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Gefährliche Rocker aus Holland auf Expansionskurs im Revier

04.06.2012 | 14:15 Uhr
. Die niederländische Rockergruppe Satudarah ist ab sofort auch in Deutschland vertreten. Die etwa 20 Mitglieder der Duisburger „Brotherhood Clown-Town“ wechselten die Kutten und traten zum Klub über, wie die Polizei mitteilte. Am Wochenende feierten etwa 250 Rocker die Vereinigung in Duisburg. Foto: dapd

Essen.   Die Gründung eines Chapters der niederländischen Rockergruppe Satudarah in Duisburg ist ein Beleg dafür, dass sich die Rockerszene über Landesgrenzen hinweg vernetzt. Politik und Polizei wollen derweil mit aller Härte gegen die Rockerclubs vorgehen. Es gibt eine Art politischer Kriegserklärung.

Bissendorf bei Hannover, Eichhornweg. Am Donnerstag vor Pfingsten seilen sich GSG-9-Einheiten vom Hubschrauber aus ins Grundstück von Frank Hanebuth ab. Sie erschießen den Hund, durchsuchen das Haus und nehmen den 47-jährigen vorläufig in Haft. Der Verdacht: Deutschlands Rockerkönig, den sie auch „den Langen“ nennen, soll für Körperverletzung, Waffenhandel, Erpressung verantwortlich sein.

Keine Woche später sagt ein Kronzeuge vor dem Kieler Landgericht aus: Der Hannoveraner sei nicht nur der deutschlandweite Boss der Hells Angels. Ohne ihn fände keine „Hausdurchsuchung“ statt und wohl auch kein rabiates Zuschlagen. Er habe auch den Mord am widerspenstigen Rockermitglied Tekin Bicer geordert. Die Leiche des vor seinem Tod angeblich schwer gefolterten Türken wird rund um Kiel immer noch in aufgehackten Betonmauern gesucht.

Frank Hanebuth beteuert: „Ich habe schon mal zugehauen. Aber ich leg’ doch keinen um“. Der Mordvorwurf sitzt tief. Denn für Hanebuth und für Deutschlands Rockerszene insgesamt geht es gerade um alles.

Politik und Polizei gehen mit aller Härte gegen Rocker vor

Die Landesregierungen zwischen München und Düsseldorf verbieten nicht nur eine lokale Rocker-Organisation nach der anderen. Der spektakuläre kriegsähnliche Polizeieinsatz und die ungewöhnlichen und umfassenden Aussagen des Abtrünnigen Steffen R. vor den Kieler Richtern, die Hanebuth belasten, zeigen, dass  Politik und Polizei jetzt mit aller Härte vorgehen wollen. Es gibt so eine Art politische Kriegserklärung. Und das nicht nur im Norden.

Überall in den Innenministerien der Republik hat man erkannt, dass der vor zwei Jahren erklärte „Rockerfrieden von Hannover“ zwischen den beiden großen Gruppen reine Show war. Die Zahl der bundesweiten Ermittlungsverfahren gegen Rocker wegen organisierter Kriminalität ist von zwei im Jahr 2006 über 15 im Jahr 2008 auf 35 anno 2010 geklettert. Und seit Mai 2011 sei „das Konfliktpotenzial deutlich angestiegen“, sagt der leitende Kriminaldirektor Thomas Jungbluth vom NRW-Landeskriminalamt. Auf Nordrhein-Westfalen heruntergebrochen: Die 250 Höllenengel und 400 Bandidos haben  seither hier elf Clubs neu aufgebaut. Eine beispiellose Gründungswelle.  Man pfuscht sich sogar in die vermeintlich geschützten Operations- und Geschäftsgebiete - das von Banditen im  Ruhrgebiet und das von Höllenengel im Rheinland.

Kommentare
05.06.2012
08:47
Gefährliche Rocker aus Holland auf Expansionskurs im Revier
von HansiwurstI | #8

Rocker - ein völlig veraltetes Männlichkeitsbild.

Die Bräute, die die manchmal aufm Rücksitz mitführen sehen auch entsprechend verblödet aus.

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Gefährliche Rocker aus Holland auf Expansionskurs im Revier
Gefährliche Rocker aus Holland auf Expansionskurs im Revier
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http://www.derwesten.de/ikz/politik/gefaehrliche-rocker-aus-holland-auf-expansionskurs-im-revier-id6730795.html
2012-06-04 14:15
Bandidos,Hells Angels,Rockerclubs,Satudarah
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