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Wander-Autobahn ins Ferienglück

29.06.2010 | 10:06 Uhr
Wander-Autobahn ins Ferienglück

Der Nordosten Bayerns ist für alle Rucksack- und Radl-Touristen ein erlebbares Dorado des Aktivurlaubs

Diesen Ort kennt weltweit nur die eingefleischte Gemeinde der passionierten Streckenwanderer: Untereichenstein. Dabei ist die kleine Gemeinde im nördlichen Franken an der Grenze zu Thüringen eine Hochburg für deutsche Fernwanderwege. Gleich drei legendäre Langtrassen sowie zwei regionale Wege beginnen oder enden hier. Für einen Wanderurlaub unter dem Motto „Franken aktiv” finden sich hier unter allen 15 Ferienlandschaften im nordöstlichen Bayern die wahrscheinlich besten Startbedingungen.

Der legendäre Rennsteig, gerne wegen des gestiefelten Andrangs auch als Wander-Autobahn durch den Thüringer Wald bespöttelt, kommt von Hörschel unterhalb der Wartburg bei Eisenach hier an und endet an der kleinen Brücke über die Selbitz. Vor der Wiedervereinigung war hier „Deutschland einig Vaterland” zu Ende. Wanderer auf der Ostseite kamen gar nicht bis zur Brücke. Heute marschiert der, der will und kann, direkt weiter: Auf der anderen Flussseite beginnen mit dem „Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb” sowie dem Fränkischen Gebirgsweg zwei Mehrtagestouren, die immer beliebter werden.

„Der Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb” ist unter allen Fernwanderwegen in Deutschland noch jung an Jahren. Erst 2004 wurden die rund 520 Kilometer bis ins beschauliche Harburg an der Wörnitz lückenlos und sehr praxisnah ausgeschildert. Und gleich gab's noch ein Gütesiegel obendrauf - als erster Weitwanderweg wurde er mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland” ausgezeichnet. Der Wanderer marschiert aus den dichten Laubwäldern des Naturparks Frankenwald in südlicher Richtung durchs Obere Maintal-Coburger Land, die Fränkische Schweiz, die Frankenalb, das Fränkische Seenland und den Naturpark Altmühltal am Rhein-Main-Donau-Kanal.

Der Fränkische Gebirgsweg gilt als der kleine und jüngere Bruder des „Frankenwegs – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb”. Der längere Rest indes ist noch spektakulärer. Man erwandert sich das nordöstliche Franken, überquert Hochebenen und bezwingt locker Berge jenseits der 1000er Höhe – wie den Ochsenkopf. Der vor drei Jahren eröffnete Fränkische Gebirgsweg, der sich ebenfalls mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland” schmückt, zeigt Franken von seiner wildromantischen Vielfalt. Der Weg führt insgesamt rund 430 Kilometer durch Frankenwald, Fichtelgebirge, Steinwald und die Fränkische Schweiz. Endpunkt ist Hersbruck, in der Frankenalb. Wer will, kann hier wieder in den „Frankenweg – vom Rennsteig zur Schwäbischen Alb einbiegen und noch ein gutes Stück weiterlaufen. Wer sich einen Großteil Frankens erlaufen will, ist auf den beiden Wegen richtig – zahlreiche Highlights der Region liegen am Wegesrand – Natur pur, viele schmucke kleine Landstädtchen und dreimal „B”: Berge, Bier und über 340 Brauereien.

Franken ist aber nicht nur Wanderland. Auch Radfahrer kommen hier auf ihre Kosten. Was kürzlich wieder die aktuelle Radreiseanalyse des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) herausstellte. Franken belegt dabei unter allen Fahrradregionen in Deutschland den zweiten Platz, nur übertroffen von Bayern – „ausgerechnet”, schüttelt man in der Frankenmetropole Nürnberg den Kopf. Deshalb tritt wohl auch die fränkische Tourismuswerbung fürs Radeln richtig in die Pedale und schwärmt in höchsten Tönen: „Radlerparadies für Genussfahrer und ambitionierte Sportler, viele Paradestrecken, passende Gelände für die ganze Familien etc.”

Der vielleicht schönste Radweg folgt über gut 600 Kilometer dem Main von seinen beiden Quellflüssen im Fichtelgebirge beziehungsweise der Fränkischen Schweiz bis hin zur Mündung in den Rhein bei Mainz/Wiesbaden. Wer auf dem Main-Radweg strampelt, durchfährt die ganze Landschaftsvielfalt Frankens – Wald, Wasser, Wiesen. Sehenswürdigkeiten von Barock bis Mittelalter liegen ebenso an der Strecke wie einige schmucke Städte: die heimliche deutsche Bierhauptstadt Kulmbach zum Beispiel. Oder Bayreuth, die Festspielstadt. Auch Bamberg, Würzburg, Schweinfurt und das als „fränkisches Nizza” angepriesene Aschaffenburg lohnen als ausgedehnte Bummel- und Rastpausen.

Übrigens: Es gibt auch eine kostenlose App fürs iPhone für den Main-Radweg und den Fränkischen Gebirgsweg – inklusive detailliertem Kartenmaterial und umfangreichen Infos wie GPS-Daten und Tourenbeschreibung.

Alexander Richter


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