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Toni

Man muss nur ganz cool bleiben . . .

28.07.2010 | 16:50 Uhr
Man muss nur ganz cool bleiben . . .

Hola amigos! Was soll soll man da noch sagen? Das sind ja in diesen Tagen wohl Temperaturen, die auch den härtesten spanischen Edelmann so langsam durch das Bodenrost schmelzen lassen. Obwohl ich festgestellt habe, dass sich so ein Wetter noch am ehesten aushalten lässt, wenn man ihm mit einer gewissen Ausgeglichenheit begegnet. Also ich meine, wenn man sich der Situation einfach stellt. Ihr vielleicht sogar noch eine gute Seite abgewinnen kann.

Zum Beispiel mit der Don-Toni-Methode. Die geht so: Wenn die Sonne so richtig volle Lotte scheint, gehe ich auf unsere Wiese und lege mich hin. Auf die Seite. Und mache ein kleines, muy molliges Schläfchen. Das entspannt sogar und man merkt gar nicht mal so richtig, wie warm es ist. Das geht so lange gut, bis Herrchen kommt und bei mir den Puls fühlen will. Was aber nicht geht, weil man mich angeblich „noch nicht einmal anfassen kann“. Das nun wieder ruft Frauchen auf den Plan, die sagt, Herrchen solle sofort dafür sorgen, dass „der kleine Schatz“, also ich, flottens aus der Sonne komme. Er, also Herrchen, ticke doch wohl nicht richtig, dass er zulassen würde, dass der „kleine Junge“, also wieder ich, so in der glühenden Hitze liegen würde. Worauf Herrchen etwas mürrisch sagt, er habe „den Tünnes“, also mich, ja schließlich nicht da hingeschleppt. Oder sonstwie mit Gewalt in den Garten gezwungen.

Während dieser Hitze-Sketch zwischen den beiden abläuft, tue ich natürlich so, als würde ich schlafen. Und weil ich mir irgendwie das Lachen verkneifen muss, atme ich sogar etwas schneller. Was Frauchen natürlich sieht und deshalb sofort Herrchen mitteilt, dass er jetzt mal sehen könne, dass „der Kleine“, also ich, kaum noch Luft bekäme und dass das ja wohl nicht auszuhalten wäre, dass „der feine Herr“, also Herrchen, in der Regel unter einem Sonnenschirm sitzen würde, während „Mamis Junge“, also ich, in der „prallen Sonne“ liegen müsste. Jetzt atmet auch Herrchen meistens etwas schneller. Ob er sich auch das Lachen verkneifen muss, weiß ich allerdings nicht so genau. Meistens warte ich dann bis zu der Stelle, an der Frauchen sagt: „Wahrscheinlich kann er schon gar nicht mehr allein aufstehen. So, wie der da liegt, kann der doch schon gar nicht mehr alleine aufstehen.“ Dann, und zwar genau dann, ist nämlich der Moment gekommen, zunächst mit den Hinterbeinen aufzustehen, dann mit den Vorderbeinen aufzustehen, dann sich einmal richtig durchzustrecken, dann herzhaft zu gähnen und dann gemessenen Schrittes ins Haus zu gehen, um diese widerliche Monster-Fliege zu jagen oder sich eine Portion Hüttenkäse reinzupfeifen. Und nach ungefähr fünf Minuten kann man dann wieder raus gehen - und sich natürlich wieder an die gleiche Stelle legen.

Amigos, soll ich ehrlich sein? Natürlich ist mir schweine-warm, wenn ich da so liege. Aber um meinen beiden Mitbewohnern ein wenig fröhliche Abwechslung zu bereiten, nehme ich auch schon mal einige Strapazen auf mich. Ich glaube, das bin ich ihnen einfach schuldig.

Hasta luego.

Euer Toni

(28. Juli 2010)

Toni



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