Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Floriansdorf steht Kopf

„Come together“-Festival: Alle sollen sich wohl fühlen

11.08.2010 | 17:16 Uhr
„Come together“-Festival: Alle sollen sich wohl fühlen

Iserlohn. ZEUS: Warum gibt es wieder ein „Come together“-Festival?

Andreas Heine: Weil es immer so schön war. Der Hauptgrund ist, dass wir als lokaler Radiosender die Lücke der Veranstaltungen für Jugendliche schließen wollen. Im Umkreis wird für die Altersgruppe der Zehn- bis 18-Jährigen wenig geboten, darum wollen wir ein Zeichen setzen. Es macht immer Spaß und ist erfolgreich.

Zeus:Wie viele Leute dürfen ins Floriansdorf? Wie viele erwarten Sie?

Heine: Auf den Platz können ungefähr 3000 bis 3500 Leute. Anfangs haben wir noch nicht so viele Besucher hineingelassen, aber als wir merkten, dass es noch immer genügend Platz gibt, haben wir beschlossen, die erlaubte Besucherzahl zu erhöhen. Wir erwarten auch jetzt wieder an die 3000 Leute.

Zeus: Haben Sie die Sicherheitsvorkehrungen nach den Geschehnissen auf der Loveparade geändert?

Heine: Eigentlich mussten wir für die Sicherheit nicht viel ändern. Es gab immer genug Platz, um in Ruhe etwas essen und trinken zu können. Das Wichtigste ist, dass sich die Besucher wohlfühlen. Eine Begehung des Geländes mit dem Sicherheitsdienst Ehlen hat ergeben, dass alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind.

ZEUS: Nach welchen Kriterien wurden die Künstler ausgewählt?

Nicole Flüshöh: Die Bands wurden für unsere Hauptzielgruppe ausgewählt, so dass für jeden etwas dabei ist. „Saphir“ zum Beispiel sprechen die jüngere Zielgruppe an. Die Älteren können die Band so auch kennen lernen. Meist ist noch eine lokale Band - dieses Jahr „Stilfrei“ - dabei, um bei den Menschen das Heimatgefühl zu wecken. Außerdem soll das Festival abwechslungsreich bleiben, um anderen Künstlern eine Chance zu geben, aufzutreten. Daher sind „Luxuslärm“ diesmal nicht mit dabei, obwohl wir sehr gerne mit ihnen zusammenarbeiten.

Heine: Ich finde es außerdem gut, dass wir hauptsächlich Künstler engagieren, deren Lieder deutsche Texte haben.

Zeus: Welcher Künstler ist bisher Favorit der Gäste?

Flüshöh: Das ist schwer zu sagen, weil wir viele tolle Künstler haben. Auf unserer Homepage haben wir für die Fans eine Umfrage eingerichtet, bei der jeder abstimmen kann. Wer vorne liegt, kann sich immer ändern.

Zeus: Wer moderiert?

Flüshöh: Neben mir moderiert Julian Mengler das Festival. Er kommt vom Jugendsender „yourzz.fm“, so dass wir damit auch wieder unsere Zielgruppe ansprechen.

Zeus: Wird es wieder ein Feuerwerk geben?

Heine: Ja klar, das gehört auf jeden Fall dazu. Beim Festival sollen sich alle wohlfühlen und Spaß haben. Es ist wieder so geregelt, dass es auf dem Festivalgelände kein Alkohol gibt und somit auch Jüngere das Fest genießen können. Die Eltern können derweil im Elternhort beispielsweise einen Kaffee trinken. Das Fest endet um 22 Uhr, damit auch Jüngere dableiben und den krönenden Abschluss erleben können.

Flüshöh: Außerdem kommen alle sicher nach Hause, da wir mit der MVG kooperieren und wieder einen Shuttle-Service anbieten, bei dem die Konzertkarte als Fahrticket dient. Für die Rückfahrt muss man sich allerdings anmelden.

ZEUS: Wie lange dauerte die Organisation des Festivals?

Heine: Los geht es eigentlich mit dem Ende des vorherigen Festivals. Die heiße Phase beginnt ein halbes Jahr vorher.

ZEUS: Warum haben Sie als Veranstaltungsort wieder das Floriansdorf ausgewählt und nicht beispielsweise die Landesgartenschau?

Heine: Das Grohe-Forum auf der Landesgartenschau ist ganz klasse und ein super Veranstaltungsort für solche Festivals. Allerdings ist das „Come together“-Festival mit dem Floriansdorf entstanden und passt dahin. Es bietet ja auch interessante Programmangebote für Jugendliche, so dass sie sich dort heimisch fühlen.

ZEUS: Haben Sie Bedenken, dass es dieses Jahr Probleme mit dem Wetter geben könnte, wo das Festival doch so spät im Sommer steigt?

Heine: Dass das Festival dieses Jahr so spät stattfindet, liegt daran, dass die Sommerferien so spät begonnen haben. Aber wir denken, dass am Veranstaltungstag sehr viele wieder aus dem Urlaub zurück sind. Wir haben erlebt, dass sich die Leute nicht von Regen stören lassen und trotzdem weiter feiern.

Flüshöh: Wir hoffen, dass die Stimmung ausgelassen sein wird, weil wir die Ferien noch feiern wollen, ehe die Schule wieder anfängt.

ZEUS: Was passiert mit den Einnahmen?

Heine: Mit den Einnahmen sollen die Ausgaben, wie zum Beispiel die Gagen für die Bands oder die Bezahlung des Security Services, gedeckt werden. Wenn sich das Festival durch die Einnahmen refinanzieren lässt, sind wir zufrieden.

ZEUS: Was ist sonst noch wichtig zu wissen?

Heine: Aus der Vergangenheit wissen wir, dass am Veranstaltungstag immer noch viele Besucher auf Karten an der Tageskasse gehofft haben. Die wenigen Restkarten waren aber in der Regel so schnell ausverkauft, dass manche Besucher keine mehr bekamen. Deshalb ist es wichtig, sich im Vorfeld rechtzeitig um ein Ticket für das Radio MK „Come together“-Festival zu besorgen. Der Vorverkauf läuft ja auch bereits. Wo es Karten gibt, ist auf www.radio-mk.de nachzulesen.

Hanna Kowalsk iund Nina-Maria Blume

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3527502/create

Aktuelle Fotos und Videos
Auftakt des ZEUS-Projektes 2011
Bildgalerie
Fotostrecke
Zeus-Forum im Berufskolleg Hansaallee
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Strahlemann Dick Brave „therapierte“ Hemer
50er Jahre-Wochenende im...
Als Highlight des 50er-Jahre-Wochenendes im Sauerlandpark Hemer traten am vergangenen Samstag Dick Brave & the Backbeats auf.
Foto
Tolles Gemeinschaftsgefühl und viel Spaß
Italien-Fahrt des...
Sommer, Sonne, Strand und Meer - so etwas findet man leider nicht hier in Iserlohn. Dafür war es uns, einer Gruppe von 40 Schülern und vier Lehrern des Gymnasiums An der Stenner, auch eine rund 24 Stunden lange Busfahrt wert, um nach Italien zu fahren, wo zu dieser Jahreszeit um die 18 Grad Celsius...