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Toni

Manchmal braucht man einfach den richtigen Schlüssel

07.11.2012 | 13:56 Uhr
Manchmal braucht man einfach den richtigen Schlüssel

Hola, amigos! Hin und wieder hört man ja Sachen, die glaubt man einfach nicht. Beispiel gefällig? Da kriege ich mit, wie Frauchen Herrchen erzählt, sie hätte mit Leuten gesprochen, die einen pastor alemán zu Hause hätten. Also das ist jetzt nicht so, wie Ihr das vielleicht meint.

Bei denen wohnt keine deutscher Geistlicher im Zwinger, sondern ein deutscher Schäferhund. Das heißt auf Spanierisch nur eben so drollig. Das wollte ich aber auch gar nicht erzählen. Erzählen wollte ich, dass der pastor „Kaffeekännchen“ heißt. Ist das ein Hunde-Name? „Kaffeekännchen“? Ich finde ehrlich, dass das ein echter Hammer ist. Und dass der garantiert im Zwinger ist, kann ich mir deshalb zusammenreimen, weil Herrchen sagt, es gäbe in vielen Lokalen immer ein Schild: „Draußen nur Kännchen!“ Also ich finde ja, dass der Kollege noch ganz schön Glück gehabt hat. Die hätten ihn ja auch „Spargelschäler“ oder „Käsehobel“ nennen können. Obwohl das ja wieder eher ein Namen für einen Appenzeller oder Berner Sennenhund … Vale, im Grunde kann es mir ja auch egal sein. Als wenn ich keine anderen Sorge hätte. Zum Beispiel in der vorletzten Woche. Ich durfte Frauchen mal wieder zu ihrem morgendlichen Ausflug zum Rio Baar begleiten. Wir sind gelaufen, wir haben gepullert (also ich, Herrchen war ja nicht mit), danach gab’s Droppies und dann sind wir wieder zum Auto gegangen. Zuhause sind wir dann wieder aus der Rollhütte ausgestiegen, sind zur eigentlichen Hütte gegangen und sind danach sofort wieder in die Rollhütte eingestiegen. Plötzlich fing Frauchen auch noch an, durch die Rollhütten zu klettern. Vorwärts, rückwärts, oben durch und unten runter. Dazwischen hat sie sich immer wieder Mut zugesprochen und gesagt: „Ich spinne doch nicht!“

Dann war aber erst einmal Pause. Mit dem Sprechknochen hat Frauchen Herrchen Bescheid gesagt, dass sie und „der kleine Schatz“, also ich, zu Hause nicht reinkämen, weil man dafür bekanntlich einen Hütten-Schlüssel brauche. Und den hätten wir nicht mehr. Ob er nicht mal kommen könnte.

Konnte er und Frauchen hat ihm sofort gesagt, er müsse gar nicht mehr suchen, sie habe bereits alles abgesucht und er solle nicht glauben, dass er da noch was finden würde. Hat er auch nicht. Nicht in der Rollhütte und nicht am Rio Baar, wohin wir dann noch mal gefahren sind. Auf meine Mithilfe bei der Such-Aktion wurde übrigens völlig verzichtet mit dem Hinweis, dass ich ja ohnehin nur auf Milch-Drops spezialisiert sei und somit als Schlüsselsucher eine völlige necio, also Pfeife, wäre. Um es kurz zu machen, die Suche wurde aufgegeben. In der Abenddämmerung ging es dann zwar noch einmal zum Rio Baar, eigentlich ohne konkrete Suchabsichten und vor allem ohne Hoffnung. Dass Herrchen den Schlüssel dann nur etwa vier Meter vom Auto weg mitten auf der Straße gefunden hat, will ich auch nur am Rande erwähnen. Frauchen hat gesagt, wenn sie mit Hund, also mit mir, über die Straße gehe, müsse sie auf den Verkehr achten und könne nicht noch nach unten sehen. Herrchen denkt inzwischen darüber nach, dass wir uns Schlüssel mit Milch-Schoko-Aroma machen lassen. Amigos, da könnten die aber mal sehen, was ein echter Suchhund ist. Hasta luego!

Euer Toni

Toni


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