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Aufstieg ade: Hordel scheitert an Neuenkirchen

14.06.2012 | 21:54 Uhr
Aufstieg ade: Hordel scheitert an Neuenkirchen
Das Fussballspiel der Westfalenliga DJK TuS Hordel (grün)- BV Brambauer am Samstag,01.10.2011 in Bochum.Trainer Frank Wagener Foto: Claudia Schütte / WAZ FotoPool

Aufstieg ade: Westfalenligist TuS Hordel verlor am Donnerstagabend das Entscheidungs-Spiel um den Oberliga-Aufstieg. SuS Neuenkirchen setzte sich in Aschebach verdient mit 3:2 durch.

DJK TuS Hordel - SuS Neuenkirchen 2:3 (2:1)

Hordel: Felbick - Wilhelm, M. Wagener, Büscher, Thormann - Nehlson, K. Rudolph (40. Osma), P. Rudolph (46. Krüger), Dragicevic - A. Wagener (60. Bastürk), Ginczek
Tore: 0:1 Figueiredo (18.), 1:1 Ginczek (20./FE), 2:1 Dragicevic (30.), 2:2, 3:2 Haverkamp (55./68.). Bes. Vorkommnis: Ginczek verschießt Foulelfmeter (70.)
Zuschauer in Ascheberg: 250

„Schade“, seufzte Hordels Vorsitzender Hermann Päuser im südmünsterländischen Ascheberg nach dem Abpfiff: Sein TuS hatte eine „für unsere Verhältnisse gute Saison“ am Donnerstagabend nicht gekrönt. Das Entscheidungs-Spiel um den Aufstieg in die Oberliga gegen den Westfalenliga-Sechsten der anderen Staffel verlor Hordel mit 2:3. „Verdient“, wie auch der enttäuschte Trainer Frank Wagener dem Gegner gratulierte. „Neuenkirchen war die bessere Mannschaft, hat eine geile Truppe. Aber meine Mannschaft hat trotzdem eine tolle Saison gespielt.“

Rund 60 Hordeler Anhänger hatten die Donnerstagabend-Tour auf sich genommen - und sahen zu Beginn einen dominierenden Gegner aus Neuenkirchen, der seiner leichten Favoritenrolle zunächst gerecht wurde.

Hordel schwamm, Hordel torkelte, fand im Zentrum keinen Zugriff, und der für den Rot-gesperrten Marvin Sell ins Team gerückte Linksverteidiger Sven Thormann hatte allzu oft das Nachsehen. Folge: Neuenkirchens Top-Torjäger Rafael Figueiredo, von Hordel kaum in den Griff zu bekommen, schoss den Ball aus 20 Metern zur hochverdienten 1:0-Führung ins rechte, lange Eck. Torwart Simon Felbick, der in der ersten Halbzeit Schlimmeres verhinderte, war machtlos.

Es sah nicht gut aus für Hordel; obwohl der Westalenliga-Sechste doch mit der nominell stärksten Elf angetreten war im gewohnten 4-4-2, von Sells Fehlen abgesehen. Also mit Innenverteidiger Andreas Büscher und mit dem nach langer Verletzungspause noch nicht topfitten Serdar Bastürk als starke Alternative auf der Bank.

Die Reaktion auf Neuenkirchens Sturm und Drang? Effektivität.

Zunächst senste SuS-Kicker Maxi Münken unnötig Kevin Rudolph um im Sechzehner. Den Strafstoß haute Dawid Ginczek ins Netz. Und in der 30. Minute legte Philipp Dragicevic sogar einen drauf. Nachdem ein Neuenkirchener ausgerutscht war, zog er einfach ab - das 2:1.

Dabei blieb es bis zur Pause, weil zuvor und danach allein Figueiredo drei Topchancen vergab und Keeper Felbick auch die Möglichkeit von Klostermann entschärfte. Bitter für Hordel: Kevin Rudolph musste mit einer stark blutenden Platzwunde, zugezogen bei einem Zweikampf, vom Feld, der „Cut“ über der Nase wurde im Krankenhaus behandelt. Und nach einem Wink des Schiedsrichters, den Päuser und Wagener als „katastrophal“ empfanden, blieb auch Patrick Rudolph nach der Pause in der Kabine - Rot-Gefahr! Hordel musste das Mittelfeld-Zentrum komplett neu besetzten, Osma und Krüger kamen rein. „Ohne die Rudolph-Brüder“, ahnte nicht nur Hermann Päuser, „wird es schwer.“

In der Tat: Neuenkirchen gab weiter den Ton an - und belohnte sich nun auch mit zwei „baugleichen“ Freistoß-Treffern aus rund 25 Metern. Zweimal sprang die Mauer hoch, zweimal flog der von Nicolas Haverkamp getretene Ball flach unten durch - und schlug einmal links, einmal rechts ein (55./68.). „Unglücklich“ nannte Wagener die Entstehung dieser Gegentore.

Doch das Aus aller Aufstiegsträume war das noch nicht. Kurz nach dem 2:3 setzte sich Bastürk durch, wurde im Strafraum gelegt - wieder Elfmeter. Doch diesmal scheiterte Ginczek am starken Torwart.

Bei Neuenkirchen schwanden nun die Kräfte, in der Schlussviertel-Stunde ging der Sieger sprichwörtlich am Stock. Hordel rannte, ackerte, mühte sich um den Ausgleich. Doch es fehlte an Ideen, Kreativität, Spielwitz - und um Punkt 21.20 Uhr hallte ein Riesenjubel durchs Stadion. Vom Tross aus Neuenkirchen.

Felix Groß



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