Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Schalke

Schalke plant schon den großen Abschied

18.04.2012 | 19:19 Uhr
Schalke plant schon den großen Abschied
Schalke plant den großen Abschied. Auch von Raùl?Foto: dapd

Gelsenkirchen.   Beim letzten Heimspiel gegen Hertha BSC soll mit den Fans ein besonderes Spektakel veranstaltet werden - nur, weil Mathias Schober, Hans Sarpei und Levan Kenia gehen? Manager Horst Heldt dementiert, dass der Abschied für Raúl geplant wird.

In Schalke hat man es oft bedauert, dass Manuel Neuer vor einem Jahr keinen großen Abschied bekommen hat und ein solcher Spieler den Verein quasi durch die Hintertür verließ. Das soll nicht wieder passieren, und so ist eine E-Mail zu verstehen, die am Dienstag an die Fan-Klubs verschickt wurde: Darin heißt es, dass Schalke beim letzten Heimspiel am 28. April gegen Hertha BSC „einige Spieler vor großem Publikum verabschieden“ möchte. 200 Fans sollen dazu auf dem Rasen ein Spalier bilden und auch ein gutes Bild abgeben: Sie sollten „bitte nicht schwankend“ oder sogar mit Bier in der Hand kommen. Schalke plant einen außergewöhnlich großen Abschied – und es liest sich wie der Abschied für Raúl.

Noch nichts offiziell

Stimmt nicht, sagt Manager Horst Heldt , und er muss das wohl so sagen, weil Raúls Abschied ja schließlich noch nicht offiziell ist: „Wir machen immer eine Abschiedsfeier und werden alle verabschieden, bei denen es sicher ist, dass sie den Verein verlassen.“ Bisher seien dies Mathias Schober, Hans Sarpei und Levan Kenia. Dazu läuft auch der Vertrag von Timo Hildebrand aus, mit dem aber gerade Gespräche über eine Verlängerung geführt werden. Und der von Jefferson Farfan, aber ob für den extra ein so großer Abschied geplant wird?

„Es kann sein, dass bis zum letzten Spiel noch jemand dazukommt“, so Heldt. Bei Raúl jedoch könne er noch „nichts vermelden“. Sagt er. Doch durch die Hintertür soll dieser außergewöhnliche Spieler Schalke nicht verlassen. Nicht so wie Manuel Neuer.

Manfred Hendriock



Kommentare
Aus dem Ressort
S04-Manager Heldt hat viel richtig gemacht, aber nicht alles
Kommentar
Schalkes Manager Horst Heldt ist gegen die Kritiker in die Offensive gegangen. Mit seiner Erfolgsbilanz wirbt er um Vertrauen im königsblauen Umfeld. Zwei Haken gibt es trotzdem an seiner Rechnung. Ein Kommentar.
Auf Schalke kommt nach der Pleite auch noch Pech dazu
Kommentar
Joel Matip musste operiert werden und verlängert damit die Liste der verletzten Spieler bei S04. Das müsste dennoch nicht weiter dramatisch für die Königsblauen sein, wenn ihre zweite Reihe nicht auffallend unzureichend besetzt wäre. So aber ist dieser Ausfall schwer zu verkraften. Ein Kommentar.
Matips Ausfall ist ein weiterer Schlag für Schalke
Verletzung
Der Abwehrspieler, der nach wochenlanger Pause gegen Wolfsburg ein kurzes Comeback gefeiert hatte, musste nun doch operiert werden. Er wird den Königsblauen für den Rest der Hinrunde fehlen. Indes kontert Manager Horst Heldt die Kritik an seiner Person.
Heldt über Jones: "Stand bei jedem Trainer vor dem Rauswurf"
Splitter
Zwei Tage nach dem Tweet des Ex-Schalkers Jermaine Jones reagierte der kritisierte Horst Heldt. "Er stand bei jedem Trainer vor dem Rausschmiss", sagte der Manager. In den Schalke-Splittern geht es außerdem um den Afrika-Cup, eine noch ausstehende Ablösesumme, Joel Matip und Kyriakos Papadopoulos.
Schalke-Manager Heldt findet Kritik unfair - und kontert
Heldt
Schalke-Manager Horst Heldt hat am Donnerstag auf die heftige Kritik der vergangenen Tage reagiert. Im Rahmen einer Pressekonferenz ging er in die Offensive. "Ich weiß, was zu machen ist", sagte Heldt und zählte dann seine zahlreichen Erfolge in seiner Karriere als Funktionär auf.
Umfrage
Jermaine Jones hat auf Twitter mit Horst Heldt abgerechnet. Peinliche Aktion oder berechtigte Kritik?

Jermaine Jones hat auf Twitter mit Horst Heldt abgerechnet. Peinliche Aktion oder berechtigte Kritik?