DFB-"Maskottchen" Merkel winkt und jubelt
22.06.2012 | 21:50 Uhr 2012-06-22T21:50:15+0200
Danzig. Bundeskanzlerin Angela Merkel stand vor dem EM-Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft gegen Griechenland im Mittelpunkt des Interesses, aber keineswegs im Zentrum von Beschimpfungen. Sie saß neben DFB-Chef Wolfgang Niersbach und Uefa-Präsident Michel Platini.
Angela Merkel strahlte, schäkerte mit Michel Platini, winkte gelöst den deutschen Fans - das prominente "Maskottchen" der deutschen Fußball-Nationalmannschaft war offensichtlich bestens gelaunt. Ja, ein paar Pfiffe, vereinzelte Schmählieder gab es, aber von einem Spießrutenlauf für die Bundeskanzlerin konnte beim brisanten EM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Griechenland keine Rede sein. Politik war in Danzig am Freitag zweitrangig, die Hauptsache war die "schönste Nebensache der Welt" - Fußball.
Der Edelfan der DFB-Elf stand zwar im Mittelpunkt des Interesses, aber keineswegs im Zentrum von Beschimpfungen. Im mintgrünen Blazer konnte sich Merkel das Spiel zwischen Uefa-Boss Platini und dem DFB-Präsidenten Wolfgang Niersbach entspannt anschauen. Im Fachgespräch gestikulierte sie, klopfte ihrem Sitznachbarn Platini auf die Schulter.
Merkel bleibt vor dem Anpfiff diplomatisch
Vor dem Anpfiff gab sich die Kanzlerin, die sich im hochverschuldeten Griechenland wegen des harten Sparkurses unbeliebt gemacht hat , betont diplomatisch. "In Griechenland gucken sie auf ihre hervorragende Mannschaft, in Deutschland auf unsere. Ich bin hier, um der deutschen Mannschaft die Daumen zu drücken", sagte die 57-Jährige dem ZDF und spielte die politische Bedeutung der Partie herunter: "Es ist vor allem ein Fußballspiel."
Nun kommt sie doch. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am Freitag zum Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Griechenland nach Danzig. Ein Gespräch mit Mario Monti, Mariano Rajoy und François Hollande wurde dreieinhalb Stunden vorverlegt.
Um 19.50 Uhr war Merkel mit den anderen VIPs erst per Hubschrauber und dann in einer silbernen Luxus-Limousine zum Stadion gebracht worden - begleitet von zahlreichen Bodyguards mit schwarzen Regenschirmen. Als ein deutscher Fan auf dem Treppengelände "Angie!" rief, drehte sich die gebürtige Hamburgerin um und winkte.
Ein Treffen mit dem neuen griechischen Regierungschef Antonis Samaras kam auf der Tribüne nicht zustande. Der 61-Jährige musste sich wegen einer Netzhautablösung einer Augen-Operation unterziehen und verzichtete deshalb auf eine Reise nach Danzig.
Auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der zwei Plätze neben Merkel saß, wollte von einer Politisierung des Viertelfinals nichts wissen. 'Ich glaube, dass da etwas hochgezogen und aufgeblasen wurde. Die Griechen mögen die Deutschen, und die Deutschen mögen die Griechen. Das sieht man ja auch an der tollen Stimmung hier', sagte der deutsche Sportminister nach seinem Rundgang durch die Danziger Altstadt drei Stunden vor dem Anpfiff.
Friedliches Fußballfest in Danzig
Vor dem Spiel hatten die Anhänger beider Fanlager gemeinsam fröhlich und friedlich gefeiert, von einer angespannten Atmosphäre oder gar feindseliger Stimmung war nichts zu spüren - auch nicht gegenüber Merkel. Die deutschen Fans waren zwar zahlenmäßig leicht in der Überzahl, die Hellas-Anhänger trugen mit Trommeln und heißblütigen Gesängen aber eindeutig mehr zur lebhaften Stimmung bei.
Die Maßnahmen von Bundestrainer Joachim Löw gegen Griechenland haben den gewünschten Erfolg gebracht: In der deutschen Offensive überzeugte vor allem Gladbachs Marco Reus und dahinter wirbelten Mesut Özil und Sami Khedira, der sich die Bestnote in unserer Einzelkritik verdiente.
Jan Schabacker, Pressesprecher der deutschen Polizei-Delegation, sagte vor dem Anstoß: "Es ist ein friedliches Fußballfest hier in Danzig. Bislang wissen wir von keinen Zwischenfällen."
Für das Spiel hatte Merkel das für den frühen Freitagabend geplante Treffen mit dem italienischen Regierungschef Mario Monti, dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident Francois Hollande in Rom um einige Stunden vorverlegt.
