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Rummenigge: "Der Schmerz sitzt tief"

27.05.2012 | 09:46 Uhr

Am Elfmeterdrama im verlorenen Finale in der Champions League gegen den FC Chelsea wird der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München noch länger zu knabbern haben.

Köln (SID) - Am Elfmeterdrama im verlorenen Finale in der Champions League gegen den FC Chelsea wird der deutsche Fußball-Rekordmeister Bayern München noch länger zu knabbern haben. "Der Schmerz in unserem Klub sitzt tief, tiefer als nach dem verlorenen Finale 1999 gegen Manchester United", sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge der Welt am Sonntag: "Beim Aufwachen ist mein erster Gedanke derzeit immer noch der an dieses Spiel. Ich befürchte, das wird uns noch einige Zeit verfolgen."

Als Konsequenz aus der titellosen Saison mit Platz zwei in der Bundesliga sowie den Final-Niederlagen im DFB-Pokal (2:5 gegen Borussia Dortmund) und der Königsklasse mahnt Rummenigge den Verein zu mehr Ruhe: "Wir sollten ein Stück gelassener und souveräner mit den Dingen umgehen. Manchmal habe ich den Eindruck, dass bei uns vieles zu aufgeregt abläuft. Unser Ziel ist es, das in der neuen Saison zu verändern."

In der wird auf alle Fälle noch einmal Jupp Heynckes für ein Jahr auf der Trainerbank Platz nehmen. "Wir werden doch nicht einen Trainer infrage stellen, weil ein Elfmeter an den Innenpfosten gegangen ist", sagte Rummenigge. Die Frage nach seinem Nachfolger "wird kommen, aber wenn wir damit souverän umgehen, wird es kein Problem darstellen."

Auch Elfmeter-Pechvogel Arjen Robben hat weiter die volle Unterstützung der Münchner Chefetage. "Im Verein gibt es keine Vorwürfe, an keinen Spieler", sagte Rummenigge. Die Pfiffe gegen den Niederländer beim Wiedergutmachungsspiel am vergangenen Dienstag ärgern Rummenigge noch immer: "Das war eine Reaktion von gewissen Fans, die uns überhaupt nicht gefallen hat. Beim FC Bayern gilt, wenn jemand am Boden liegt, reicht man ihm die Hand und hilft."

Hilfe könnte auch Bastian Schweinsteiger gebrauchen. Er ist laut Rummenigge "der Einzige, der nach wie vor einen angeschlagenen Eindruck macht." Deshalb sei es ein Glück, dass die EM erst in zwei Wochen beginnt. "Ich habe zwei WM-Finals verloren, 1982 und 1986. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Zeit die Wunden heilt", sagte der 95-malige Nationalspieler Rummenigge.

sid

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