Das aktuelle Wetter NRW 14°C
ESC

ESC-Siegerin Loreen lobt politischen Song Contest

27.05.2012 | 17:35 Uhr
Loreen am Tag nach dem Eurovision Song Contest

Baku.  Nach ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest hat sich die Schwedin Loreen erneut für Menschenrechte in Aserbaidschan stark gemacht. Sie betonte, man müsse Plattformen wie den ESC für den politischen Wandel nutzen. Auch ihre nächsten Pläne verriet Loreen.

Die schwedische ESC-Gewinnerin Loreen hat sich am Sonntag für Menschenrechtler in Aserbaidschan stark gemacht. "Jeder sollte die gleichen Rechte haben, dafür stehe ich", sagte die 28-jährige Sängerin der Nachrichtenagentur dapd in Baku. "Es gibt hier Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns."

Deshalb habe sie sich auch ganz bewusst vor dem ESC-Finale mit der Menschenrechtsinitiative "Sing For Democracy" getroffen. "Man muss jede Plattform nutzen, um den Wandel zu erreichen", sagte Loreen. Sie begrüßte, dass der ESC 2012 politischer als üblich gewesen sei und so Aufmerksamkeit auf die Menschenrechtslage gezogen habe.

Loreen fühlte sich in der Pflicht, etwas zu sagen

In Baku war es während der ESC-Proben zu zahlreichen Verhaftungen von Regierungskritikern gekommen. Aserbaidschan werden erhebliche Defizite im Umgang mit der Pressefreiheit und der Opposition vorgeworfen.

Die ESC-Regeln untersagen es den Teilnehmern, die Live-Übertragung des Musikwettbewerbs für politische Statements zu nutzen. "Wenn bei Menschenrechten etwas schief läuft, muss ich etwas sagen, um mir treu zu bleiben", sagte Loreen nun am Tag nach dem Finale, wo sie mit dem Popsong "Euphoria" den ESC 2013 nach Schweden holte .

Loreen zog sich zurück ins Hotel

"Das fühlt sich toll an", meinte Loreen. Und: "Ich bin sehr froh, dass der Song den Menschen so gut gefällt." Sie habe sich nach dem ESC mit ihrer Mutter ins Hotel zurückgezogen, "ich bin kein Partygirl". Sie wolle sich nun auf ihr kommendes Album konzentrieren, "der ESC hat mir neue Möglichkeiten gegeben".

Ihr Wettbewerbslied war vom schwedischen Duo Peter Boström und Thomas G:son komponiert und getextet worden. Üblicherweise schreibt Loreen ihre Songs aber selbst. "Mir geht es darum, etwas an die Zuhörer weiterzugeben", sagte sie, "sonst bin ganz gerne allein". Abseits der Bühne sieht sich Loreen als "schüchtern".

"Euphoria" hatte schon vor dem ESC in Schweden Platinstatus erreicht und zieht nun auch in Deutschland in Richtung Chartspitze. (dapd)

Schweden gewinnt ESC
Musiker im ESC Finale

 



Kommentare
Aus dem Ressort
Deutsche Jury verhindert mehr Punkte für Conchita Wurst
ESC
Die Fans wollten Conchita Wurst — die Jury votete für Dänemark: Bei der Abstimmung zum ESC-Gewinner waren sich Fans und Experten nicht einig. Die Jury sah die spätere Gewinnerin nämlich nur auf Rang 11. Bei Platz zwei waren sich aber alle Deutschen einig.
Conchita Wurst gewinnt den Eurovision Song Contest
ESC 2014
Conchita Wurst aus Österreich gewinnt den Eurovision Song Contest, ganz Europa ist im Bart-Fieber. Während bei der deutschen Show alle alles toll finden, bleibt in Kopenhagen vieles rätselhaft. Was solltel der Trachten-Auftritt aus Polen? Und warum gibt es den Grand Prix eigentlich immer noch?
Buhrufe und Finanzkrise - Die ESC-Harmonie bröckelt
Eurovision Song Contest
Der Grand Prix ist einst entstanden, um ein Signal gegen den Kalten Krieg zu setzen. Doch der schwelende Ukraine-Konflikt wirft seine Schatten auf den ESC. Zugleich wird ein Millionen-Finanzloch bekannt. Und dann explodiert auch noch eine Würstchenbude.
Warum der ESC ein Vorbild für Europa ist
ESC
Der ESC als Vorbild für Europa? Scheint fast so — zumindest sieht es im neuen Europa-Atlas der Böll-Stiftung so aus. Der ESC gelte als "Börse der europäischen Wertschätzung", heißt es da. Allerdings: Am Samstag würden mehr Europäer vor dem Bildschirm sitzen als in drei Wochen zur Europawahl gehen.
Wie der Ukraine-Konflikt den ESC in Kopenhagen überschattet
ESC
Der blutige Konflikt zwischen der Ukraine und Russland bleibt beim Eurovision Song Contest nicht außen vor. Russlands Einzug ins Finale der Schlagershow löst Buhrufe im Publikum aus. Ralph Siegel kommt mit San Marino weiter. Der Bochumer Jörn Steinhauer flog mit seinem Song für Lettland raus
Fotos und Videos
Alle 26 Platzierungen
Bildgalerie
ESC 2014
Conchita für Österreich
Bildgalerie
ESC 2014
Dänin gewinnt ESC
Bildgalerie
ESC 2013
Sie geben alles im Finale
Bildgalerie
ESC 2013