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Campino von den "Toten Hosen" zündelt bei Rock am Ring mit Bengalos

05.06.2012 | 11:33 Uhr
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Frontman Campino der "Toten Hosen" winkt mit einem Bengalo von einem Lausprecherturm bei "Rock am Ring."Foto: dapd.

Nürburg/Essen.  Campino, Frontmann der "Toten Hosen", hat zur Zeit sicherlich mehrere Gründe zum Feiern: Sein Verein Fortuna Düsseldorf ist gerade aufgestiegen und bei "Rock am Ring" wurde er von 85 000 begeisterten Fans gefeiert. Doch genau in diesem Zusammenhang löst das Verhalten des Rockers bei dem Festival Befremden und Enttäuschung aus.

Konzerte der "Toten Hosen" sind eigentlich immer ein Spektakel; es ist laut, spektakulär und Frontmann Campino heizt den Fans ordentlich ein. Beim Auftritt der Rocker auf dem Festival "Rock am Ring" ist der charismatische Sänger nun aber einen Schritt zu weit gegangen: Vor 85.000 Fans zündete der Sänger einen Feuerwerkskörper, winkt damit von einem Lautsprecherturm in die Menschenmassen. Ist das ein richtiges Signal in einer Situation, in der Vereine, Polizei und Fanvereinigungen gerade lebhaft über Bengalos, Randale und Verbote in Stadien diskutieren ?

Falsches Signal zu völlig falscher Zeit

"Ganz sicher nicht", meint Erich Rettinghaus, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft in Nordrhein-Westfalen, "gerade nach den Vorfällen in jüngster Vergangenheit sind solche Aktionen völlig kontraproduktiv." Rettinghaus, der selbst auch gerne mal die "Toten Hosen" hört, ärgert es vor allem, dass mit Campino ein bekannter Fortuna-Fan zu dem Feuerwerkskörper griff. "Durch die heftigen Szenen beim Relegationsspiel der Fortuna gegen Hertha wurde die Diskussion erst wieder angestoßen." Wenn dann ausgerechnet ein prominenter Fortuna-Fan bei einer Massenveranstaltung einen Bengalo zünde, sei das ein falsches Signal.

Bereits bevor der "Hosen"-Frontmann selbst zündelte, erhellten leuchtende Feuerwerkskörper den Bereich vor der Hauptbühne, berichtet ein Festivalbesucher. Da habe Campino noch selbst davor gewarnt und gewitzelt, dass die Feuerwerkskörper dazu führen könnten, dass sie möglicherweise zwei Geisterspiele in Düsseldorf spielen müssten. "Na klar sieht das immer toll aus, wenn die da eine pyrotechnische Show auffahren,", will Rettinghaus den Einsatz von Feuerwerk für eine fulminante Bühnenshow auch nicht verteufeln, "aber die Bengalos sind einfach tickende Zeitbomben, gerade bei solchen Massenveranstaltungen ."

Auch Großveranstalter in die Pflicht nehmen

Bis zu 2500 Grad heiß können die Feuerwerkskörper werden - in Kombination mit einer plötzlich entstehenden Massenpanik können schnell Menschenleben gefährdet sein. " Da muss nur einer von hinten anfangen zu schieben und schon kann da ganz viel schief gehen", warnt Rettinghaus, "Bands, die solche Technik nutzen, haben da auf eine gewisse Weise auch eine Vorbildfunktion, sie müssen Umsicht walten lassen."

Innenminister Jäger will die Vereine in die Pflicht nehmen, mehr für die Sicherheit in den Stadien zu tun. Erich Rettinghaus sieht nach solchen Aktionen wie von Campino auch die Verantwortlichen von Großveranstaltungen und Konzerten in der Pflicht: "Die 'Toten Hosen' sind ja nicht die Einzigen, die Pyrotechnik als Teil der Bühnenshow einsetzen, auch Rammstein binden das in ihr Programm ein. Das ist auch in Ordnung, so lange alles gut geht. Im Publikum haben Bengalos aber auch da nichts zu suchen."

Rock am Ring 2012

Chaos im Spiel der Fortuna

 

Anna Gemünd

Kommentare
09.06.2012
18:36
Campino von den
von spiridon | #58

Es ist schon erstaunlich, welch hanebüchener Unsinn hier im Artikel und in einigen Kommentaren verzapft wird. Bengalo - Düsseldorf - Fußball ist eine Reizwortkette, die manchen hier zum Pawlowschen Hund werden läßt. Wie bereits mehrach gepostet, gehört das Abbrennen von Bengalos seit JAHREN zur Show beim Rock am Ring. Und auch beim Auftritt bei Rock im Park hat sich genau die gleiche Szene abgespielt - SKANDAL.

Ich bin ein absoluter Gegner von Bengalos im Stadion oder in irgendwelchen Menschenansammlungen, aber diese Assoziationen hier haben schon etwas von Hysterie.

