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Toni

Nacktschnecke mit Dauerwelle

20.01.2012 | 16:54 Uhr
Nacktschnecke mit Dauerwelle

Hola amigos, habe ich ich Euch eigentlich schon ein gutes, neues Jahr gewünscht? Ich glaube mal noch nicht, was ich hiermit natürlich gern und von Herzen nachhole. Bleibt alle gesund. Und vor allen Dingen schön locker.

Herrchen sagt immer, dass das Leben eigentlich viel zu kurz sei, um sich auch noch darüber zu ärgern. So, und da ich inzwischen begriffen habe, dass mein Leben vielleicht am Ende noch einen Tacken kürzer ist als das von Herrchen, habe ich mir fest vorgenommen, mich gar nicht mehr zu ärgern. Jedenfalls dann, wenn ich nicht geärgert werde. Was eigentlich als Versuch alle naselang vorkommt, aber meistens an mir abtropft wie lauwarmes Olivenöl. Sieht man mal davon ab, dass man einigen amigos manchmal aber auch klar sagen muss, dass sie auf dem besten Weg sind, mich zu ärgern und sie auf diesem Weg mal zu fragen, ob sie das am Ende auch wirklich wollen. Oder gewollt haben.

Wie dem auch sei, wie war denn eigentlich Euer Silvester? Also bei mir war es mal wieder völlig stressfrei. Herrchen sagt, ich hätte von Glück sagen können, dass ich überhaupt wach geworden wäre. Sonst wäre mir das ganze Spektakel am Ende noch entgangen. Was mir allerdings in der Tat auch egal gewesen wäre, denn ich mache mir - wie bereits mehrfach erwähnt - wirklich nichts aus Blinki-Blinki-Knaller-Böllern. So oder so nicht!

Frauchen erzählt dann übrigens auch immer von einem berühmten Vorgänger von mir, der sogar auf dem Balkon gestanden und sich den explodierenden Himmel über Gerlingsen angesehen haben soll. Also ich weiß nicht! Das halte ich nun vielleicht für etwas übertrieben. Nun soll dieser Kollege allerdings auch gentechnisch ursprünglich - wenn er nicht gerade auf dem Sofa rumlag - ein Jäger, Aszendent Münsterland, gewesen sein - und bei denen ticken die Uhren natürlich ohnehin irgendwie andersrum.

Aber ansonsten hat sich im neuen Jahr noch wirklich Durchgreifendes ereignet. Sieht man mal von dem Mistwetter ab. Gestern war ja eigentlich sogar noch ziemlich scharf. Normalerweise bin ich nämlich meistens dicht. Auch wenn Herrchen das immer mal wieder gern in Frage stellt. Aber in meinem Fall heißt das, dass das Wasser förmlich an mir abperlt. Wie bei einer Ente - oder einem stolzen Schwan. Und auch dazu hat Herrchen natürlich seine Theorie: Weil ich mir nämlich auch so oft den Bürzel lecken würde wie eine Ente... Was natürlich Unfug ist.

Also war gestern auch wirklich alles in Ordnung, zumal Schnee- und Eisregen noch besser perlt als Wasser. Aber am Donnerstag war dann eben der Höhepunkt, die Krönung. Da ist mir das Wasser sogar total unter die Haare gelaufen - und die Frisur war natürlich komplett im Eimer. Amigos, ich sah aus wie eine babosa, also eine Nacktschnecke mit eingelegter Dauerwelle. Echt tragisch. Herrchen sah zwar nicht viel besser aus, aber das war in dem Moment auch nicht wirklich etwas Aufbauendes. Immerhin habe ich („der kleine Schatz, ach herrjeeee!“) - im Gegensatz zu Herrchen („Ich habe gerade gewischt!!!!“) von Frauchen die Füße abgeputzt und den Bauch trockengelegt bekommen. Wenigstens ein Lichtblick an diesem üblen Vormittag. Für die nächste Woche wünsche ich uns allen Sonne und Wärme. Oder wenigstens Schnee und Kälte. Aber nicht noch einmal so eine mierda! Also so ein Mist!

Hasta luego!

Euer Toni

Toni

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