Auge in Auge mit wilden Tieren
19.08.2010 | 17:32 Uhr 2010-08-19T17:32:00+0200
Iserlohn.Im Gedächtnis geblieben ist mir ein Bild mit meinem Bruder, Goofy und mir. Und an die Tiere, ganz besonders die weißen Tiger, Löwen und Elefanten, konnte ich mich noch gut erinnern.
Und an eine Rutsche, die man sehr schnell runter rutschen konnte. Jetzt stellte sich die Frage, was davon nach neun Jahren übrig geblieben ist.
Für alle, die den Zoo Safari- und Hollywoodpark nicht kennen: Es handelt sich um eine Art Freizeitpark. Der Unterschied dazu ist allerdings, dass man zunächst durch ein Gebiet fährt, in dem man wilde Tiere leben sehen kann. Unter anderem Löwen, Tiger, Elefanten und Antilopen. Sie laufen frei herum, und wenn man Glück hat, legt sich ein Löwe schon einmal vor das fahrende Auto.
Und wir hatten bei unserer Ankunft Glück: Die Löwen lagen vor unserem Auto und schliefen. Man konnte sie also sehr gut fotografieren. Aber auch die Kamele waren sehr gut zu sehen. Denn sie liefen neben unserem Auto her und zeigten überhaupt keine Angst. Als wir diesen Teil hinter uns gebracht hatten und zum Parkplatz gefahren sind, gingen wir auf das Gelände, auf dem auch wir uns endlich frei bewegen durften. Denn während man die Tiere in einem ihrem natürlichen Lebensraum angepassten Revier beobachten kann, muss man natürlich im Auto sitzen bleiben.
Wenn man die freie Wildbahn hinter sich gelassen hat, dann beginnt der Freizeitpark mit momentan mehr als zwanzig unterschiedlichen Attraktionen. Zu finden sind nicht nur Fahrgeschäfte für Jugendliche, sondern besonders auch für kleine Kinder.
Am meisten hat mir persönlich die Wasserrutsche gefallen, die mein Bruder und ich gleich zweimal genutzt haben. Ich habe beide Male unendliches Herzrasen gehabt, weil man denkt, man fällt gleich aus diesem Boot. Richtig erläutern kann man dieses Gefühl nicht, am besten probiert man es einmal selber aus. Und dann ging es weiter: Wir konnten noch einige Tiere sehen, die dann aber schon eher wieder so gehalten wurden wie im Zoo. Süß war auf jeden Fall das weiße Löwenbaby. Das wurde von seinen Eltern verstoßen und lebt jetzt in einem abgegrenzten Gehege.
Trotz dieser tollen Ereignisse wurde ich aber auch ein wenig enttäuscht. Grund dafür war die Rutsche, die ich noch in Erinnerung hatte. Sie war nach den neun Jahren schon sehr abgenutzt und deshalb nicht mehr wirklich schnell. Nach einem Mal Rutschen war der Spaß dann vorbei.
Den Schminkstand haben wir dieses Jahr auch nicht besucht. Dafür reichen uns die Fotos von vor neun Jahren. Der Tag im Freizeitpark war wirklich toll und ich würde jederzeit noch mal hinfahren.
15:50
Die Zucht in Gefangenschaft sorgt für einen Überschuss an Tieren. Babys sind nämlich Kassenmagneten und ziehen massenweise Besucher an, die zusätzlich zum Eintrittsgeld auch noch Geld in den Geschenkeshops und Snackbars der Zoos ausgeben.
Zoos und Tierparks können vielleicht größere und feudalere Anlagen bauen, aber es sind und bleiben doch Gefängnisse. Viele Verbesserungen sind eher kosmetischer Art und dienen eher den Besuchern als den Tieren. Die meisten Tiere in Gefangenschaft leiden unter Frustration und Langeweile. Anstatt Millionen darauf zu verschwenden, Unmengen an Tieren einzusperren, sollten wir uns für die Erhaltung und Wiedereinrichtung dessen einsetzen, was wir Menschen den Tieren genommen haben: ihren ursprünglichen Lebensraum.