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Spruchkammer fällt ein „mildes Urteil“

26.06.2012 | 17:52 Uhr
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Spruchkammer fällt ein „mildes Urteil“
Tagte fast bis Mitternacht: Helmut Jersch, Vorsitzender der Kreisspruchkammer. Foto: osi

Das ist aus meiner Sicht ein mildes Urteil.“ So kommentierte Hans-Friedel Donschen, Vorsitzender der DJK Hiltrop-Bergen, die Entscheidungen der Kreisspruchkammer nach dem Skandalspiel zwischen Hiltrop-Bergen und RW Leithe II in der Aufstiegsrelegation.

„Das ist aus meiner Sicht ein mildes Urteil.“ So kommentierte Hans-Friedel Donschen, Vorsitzender der DJK Hiltrop-Bergen, die Entscheidungen der Kreisspruchkammer nach dem Skandalspiel zwischen Hiltrop-Bergen und RW Leithe II in der Aufstiegsrelegation. Sechs Sperren gegen DJK-Akteure wurden verhängt, RW Leithe muss wegen des Verhaltens der eigenen Fans eine Geldstrafe von 750 Euro berappen. Das Spiel, das seinerzeit beim Stande von 1:0 für RWL abgebrochen worden war, wurde mit 2:0 für Leithe II gewertet, die Mannschaft ist damit in die Kreisliga A aufgestiegen.

Leicht hat es sich die Spruchkammer unter dem Vorsitz von Helmut Jersch nicht gemacht, erst um 23.30 Uhr ging man am Montagabend auseinander. Zehn Tage haben die Beteiligten nun Zeit, die Entscheidungen zu akzeptieren oder in die Berufung zu gehen. In dem Fall wäre die Bezirksspruchkammer am Ruder.

Theo Mennecke, Chef der Bochumer Schiedsrichter, hatte in einer ersten Stellungnahme nach dem Spiel sogar eine „lebenslange Sperre“ für möglich gehalten, daraus wurden nun für den Hiltroper Kapitän, der einen am Boden liegenden Gegenspieler getreten haben soll, 15 Monate. „Wir sind uns sicher, dass er vorher eine Flasche in den Nacken bekommen hat“, sagte Jersch und sprach von einem „Strafmilderungsgrund“. Fünf weitere Sperren für Hiltroper Akteure wurden in dieser „Mammutsitzung“ verhängt, so Bernhard Böning, der stellvertretende Kreisvorsitzende.

Der Hauptbeschuldigte hatte bereits früher angekündigt, Hiltrop-Bergen zu verlassen. Darüber hinaus will man bei der DJK nach Erhalt der Urteile diese aus eigener Sicht bewerten. Von einem Rausschmiss der Fußballer hält Donschen nichts: „Es ist eine Gratwanderung. Aber ich plädiere dafür, sie zu erhalten, soweit das erträglich ist.“

Michael Eckardt

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