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„Say more often, you love each other”

19.10.2009 | 16:01 Uhr

Iserlohn. Dante Thomas, unter anderem bekannt durch seinen Erfolgstitel „Miss California”, hat ZEUS beim Zeitungs- und Theaterfest besucht. David Lucas hatte die Gelegenheit, den US-Sänger zu interviewen.

Dante Thomas fühlte sich pudelwohl inmitten des ZEUS-Teams, vertreten durch Verena Rasche, David Lucas, Mirco van der Vegt, Lisa Birko, Sarah Kucharzewski und Anna Stieglitz. Foto: Michael May/IKZ

„She’s Miss California hottest thing in West L. A....”.Diese Melodie mit Ohrwurm-Charakter hat wohl jeder schon mal im Kopf gehabt, und insofern kennt jeder auch die Stimme von Dante Thomas. Im Interview, das wir anlässlich seiner Autogrammstunde während des Zeitungsund Theaterfestes am letzten Sonntag geführt haben, ist er vor allen Dingen durch seine Liebe zum Detail aufgefallen. So hat er berichtet, dass er sich hier in Deutschland in Bezug auf zahlreiche Dinge hat umgewöhnen müssen; das Wasser, was es in Amerika umsonst dazu gibt, muss hier extra geordert werden - genau wie Eiswürfel, die in Amerika immer dazu gehören. Hier trinkt er übrigens Leitungswasser. Besonders begeistert ist er auch vom Iserlohner Pilsener, das in ihm die Liebe zum Bier geweckt hat. Essen und Trinken waren generell ein Thema, das ihn sehr fasziniert hat. Ganz besonders begeistert war er vom Frühstück und den zahlreichen Arten deutschen Brots. Auch die Existenz von H-Milch schien für ihn von besonderer Bedeutung.

Dante Thomas war aber auch schnell klar, warum der Deutsche im Gegensatz zum Amerikaner nicht mit dem Vorurteil „fett” belastet ist. Während man hier morgens speise wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettelprinz, esse man in Amerika morgens, mittags und abends wie ein Kaiser. Erklärbar war das für ihn über die Nahrungsmittelpreise.

Enttäuscht war er vom deutschen Kino. Seiner Meinung nach ist Deutschland ein „black hole for movies” - im Gegensatz zu Amerika ist das Leben hier sehr real und nicht am Film orientiert. Auffällig war für ihn die Gestaltung von Europa. Nicht nur, dass es keine richtigen Tempolimits auf den Autobahnen gibt, auch die starke Trennung der einzelnen Staaten voneinander auf kultureller, politischer und vor allen Dingen auf sprachlicher Ebene, hat ihn fasziniert. Dante Thomas hat aber auch für sich mit zahlreichen weiteren Vorurteilen aufräumen können - in Amerika, so sagt er, glaube ein Großteil, dass es in Europa und speziell in Deutschland immer noch so aussehe wie nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Gleichzeitig kritisierte er die Kriegspolitik der USA.

Ich war überrascht, dass mir mit Dante Thomas ein kritischer, aufgeklärter und sehr offener Amerikaner und sehr bodenständiger Künstler gegenüber saß. Barack Obama beispielsweise ist für ihn der Auslöser eines Mentalitätswechsels. Er persönlich strebe immer, darauf hat er viel Wert gelegt, nach individueller Verbesserung und Fortschritt.

Als Abschiedsgeschenk ließ er eine Hand signierte und mit Widmung versehene CD mit seiner neuen Single „Isn’t it true” da und verabschiedete sich von uns mit einer Bitte: Werdet emotionaler, zeigt eure Emotionen und sagt immer wieder „that you love each other”.

David Lucas

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