Özil schwärmt von der Bundeskanzlerin
Es war jedoch nicht Merkels erster EM-Besuch in Danzig. Drei Tage vor dem Auftaktspiel gegen Portugal hatte sie Löw und Co. einen Besuch im Hotel "Dwor Oliwski" abgestattet und viel Erfolg gewünscht. Spielmacher Mesut Özil postete anschließend auf seiner Facebook-Seite ein Foto mit der 57-Jährigen - und schwärmte: "Eine beeindruckende Persönlichkeit." (sid)
12:45
Die Griechen gönnten ihren Besuch und ließen auch wissen, dass ihr Vorverhalten mehr ein Rauschen im Wald war.
12:33
Wenn ich mir das Bild oben anschaue, sehe ich eine Begeisterung der Kanzlerin wie bei den meisten Fans auch. Die Bevölkerung, egal welcher politischen Richtung, gönnt ihr das, weil es auch den politischen Alltag vergessen lässt. Eine persönlich überzogene Abwertung wie hier JanundPitt # 6 schreibt ist nicht allgemeingültig.
Eigentlich haste Recht, aber...
dass gerade solche Spiele zum Politikum gemacht werden, halte ich schon mal für mehr als nur denkwürdig und abartig.
Wenn Frau Merkel sonst nicht viele Gründe findet, sich mal ordentlich zu freuen, dann sind solche Gelegenheiten ein besonderes Bonbon und das nehmen ja immer sehr viele Politiker gerne in Anspruch.
Dennoch halte ich diese Präsenz für mehr als nur fadenscheinig. Wenn denn Frau Merkel so ein begeisterter Fus- Fan ist, wie sie demonstrieren möchte, dann hätte es sich auch gehört, bei der Übergabe der Meisterschale in Dortmund zu sein, oder zumindest ein Grußwort zu übermitteln.
Daher glaube ich den wenigsten Politikern und sonstigen Promis, wenn sie durch ihre Anwesenheit auch wahres Interesse bekunden wollen.
12:17
Ich möchte nicht Kanzler werden mit 7 Tagen in der Woche und 24 Stunden Bereitschaft auch wenn das nicht laufend durchgezogen wird. Wenn ich die Wahl hätte dann lieber Geschäftsführer oder Vorstandsvorsitzender einer großen Firma. Das wird weit besser bezahlt und die Absicherung beim Ausscheiden ist die Entschädigung auch üppig.
Repräsentationsaufwendungen, im Zweifel entscheidet die Firma zu ihren Gunsten und überlässt die Entscheidung gerne einer Betriebsprüfung und zahlen lieber dann nach, sind im Rahmen des KöStG bzw. EStG abzugsfähig und mindern den Gewinn und dadurch auch die Steuereinnahmen des Staates.
Hier lese ich Kleingeister, die mit erhobenen Zeigefinger auf diese Aufwendungen für Repräsentanten des Staates hinweisen. Einfach nur lächerlich.
10:00
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06:58
Ich will auch Kanzler werden.
Dann braucht man sich um Karten keine sorgen mehr machen.
Die Flugbereitschaft der Bundeswehr sorgt fürs hinkommen.
Es kostet mich dann keinen Cent.
Also, beim nächsten mal bitte mich wählen.
23:35
Merkels Erscheinen - gerade beim politisch-polemisch aufgeheizten Spiel BRD gegen Griechenland halte ich nach wie vor für eine geplante, hirnrissige Provokation unserer Kanzlerin. Bei aller Fußball-Geilheit hätte A.M. sich diesen Auftritt klemmen MÜSSEN. Die Spieler haben diesen Erfolg erarbeitet, nicht Merkel. Die deutschen Spieler haben Merkels unsensiblen Fauxpas auf dem Platz eindrucksvoll ausgebügelt.
Merkel = Pfui !!! (Daumen unten, aber so was von ...) , deutsche Elf = Hui!!! Danke, ihr seid - trotz versuchter schmieriger, polit-polemischer Einflussnahme cool und proffessionell geblieben und ihr habt euer Ziel erreicht! Glückwunsch und DANKE!
23:17
Die "gefährlichste Frau Europas", wie sie im Ausland genannt wird (und was hier verschwiegen wird) ist das Maskottchen der deutschen Mannschaft?
23:12
der Etat des Kanzleramtes hat dafür Geld parat" Repräsantationen"" auf gut Deutsch...wir Steuerzahler bezahlen den Ausflug und Eintritt von Merkel..Ganz ehrlich ..und entschuldigung, aber diese Frau ist im Stadion nur noch peinlich, peinlich und zum fremdschämen.....
23:08
Und wer hat das bezahlt? Etwa die Kanzlerin, dass glaube ich eher nicht.
22:50
Die Jubelposen von Mutti sind extrem peinlich ..