Wünsche viel Freud und wenig Leid
24.12.2011 | 10:36 Uhr 2011-12-24T10:36:00+0100Hola, amigos, ich will es heute aus gegebenem Anlass mal so formulieren: „Es ist für mich eine Zeit angekommen, die bringt mir große Freud.“ Wobei „Freud“ in diesem Fall unter anderem für große Leckerchen-Kekse steht, die zwar aussehen wie kleine Ruhrkohle-Briketts oder verschröggelte Frikadellen, die aber schmecken wie pures Gold mit Wintertrüffel. Frauchen hat gesagt, das wären zur Feier des Tages die unglaublichen Vollkorn-Bio-Kekse für den „kleinen Schatz“. Also für mich.
Herrchen hat die Goldstücke übrigens auch sofort wiedererkannt und gesagt, wenn ich dieses Jahr auch wieder abends so einen Krümel-Johnny mit ins Bett nehmen würde, würde Weihnachten für mich im Garten oder im Keller stattfinden. Nun weiß ich natürlich ganz genau, dass er das im Grunde seines Herzens gar nicht so meint. Und auch gar nicht so meinen darf, weil Frauchen das auch nämlich niemals so meinen würde.
Ist aber auch im Moment völlig egal, weil ich jetzt schließlich erst einmal die ganze Tüte galettas de sorpresa, also meine Knaller-Kekse, gleichmäßig im Haus verteilen muss, also so eine Art Heiligabend-Keks-Büfett mit „all-you-can-eat“-Charakter. Oder besser bekannt als „friss-bisse-platzt“-Fiesta eben.
Dabei hätte mir die Geschichte aus der letzten Woche zunächst einmal beinah gehörig den Appetit versaut. Ihr wisst schon: die alte Hundedame, die nach ihrer erlebten Horrorreise durch die menschliche Seele, schließlich über das Iserlohner Tierheim dann doch noch endlich warmes, herzliches Licht auf ihrem sich dem Ende zuneigenden Lebensweg erfahren darf.
Amigos, bei diesen und ähnlichen Geschichten bleibt mir regelmäßig die Spucke weg. Vor allem jetzt so kurz vor Weihnachten. Herrchen sagt, dass das wahrscheinlich doch einen verschärften Grund gehabt hätte, dass an der unheimlichen nacimiento, also an der Krippe, damals nicht nur Menschen gestanden hätten, sondern eben auch ein Ochse, ein Esel und Schafe. Und mir kann nämlich auch keiner erzählen, dass da nicht auch mindestens einer von uns rumgelaufen ist. Und wie ich die Katzen kenne - von denen auch noch ein paar. So, und die haben also alle zusammen da gestanden - und die Geburt bestaunt. Also war das doch dann schließlich auch das Kind für „alle Mann“, der Rundum-Erlöser eben.
Frauchen sagt, ich solle allerdings vorsichtshalber das auch noch einmal erklären für alle die, die mit „damals“ nichts an der Mütze hätten. Vale! Es wäre also sehr schön, wenn im nächsten Jahr bzw. ab sofort allen Tieren, also natürlich auch mir, mit noch mehr Respekt begegnet würde. Das heißt: Nicht hauen, nicht aussetzen, nicht verhungern lassen, nicht Silvester beknallen, nicht verschenken, nicht die Ohren abschneiden, nicht als Gebärmaschine missbrauchen. Comprende?
So, nun wünsche ich aber trotzdem erst einmal allen, die mich kennen und lieben und in meiner grenzenlosen Güte natürlich auch den anderen ein frohes Weihnachtsfest, Knochen statt Böller und ein gesundes neues Jahr.
Feliz navivad y hasta luego!
Euer Toni (Christi)
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