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Filmkritik: „Das A-Team“

„Ich liebe es, wenn

26.08.2010 | 16:10 Uhr
„Ich liebe es, wenn
Viele Abenteuer muss „Das A-Team“ überstehen.

Iserlohn.Seit dem 12. August ist das Actionspektakel in den deutschen Kinos zu sehen. Der Regisseur Joe Carnahan setzt auf spannende Szenen und ausdrucksstarke Schauspieler.

Der Film startet mit John „Hannibal“ Smith (Liam Neeson), der von mexikanischen Offizieren gefangen genommen wird. Es ist ihm möglich, nach kurzer Zeit zu fliehen, um den weiteren Gefangenen, Templeton „Faceman“ Peck alias Bradley Cooper, ebenfalls zu befreien. Auf dem Weg zu ihm trifft Hannibal auf „B.A.“ Baracus (Quinton Jackson), der ihn bei der Befreiung von Face unterstützt. Die Drei fliehen und halten an einem Krankenhaus an. Dort können sie den geisteskranken Ex-Piloten H. M. „Howling Mad“ Murdock, gespielt von Sharlto Copley, überreden, sie von Mexiko in die USA zu fliegen. In einer spektakulären Verfolgungsjagd in der Luft schaffen sie es, sich über das Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika zu bringen, um die mexikanischen Offiziere und ihren General in waghalsigen Flugmanövern zu bekämpfen. Dabei entwickelt B.A. schließlich auch die bei Fans bekannte Flugangst.

An dieser Stelle inszeniert der Regisseur einen enormen Zeitsprung, so dass der Zuschauer nach acht Jahren und 80 erfolgreichen Einsätzen das „A-Team“ als Eliteeinheit kennen lernt, die im Irak stationiert ist. Während einer riskanten Mission, in der die Vier mehrere Dollar-Druckplatten beschaffen sollen, geschehen zahlreiche unvorhergesehene Dinge. Die „A-Team“-Mitglieder werden aufgrund ihres Scheiterns unehrenhaft entlassen und zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Es folgen spannende Gefängnisfluchten, um den gescheiterten Einsatz korrekt zu beenden und die eigenen Akten reinzuwaschen. Eine actiongeladene Mission nimmt ihren Lauf.

Insgesamt häufen sich die Actionszenen, so dass Schießereien, Verfolgungen und Explosionen wild aneinander gereiht werden. Dabei ist es wegen des Filmgenres zwar nicht verwunderlich, dass sich so gut wie nie jemand verletzt oder gar getötet wird, doch wirkt das Ganze für den Zuschauer trotzdem störend, wenn die Hitze des Feuers keinem etwas anhaben kann. Zudem ist es mit Sicherheit gerade für deutsche Fans irritierend, ein Luftbild von Köln mit Dom und Bahnhof zu sehen, obwohl damit Frankfurt am Main illustriert werden soll. Die falschen Nummernschilder mit „FF“, die eigentlich für Frankfurt an der Oder gelten, stellen dabei nur einen kleinen Störfaktor dar. Der Actionfan weiß, dass er nicht auf die Logik von Handlungssträngen pochen sollte.

Dennoch ist es skurril, die Helden in einem Panzer aus einem Jet stürzen zu sehen. Das Militärfahrzeug gleitet an einem einzigen Fallschirm durch die Luft und kann mit Hilfe von gezielten Schüssen in einen See gelenkt werden. Der Panzer landet gekonnt in dem Gewässer, so dass das „A-Team“ ihn direkt heraus fahren kann und gar nicht erst auszusteigen braucht. Ein Highlight bildet sicherlich auch das Finale. Das wird leider stellenweise unfreiwillig komisch. So ist es doch schon sehr merkwürdig, dass Face mit schweren Frachtcontainern verfährt wie Hütchenspieler mit ihren Bechern.

Trotzdem überzeugen gerade diese Szenen den Zuschauer. Klar, die Logik des Films lässt oft zu wünschen übrig, aber die witzigen Dialoge zwischen den Charakteren sorgen für eine gute Unterhaltung. Besonders positiv kommen Face und Hannibal rüber, wobei Bradley Cooper vor allem bei den weiblichen Kinobesuchern gut ankommt, wenn er Hannibals Satz sagt: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert.“ Da fühlt sich jeder in die Serie versetzt, doch sollte der vergleichende Zuschauer gewarnt sein. Der Fernsehklassiker kann nicht so einfach mit der Verfilmung rund 20 Jahre später in Verbindung gesetzt werden. Dazu sind zu viele Unterschiede vorhanden, die den Fan der Serie schon sehr stören könnten.

Wird die TV-Reihe ausgeblendet, gibt der Streifen viel her. Sofern nicht alle Szenen hinterfragt werden, garantiert das „A-Team“, freigegeben ab zwölf Jahren, Spaß für Groß und Klein.

Manuela Radigk

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Kommentare
30.08.2010
00:22
„Ich liebe es, wenn
von Jörg Wiesehöfer | #1

Dieser Film hat mit dem Original kaum noch etwas zu tun. Es ist eine Enttäuschung und die Erwartungen, die durch die Trailer scheinbar versprochen werden, sind schlussendlich nicht erfüllt.

Leider hat auch im Kino Arnsberg noch keiner begriffen, dass nach dem Abspann noch einige Szenen kommen... Die Mitarbeiter schalteten während des Abspanns noch den Film aus! (s. Link)

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