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Griechenland kann Schulden trotz Rettungsplan kaum reduzieren

16.02.2012 | 14:08 Uhr
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Griechenland kann Schulden trotz Rettungsplan kaum reduzieren
Die griechischen Schulden sind wohl zu hoch für die Rettungspakete.Foto: dapd

Brüssel.  Die Sparbemühungen Griechenlands sind trotz der Rettungspläne zum Scheitern verurteilt - zu diesem Ergebnis kommt die "Troika" in einer Analyse. Auch mit Rettungsplan und Schuldenschnitt würde es den Griechen bis 2020 maximal gelingen, den Schuldenstand auf 125 Prozent des BIPs zu drücken.

Die Rettungspläne der Euro-Länder für Griechenland verfehlen offenbar das bisherige Ziel, den Schuldenberg des Landes in den kommenden Jahren auf ein erträgliches Maß zu reduzieren. Das geht aus einer Anlayse der sogenannten Troika hervor, wie mehrere EU-Diplomaten am Donnerstag bestätigten. Die Troika - Experten von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) - stellte ihre Analyse zur Tragfähigkeit der griechischen Schulden während einer Telefonkonferenz der Eurogruppe am Mittwochabend vor.

Den Diplomaten zufolge kann der Schuldenstand nach Ansicht der Troika bis zum Jahr 2020 durch ein neues Hilfsprogramm und einen Schuldenschnitt nur auf einen Stand gedrückt werden, der bei "mehr als 125 Prozent" des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt. Ein Diplomat bestätigte der Nachrichtenagentur AFP einen Bericht der französischen Zeitung "Le Monde", nach dem der Schuldenstand durch die geplanten Maßnahmen nur auf 129 Prozent des BIP gesenkt werden kann. Das von Euro-Ländern und IWF ausgegebene Ziel für das Jahr 2020 liegt jedoch bei 120 Prozent.

Griechenland hat 350 Milliarden Euro Schulden

Aktuell wird Griechenland von einem Schuldenberg in Höhe von 350 Milliarden Euro erdrückt, der 160 Prozent des BIP entspricht. Um das angestrebte Ziel von 120 Prozent zu erreichen, könnte das zweite Hilfspaket erhöht werden, das bislang 130 Milliarden Euro umfassen soll. Das lehnen mehrere Länder wie Deutschland bislang aber ab.

Ein Schuldenschnitt, bei dem die privaten Gläubiger des Landes auf mehr als die bisher angestrebten 100 Milliarden Euro verzichten, gilt als unwahrscheinlich. Somit könnte der Druck auf die EZB steigen, ebenfalls Forderungen an Griechenland fallenzulassen. (afp)

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