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Toni

Mein Glaube an den Osterhasen

05.04.2012 | 14:32 Uhr
Mein Glaube an den Osterhasen

Hola amigos, alle Welt redet in diesen Tagen ja von Ostern. Ich nicht! Warum auch? Ich mag nämlich eigentlich gar keine Eier. Weder roh, noch gekocht. Und von den süßen in unserer Hütte bekomme ich in der Regel ohnehin nichts ab. Obwohl ich da durchaus schon mal schwach werden könnte. Weil ich nämlich festgestellt habe, dass die so ähnlich schmecken wie meine Droppies, die Herrchen und Frauchen zu ihrer körperlichen Ertüchtigung gern durch die Gegend werfen. Manchmal frage ich mich allerdings schon, warum ich wie ein Irrer hinter meinen Schokodrops herrasen muss, während Herrchen sich die leckeren Sachen ganz lässig auf dem Sofa reinschnurpst. Durch Zufall bin ich jetzt übrigens dahinter gekommen, dass seine weiße Knister-Schoko genau so schmeckt wie meine Wurf-Drops. Vielleicht sogar noch einen Tacken besser. Also setze ich mich jetzt schon mal gern mit auf’s Sofa, wenn angerichtet ist. Ich glaube sogar, dass Herrchen das gar nicht so schlecht findet, weil er dann auch nicht so weit werfen muss. Bin gespannt, wie sich Ostern die Lage entwickelt.

Eine ganz besondere Einstellung habe ich auch zum Thema „conejo de Pascua“, also „Osterhase“. Da fällt mir nämlich immer die Geschichte ein, als ich noch gar nicht so lange bei meiner Familie und Herrchen mit mir am Rio Baar unterwegs war. Wir waren zum ersten Mal auf einer Wiese von meinem Lieblingsbauern und Herrchen hatte sich getraut, für einen Moment meine Leine abzumachen. Das fand ich damals umso mutiger, weil Frauchen ihm das ein paar Minuten vorher noch strengstens verboten hatte. Aber irgendwie wollte er mir wohl zeigen, dass er bei uns in der Hütte auch mal was zu sagen hatte. Auf jeden Fall eiere (wg. Ostern, „Brüller“) ich so über den Acker, als plötzlich neben mir ein Osterhase steht. Also, ob das jetzt wirklich ein Osterhase war, weiß ich bis heute nicht wirklich, aber ein Hase war es auf jeden Fall. Vielleicht auch ein Karnickel. Wer weiß das schon so genau bei den Rammelmännern. Auf jeden Fall hat der Bursche auch nicht schlecht gestaunt, dass er plötzlich Don Antonio de Hasta Luego höchstselbst kennenlernen durfte. Aber noch bevor ich sagen konnte: „Hola! Du Hase!“ war der Bursche auch schon weg.

Vale! Amigos, jetzt mal ehrlich, wann sieht unsereins schon mal einen echten Hasen? Also bin ich natürlich erst mal hinterher geflitzt, um zu gucken, wie der „in Echt“ aussieht. Doch kaum bin ein paar hundert Meter gerannt, da höre ich hinter mir schon einen erschütternden Schrei. Verstanden habe ich lediglich so etwas wie: „Toniiieeeeee, ich zähl’ bis drei, Du Sack!“ Das hat zwar keinen Sinn gemacht, aber ich bin vorsichtshalber mal zurückgerannt, um zu sehen, ob es was Ernstes ist. War es aber nicht. Bei Herrchen war alles in Ordnung. Also bin ich wieder in Richtung „conejo“ gefegt. Der war natürlich inzwischen viel weiter weg. was zur Folge hatte, dass ich Herrchen auch nicht mehr so laut gehört habe. Aber immerhin laut genug, um mir wieder Sorgen zu machen. Also wieder retour!

Amigos, ich sage, nach vier Mal „Hase-Herrchen-Hase“ war ich fertig wie ein Brötchen. Aber Herrchen auch. Und der Hase wahrscheinlich auch. Und natürlich weg!

Heute kann ich über so etwas nur noch lachen. Herrchen sagt, ich wäre ja auch gut dran. Weil ich ja inzwischen ein kleiner Star wäre, würden die Hasen hinter mir hinterherlaufen. Na, wenn er das so sieht. Es wäre ja nicht das Schlechteste. . .

Felizes dias de huevos! (Frohe Eiertage) und ein schönes Knochenende!

Hasta luego!

Euer Toni

Toni



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