06.06.2012
20:13
Campino von den
von gelina | #57

Kontrolliert gezündete Feuerwerkskörper auf Rockkonzerten kann man doch nicht mit den Bengalos vergleichen, die in Fußballstadien einfach aufs Spielfeld oder in Menschenmengen geworfen werden. Wird man Sylvester jeden, der Feuerwerkskörper zündet, als Fußballroudy bezeichnen? Da sollte doch die Kirche im Dorf gelassen werden.

06.06.2012
20:05
Campino von den
von waerter1509 | #56

viele Dinge sind nur im geschützten Raum weniger gefährlich.
Das Campino ein Bengolo gezündet hat ist nicht schlimm. Er war weit genug von allen anderen weg. Für mich ist das vergleichbar mit dem Feuerwerk bei Metallica. Darüber schreibt niemand etwas.
Aber in einer Menschnmenge haben Bengalos nichts zu suchen.
Warum schafft man nicht in Stadien einen Bengaloraum? Ein kleiner Teil der Tribüne wird abgetrennt und gesichert. Die Feuerwehr ist da und man muss sich vorher anmelden.
Bei vielen anderen Fanartikeln (Fahne, Trommeln, Doppelhalter etc) muss man das als Auswärtsfan doch auch. Dann kann man Bengalos einsetzten und die sind doch wirklich klasse.
Diejenigen, die so etwas nicht wollen können sich weit davon weg stellen.
Diejemnigen, die lieber unkontroliert zündeln wollen, müssen das bei sich zu Hause tun.

06.06.2012
18:06
Campino von den
von Chr01 | #55

Die Fanvereinigungen sind weder in den derzeitigen Diskussionen noch in den geplanten runden Tisch von Sicherheit, Politik und Verbänden eingebunden, sondern werden bewußt durch Strohmänner ersetzt oder komplett ignoriert. Den Dialog haben Politik und Verbände abgebrochen, nicht die Fans. Die populistische Art dieses Artikels ist kaum zu überbieten. Aber wenns ums Geld verdienen geht, ist Pyro gerne recht, oder? Stichwort Sportschau-Plakate an Bushaltestellen.

06.06.2012
17:45
Campino von den
von JakeMoshpit | #54

Ich als Zuschauer im Bereich vor dem ersten Wellenbrecher habe die Bengalos selbst mitbekommen, im ersten Moment war ich selbst enttäuscht von den Fans, da ich kein Fan von "Pyro" bin. Als dann allerdings 5 OFFIZIELLE Ordner mich zur Seite drängten, einen großen Kreis in der Menge bildeten und in diesem leeren Kreis von einem Fanclubmitglied ein Bengalisches Feuer kontrolliert gezündet wurde, das kurz danach von den Ordnern in den Bereich des Wellenbrechers zum sicheren ablöschen gebracht wurde war ich schwer beruhigt. Die meisten Bengalos bei diesem Konzert waren geplant und kontrolliert gezündet und niemand musste sich Sorgen um seine Sicherheit machen!
Außerdem war der Bereich um besagten Boxenturm mit ausreichend Abstand abgesperrt, selbst wenn Campino das bengalische Feuer aus der Hand gefallen wäre, wäre es nicht in der Menschenmenge gelandet!

06.06.2012
17:13
Campino von den
von lightmyfire | #53

Das absolute falsche Siggnal und das als Düsseldorfer Fan. Fans sollten ihren Verein keinen Schaden zufügen in dem sie die Ereignisse der Vergangenheit im Fußball und die Diskussionen darüber ignorieren und damit lächerlich machen. Campino erkennt nicht die Zeiten der Zeit und bestärkt die Meinungen, die für ein Verbot der Stehplätze sind. Stehplätze sind Fußballkultur und Bengalos nicht.

06.06.2012
17:08
Campino von den
von Fassblender | #52

Mein Güte habt ihr Sorgen.
Feuerwerk gehört zu Konzerten wenn nicht gerade die Spatzelruther Katzen auftreten.
Außerdem ist er auf dem Foto nicht angeschnallt, Skandal.
Wehret den Anfängen, Schluss mit den Wunderkerzen zu Weihnachten!

06.06.2012
09:19
Campino von den
von Otto99 | #51

Ich bin kein Freund von Bengalos in Fußballstadien, aber man sollte schon unterscheiden zwischen Feurwerkskörpern, die auf das Spielfeld geworfen werden und Bengalos. Außerdem gibt es noch ein Leben neben dem DFB!

05.06.2012
18:28
Campino von den
von denhoorn | #50

Er sollte das unterlassen. Auch als Düsseldorfer sollte er inzwischen begriffen haben, das diese Bengalo´s mehr als gefärhlich sind. Aber leider hat wohl auch er nichts begriffen.
Schade, ich dachte er wäre ein Vorbild.

05.06.2012
18:08
Campino von den
von knutknutsen | #49

Klassischer Fall von "das Eisen schmeiden, solange es noch heiß ist"!!!
Trendthema Bengalos überall- Panikmache inklusive.
Ein Artikel fast so unnütz wie die GdP!

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