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DEB-Teamkapitän Michael Wolf verzichtet auf Sonderurlaub

13.11.2012 | 17:23 Uhr
DEB-Teamkapitän Michael Wolf verzichtet auf Sonderurlaub
DEB-Kapitän Michael Wolf mit dem Pokal in der Hand.Foto: Lukas Barth/dapd

Iserlohn.   Mit dem Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft zum Debüt des neuen Bundestrainers Pat Cortina endete der Deutschland-Cup in München erfolgreich. Herausragender Akteur im DEB-Team war Kapitän Michael Wolf, der anschließend das Angebot für einen trainingsfreien Tag bei den Iserlohn Roosters ausschlug.

Mit dem Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft zum Debüt des neuen Bundestrainers Pat Cortina endete der Deutschland-Cup in München erfolgreich. Und der fand wieder mit Iserlohner Beteiligung statt.

Denn Roosters-Trainer Doug Mason fungierte mit Rich Chernomaz aus Ingolstadt als Coach von Team Canada. Dort standen IEC-Schlussmann Sébastien Caron und Stürmer Mark Bell im Kader. Die deutsche Nationalmannschaft führte Michael Wolf als Kapitän an. Zum Betreuerstab gehörte Markus Schreiber von den Roosters. Und mit dem Hemeraner Lars Brüggemann war auch ein heimischer Schiedsrichter nominiert.

Herausragender Akteur einer starken Mannschaft war für Mason Michael Wolf, gemeinsam mit dem Schweizer Kevin Romy. Wolf ging zwar als Torschütze leer aus, obwohl ihm zunächst ein Treffer beim 3:2 gegen Kanada, allerdings völlig zu Unrecht, zugesprochen worden war. Doch zu fünf der sieben Treffer leistete er die Beihilfen, wurde damit Topscorer des Turniers und gewann auch die Plus-Minus-Wertung. „Michael war klasse“, schwärmte Mason. Den angesichts dessen hoher Belastung zusätzlichen trainingsfreien Tag am Mittwoch, den Mason angeboten hatte, schlug Wolf dennoch aus.

Mason lobt auch Caron

Aber auch Caron, der gegen Deutschland und die Schweiz spielte, wurde gelobt, trotz seiner neun Gegentore. „Er hat sehr stark gegen Deutschland und solide gegen die Slowakei gespielt“, so Mason. Die sechs Gegentreffer der Slowaken verglich Mason mit der 1:7-Pleite des IEC in Berlin. „Drei Tore sind in den letzten fünf Minuten gefallen.“ Eine Steigerung im Turnierverlauf attestierte der Coach Mark Bell, und das erfreute ihn auch mit Blick auf seine weiteren Aufgaben in Iserlohn. Bell war schließlich nicht topfit an den Seilersee gekommen, der dreitägige Härtetest hat ihn nun weiter nach vorne gebracht. „Am Ende hat Mark sogar Überzahl gespielt“, unterstreicht Mason die Fortschritte, die jetzt den Roosters zugute kommen sollen.

Dass bei ihm auch die Sorge um mögliche Blessuren bei „seinen“ Iserlohner Akteuren mitspielte, blendet der Coach nicht völlig aus. „Aber das Gefühl hatte ich nicht allzu oft.“ Einmal allerdings ganz besonders, als im Spiel gegen die Schweiz Wolf zweimal von hinten attackiert wurde. „Doch Michael hat das grandios mit zwei Abwehrbewegungen gelöst und dafür auch großen Applaus erhalten.“

Team Kanada ging leer aus

Der Applaus für das Team Canada hielt sich unterdessen in Grenzen. Denn nachdem Mason und Chernomaz vor vier Jahren den Sieg feierten, gingen die Nordamerikaner als Letzter nun komplett leer aus. „Aber in Kanada, wo alle Spiele live übertragen wurde, ist man nicht böse darüber“, so Doug Mason, der darauf hinweist, dass man in so kurzer Zeit von einem völlig neu formierten Team keine Wunderdinge erwarten dürfe. „Wir müssen primär versuchen, die Spiele vor allem über viel Adrenalin zu gewinnen, und dürfen die Spieler nicht mit Informationen überfordern.“

Ziel solcher Spiele sei es auch, die in Europa spielenden Kanadier zu testen, ob sie auch angesichts der Qualität und Quantität in Nordamerika bei internationalen Meisterschaften, wie Olympia und WM, berücksichtigt werden können. Allzu vielen „Europäern“ traut er das allerdings nicht zu.

Von Michael Topp



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