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Toni

Das ist echte Bellness

22.01.2010 | 14:46 Uhr
Das ist echte Bellness

Hola amigos, Herrchen hat in den letzten Tagen ein paar Mal in unserer Hütte über „Wellness” gesprochen. Und wenn ich es richtig verstanden habe, dann hat das was damit zu tun, wenn man sich so richtig rundherum wohl fühlt.

Herrchen sagt, dass das nicht nur für Zweibeiner gelten würde, sondern auch für uns. Nur dass das dann eben wahrscheinlich „Bell-ness” heißen würde. Er meint damit zum Beispiel, wenn ich mich auf dem Teppich auf den Rücken drehe, mit den Füßen in der Luft ein paar Verrenkungen mache und dabei anfange zu jodeln. Zugegeben, dann befinde ich mich in der Tat in einer Grundstimmung, die sehr geeignet wäre, um Helden zu zeugen.

Aber den eigentlichen Bellness-Kracher habe ich erst in diesem invierno, also in diesem Winter, entdeckt. Räkeln und Jodeln in einer vereisten und verschneiten Treckerspur. Wenn man sich nämlich am Rio Baar in die Büsche schlägt, dann findet man genauso eine Bellness-Anlage. Und nach ein paar eingesprungenen Toni-schrauben und Todesspiralen ist man fit wie una zapatilla deportiva, also wie ein Turnschuh. Was Herrchen allerdings nach ein paar - vielleicht nicht ganz freiwilligen - Bodenkontakten eher bestreitet.

Trotzdem bin ich allerdings froh, dass erst einmal Schluss ist mit Glätte. Weil Glätte natürlich auch immer bedeutet: sal comu´n, also Streusalz. Und Streusalz bedeutet nun einmal „Feuer an den Füßen”. Stellt Euch mal die persönliche Situation von Eurem Lieblings-Don vor. Erstens haben wir in unserer Hütte un suelo radiante, also Fußbodenheizung. Und auch noch Fliesen. Heißt: Der Don läuft jeden Morgen über glühende Kohlen. Das macht den Fuß auf der einen Seite zwar geschmeidig, auf der anderen aber auch empfindlich. So, und dann geht es vor die Tür. Wenn dann das Salz an die zarten Pfoten kommt - amigos, dann schießt Euch aber das Wasser in pupila.

Einer der beiden Auswanderer, von denen ich Euch letztes Mal erzählt hat, hat auf offener Straße so einen Schreikrampf bekommen, dass sein Frauchen fast mit in Ohnmacht gefallen wäre.

Aber als wenn das alles nicht schon traurig genug wäre, musste ich auch noch zwei schlechte Nachrichten verkraften. Erstens hat sich amigo Pepe, also mein Vetter aus Ischias, nach ganz oben verabschiedet. Wobei ich sagen muss: Wenn der auch im Himmel so krabetzig bleibt, kriegen die Götter aber Spässkes. Was übrigens auch für meinen Kumpel campesino Schulte-fincafria, also Bauer Schulte-Kalthof, gilt. Und wegen der Geschichte mit dem Winter-Bellness hoffe ich nur, dass er seinen Trecker nicht mit nach oben genommen hat. Wobei - vorstellen könnte ich es mir schon.

Vale! Wie sagt Herrchens Theaterdirektor immer: „Viel, viel Kraft!”

Hasta luego!

Euer Toni

(22. Januar 2010)

Toni



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