet der Trainer, der die bisherigen Erfolge noch nicht so recht einschätzen kann. Zufrieden war er mit dem ersten Block, verbesserungswürdig sei dagegen der Abschluss. Auf jeden Fall werde es Veränderungen geben. Nachdem Danny Baron und Eduardo Cusano aus dem Urlaub zurückgekehrt sind und Kenan Doric nach seiner Schienbeinprellung fit ist, hat Habibovic die Qual der Wahl.
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