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Evangelische Jugendhilfe

Wenn es zu Haus nicht mehr läuft

18.11.2009 | 17:11 Uhr

Iserlohn. Was passiert mit Jugendlichen, die Stress zu Haus haben? Die so genannte Inobhutnahme der Evangelischen Jugendhilfe bietet ihnen Unterschlupf.

Die Inobhutnahme ist eine Einrichtung, die Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren ein Dach über dem Kopf bietet. Es ist ein ganz normaler Schutzraum für Kinder und Jugendliche, die in Notsituationen geraten sind und vorübergehend Unterschlupf in einem schützenden Raum suchen.

Zusammen mit dem Jugendamt suchen die Mitarbeiter der Evangelischen Jugendhilfe eine geeignete Perspektive für den Teenager. Das Jugendamt übernimmt die Kosten der Unterbringung. Gründe, dorthin zu kommen sind Missbrauchsfälle, Vernachlässigung, Misshandlung, Krankheit, Todesfälle, Trebergänger, Rückkehrverbot nach Hause. Es gibt dort sieben reguläre und drei Not-Plätze. Die Zimmeraufteilung ist nach Jungen und Mädchen getrennt. Es gibt sechs Einzelzimmer und ein Doppelzimmer. Während des Aufenthaltes gibt es eine ganz normale Grundversorgung: Auf dem Programm stehen täglich drei Mahlzeiten, die von Mitarbeitern und Jugendlichen selbst zubereitet werden. Selbstverständlich wird dafür gesorgt, dass für jeden Hygienemittel vorhanden sind. Wäsche waschen ist auch möglich.

Inzwischen gibt es für die Jugendlichen sehr viele Freizeitangebote, damit sie sich nicht langweilen. Der Aufenthalt kann bis zu drei Monate dauern. Nach einer bestimmten Zeit wird vom Jugendamt geregelt, wo der Jugendliche weiter bleiben soll: ob er nach Hause kommt, für ihn eine Pflegefamilie gesucht wird oder ein Wohngruppen-Platz zur Verfügung steht.

Veronika Molleker

Lisa Hackenberg

Klasse 8.3

Gesamtschule Iserlohn

ZEUS-Reporter

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