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Unvergessliches Abenteuer in Bella Italia

10.05.2009 | 00:00 Uhr
Unvergessliches Abenteuer in Bella Italia

San Felice Circeo. Jedes Jahr nehmen sich Martin Langhorst und seine Kollegen die Zeit, Schülern der Stufe 9 des Märkischen Gymnasiums Iserlohn die Kultur, Geschichte und Sehenswürdigkeiten Italiens nahe zubringen.

So machten sich jetzt 38 Schüler des MGI unter Leitung von Langhorst, Carsten Wiehle, Gerd Kroh und Tanja Köster auf eine Italien-Reise der Superlative. Hier ihr Bericht:

„Über Frankfurt, Freiburg, Basel und Luzern fuhren wir 24 Stunden lang nach San Felice Circeo, wo wir von unseren Gastgebern des ,Centro Ferie Salvatore' begrüßt wurden. Am dritten Tag fing unser ,Abenteuer in Italien' richtig an. Auf dem Programm stand die Erkundung der Altstadt von San Felice. Der erste Eindruck war faszinierend. Am vierten Tag fuhren wir nach Rom und wurden dort von etwa einer Million Demonstranten überrascht, die uns den Besuch reichlich erschwerten. Nach ein paar gescheiterten Versuchen gelangten wir zum Kolosseum, welches wir jedoch nicht von innen besichtigen konnten. Von dort aus gingen wir zum Forum Romanum, wo wir den Titus-Bogen bewundern konnten.

Bewundernswerter war jedoch das Senatsgebäude, über dessen Boden alle römischen Kaiser gelaufen sind. Aus den Trümmern des Forum Romanums wurde die Kirche ,Santa Maria di Aracoeli' erbaut. Anschließend ließen sich viele Schüler auf der Piazza Navona karikieren oder porträtieren, kauften Souvenirs oder genossen den Nachmittag beim Eisessen.

Am Palmsonntag folgte unsere zweite Romfahrt. Morgens besichtigten wir die Katakomben St. Calixtus. Nach einer Führung mit Pater Mirco machten wir uns auf den Weg zum Vatikan. Aufgehalten von einem Marathonlauf kamen wir verspätet im kleinsten Staat der Welt an. Der von Bernini und Michelangelo entworfene Petersdom war unser nächster Programmpunkt. Wir erklommen 560 Stufen zu der Kuppel, um den einzigartigen Ausblick genießen zu können. Schließlich machten wir einen Rundgang durch den 500 Jahre alten Dom. Die größte Kirche der Welt hatte eine besondere Wirkung auf uns. Außerdem konnten wir auch einen Blick auf den einbalsamierten Leichnam von Papst Johannes XXIII. erhaschen, der das II. Vatikanische Konzil 1962 einberufen hatte.

Der sechste Tag begann für die meisten um 3 Uhr morgens. Der Tag der Schreckensnachricht: Nur 80 Kilometer von Rom entfernt brach ein Erdbeben aus. Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Erdbebens lernten wir die Urzelle klösterlichen Lebens kennen, welche maßgeblich für die kulturelle Entwicklung Europas unter anderem durch ihre Bibliothek war: Monte Cassino. Am 15. Februar 1944 wurde dieses Urkloster der Christenheit von den Amerikanern vollkommen zerstört. Auch einen deutschen Soldatenfriedhof mit 20 057 Toten besuchten wir und ließen den Tag mit einem Besuch in dem romantischen Städtchen Sperlonga ausklingen. Die Gassen mit ihren Boutiquen stellten ein einziges und fantastisches Labyrinth dar.

Am nächsten Tag lernten wir die traurige Geschichte Pompejis kennen. Die Stadt wurde 79 nach Christus von dem Vulkanausbruch des Vesuvs komplett verschüttet. Durch die erkaltete Asche-Lavaschicht wurde die Stadt komplett konserviert und konnte 2000 Jahre später zum Teil ausgegraben werden. Über antike Zebrastreifen und Wagenspuren hinweg, über Gräberstraßen, Wasserleitungen und Freudenhäuser gelangten wir zum Amphitheater. Am 8. Tag fand für viele der Höhepunkt der Fahrt statt: die Papstaudienz. Zusammen mit 80 000 Menschen verschiedenster Nationen erlebten wir Einmaliges. Euphorisch feierten wir die Ankunft des Papstes und lauschten seinen Worten. Bei der namentlichen Erwähnung unserer Gruppe konnte uns niemand mehr auf den Stühlen halten. Als gelungenen Abschluss der Audienz sangen wir das „Pater Noster”. Beim anschließenden Gruppenfoto zogen wir Blicke auf uns, als wir das Lied „Sauerland” sangen und mehr oder weniger uns selbst feierten. Angesteckt von unserer Begeisterung feierte eine Gruppe spanischer Studenten mit uns. Unser nächstes Ziel war das Pantheon. Eine weitere Sehenswürdigkeit Roms war der Trevi-Brunnen. Dort, so sagt man, solle man mit der rechten Hand eine Münze über die linke Schulter werfen, um noch einmal im Leben nach Rom zurückzukehren. Das dabei gesammelte Geld kommt Waisenkindern zu Gute. Auf der spanischen Treppe hörten wir den Klängen der Altflöte von Svenja Fehring zu. Vorbei an den exklusivsten Geschäften gelangten wir auf die Via del Corso, eine der beliebtesten Einkaufsstraßen Roms.

Ein Ereignis war das in unserer Unterkunft in San Felice stattfindende „grande festa”. mit Alleinunterhalter Fabrizio. Die Gastfreundschaft der Italiener kam an diesem Abend besonders zur Geltung. Unsere Gastgeber boten uns ein schmackhaftes Buffet.

Am neunten und letzten Tag machten wir einen Ausflug zu einem typisch italienischen Markt in Terracina. Ausklingen ließen wir den Tag bei fantastischem Wetter ein letztes Mal am italienischen Strand. Schweren Herzens, aber mit herzlicher Verabschiedung unserer Gastgeber, fuhren wir am nächsten Morgen Richtung Heimat. Wir machten einen Zwischenstopp in Siena, der heimlichen und wunderschönen Hauptstadt der Toskana. Den berühmten „Parma-Schinken” konnten wir in Parma erwerben und uns ein letztes Mal von der italienischen Mentalität begeistern lassen.

Afitap Bozkurt, Marvin Renfordt, Maike Krüger und Katharina Scholl

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