Verhüllungskünstler Christo plant Großprojekt im Gasometer Oberhausen
22.05.2012 | 09:04 Uhr 2012-05-22T09:04:00+0200
Oberhausen. Christo plant seinen Abschied aus Deutschland - und bereitet dafür eine „optische und akustische Sensation“ vor. Diese letzte Präsentation des bekannten Verhüllungskünstlers soll im Gasometer Oberhausen stattfinden. Eine "Tonne in der Tonne" soll es werden, eine mit Luft gefüllte Kunststoff-Skulptur.
Es ist still geworden um Christo (76), den großen Verhüllungskünstler , seit seine Gefährtin und Muse Jeanne-Claude vor zweieinhalb Jahren starb . Doch nun plant der Mann, der den Berliner Reichstag verzaubert hat, ein neues Großprojekt: Er will im kommenden Jahr eine Installation im Oberhausener Gasometer errichten – dort also, wo im Jahr 1999 „The Wall“ stand, seine bunte Wand aus Ölfässern. Wie gut informierte Kreise bestätigten, soll das Prinzip der neuen Installation wiederum die „Tonne in der Tonne“ sein. Dazu ist geplant, im Inneren des 117 Meter hohen Industriedenkmals eine „zweite Hülle“, eine „zweite Tonne“ entstehen zu lassen, eine Kunststoff-Skulptur, die mit Luft gefüllt ist und sogar von Besuchern betreten werden kann. Titel der Installation soll „Big Air Package“ sein. Fachleute, die mit den Planungen vertraut sind, sprechen von einer „optischen und akustischen Sensation“.
Der Oberhausener Kulturdezernent Apostolos Tsalastras (SPD) bestätigte die Planungen zu dem Projekt und drückte dieser Zeitung gegenüber seine Freude über das Vorhaben aus: „Das ist eine grandiose Geschichte und ich freue mich sehr darüber!“ Und zwar nicht nur als Kulturdezernent, sondern auch als Kämmerer – weil Projekte im Gasometer den Stadtetat in der Regel nicht belasteten.
Schwierige Finanzierungsverhandlungen mit Sponsoren
In der Tat seien die Finanzierungsverhandlungen mit Sponsoren „sehr, sehr schwierig und langwierig“ gewesen, bestätigte Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz gegenüber dieser Zeitung. Weitere Details zum Projekt wollte sie ebensowenig verraten wie Christo-Sprecher Wolfgang Volz. Beide verwiesen auf eine Pressekonferenz am 14. Juni, bei der Details zu dem Vorhaben bekanntgegeben werden sollen.
Mit dem neuen Christo-Projekt, das das letzte Großprojekt des Künstlers in Deutschland sein könnte, verbinden sich für den Gasometer Hoffnungen auf neue Besucherströme : Die aus 13 000 Ölfässern bestehende Installation „The Wall“ hatten sich 390 000 Kunstfreunde angesehen. Derzeit ist in dem Industriedenkmal die Ausstellung „Magische Orte“ zu sehen, die bereits seit über einem Jahr läuft und schon weit über 500 000 Besucher angezogen hat.
09:26
sorry, ich freue mich auf jede neue Ausstellung im Gasometer. Wenn man hier sozialkritisch sein will, gibt es dafür einen schönen Spruch; Jeder kehre zuerst vor der eigenen Tür. Wer spenden will, sollte es doch tun und nicht andere für ihre Spenden kritisieren. Und vor allem nicht reden=schreiben, sondern tun.
08:17
Ich weiß gar nicht, was Schreiber 1 und 2 haben. Es kann doch jeder selber entscheiden, ob er so ein Vorhaben sponsert oder nicht. Büchereien, Bibliotheken etc. müssen nicht gesponsert werden- hierfür zaheln wir Steuern. Und wenn es die Politik nicht schafft, das Geld vernünftig zu verwenden, sondern an anderer Stelle aus dem Fenster wirft, gehören die Politiker ausgetauscht. Aber Spenden für eine Stadtbücherei- wohl kaum.
07:49
Sponsoring für sinnlose Beschäftigung eines alten Mannes. Das Geld kann man in der Tat besser anlegen. Wenn er gerne einpackt, warum hilft er nicht ehrenamtlich im Einzelhandel aus?? Das nächste Weihnachtsgeschäft kommt bestimmt.
Zu #1 und #2:
Welch unqualifizierte Aussagen!
Kunst und Kultur ist ein bedeutendes Gut und fast genauso wichtig wie Essen und Trinken. Damit fördert man Kreativität, Toleranz und Weitsichtigkeit. Nicht bei allen Menschen - aber bei vielen!
Gerade die Vielfältigkeit ist spannend. Die Ruhri´s müssen sich bei solchen kleinkarierten Einstellungen nicht wundern, dass der Rest der Welt der Meinung ist, hier leben Banausen!
07:20
Ich wundere mich immer wieder, welche Sponsoren für so etwas Geld bereitstellen.
Ich habe grundsätzlich nichts gegen Kunst und deren Finanzierung durch private und öffentliche Sponsoren, aber Geld für eine kurzzeitige Installation ist rausgeschmissen.
Sollten die Sponsoren lieber Geld geben um Büchereien mit neuen Material auszustatten oder Kinder und Jugend Theater finanzieren. Hier wäre auch Überzeugungsarbeit von Kulturdezernenten gefragt, aber mit so einem Thema kommt man nicht in die Zeitung.
Mal nebenbei, die tollen Sponsorings von denen man all überall hört ....diese zahlt der Bürger der Arbeiter durch weniger geld in der tasche