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Toni

Kalt - sonst ist „fast“ alles in Butter!

03.02.2012 | 15:35 Uhr
Kalt - sonst ist „fast“ alles in Butter!

Hola amigos, ist das ein tiempo’chen? Also ein Wetter’chen? Natürlich sind die Temperaturen in diesen Tagen für einen Don des Südens im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig, aber trotzdem sind sie irgendwie auch mega-knorke. Auf dem gefrorenen Boden lässt sich bestens laufen, selbst der Gruß vom Vorgänger an meiner Lieblings-Puller-Stelle riecht nach Tagen noch richtig frisch.

Und natürlich lobe ich ich mir jetzt meine „furchtbar dichte Unterwolle“, wie Frauchen meinen begnadeten Haarwuchs immer mal wieder gern bezeichnet. Besonders, wenn sie mit Staubtuch, Sauger und Teppichbürste durch die Wohnung rast, um denjenigen Teil meiner „furchtbar dichten Unterwolle“, den ich gerade nicht mehr benötige, zusammenzusammeln. Als wenn gelegentlicher leichter Haarausfall so eine Sensation bzw. so ein Skandal wäre. Wäre ich ein pflegeleichter Nacktmulch hätten wir zwar immer eine besenreine Hütte, aber ich hätte jetzt natürlich auch überall Frostbeulen. Und das kann ja nun wirklich niemand wollen. Also, Fazit: Von mir aus kann es erst mal noch so bleiben.

Kommen wir aber zu einem anderen Thema, das gestern morgen in unserer Hütte bereits beim Frühstück heiß diskutiert wurde. Es ging eigentlich damit los, dass ich mal wieder nicht sofort begeistert genug auf meine Leberwurst-Knifte reagiert habe. Amigos, ich wohne jetzt so ungefähr acht Jahre in unserer Hütte. Und seit acht Jahren gibt es morgens eine Scheibe Toast mit dünn Margarine und embutido de higado del ternero, also Kalbsleberwurst. Und weil meine schlanke Edelmann-Figur nicht gefährdet werden soll, heißt die immer gleiche Marke der Wahl natürlich „Tu puedes!“, also „Du darfst“! So weit, so langweilig. Jetzt haben meine Leute in der letzten Zeit aber wohl selbst gemerkt, dass man ruhig mal etwas Farbe ins Spiel bringen könnte, etwas variedad, also Abwechslung. Also wurde auch schon mal eine andere Wurstsorte angeboten. Und auch schon mal mantequilla, also Butter, statt margarina auf die Schnitte gezaubert. Was natürlich ohnehin für einen geborenen Fleischfresser und -genießer wie mich der tippi-toppi Brotaufstrich der ersten Wahl ist. Und mir somit auch viel besser geschmeckt hat.

So, und nun zurück an den Frühstückstisch von gestern. Unten steht bereits das legendäre „feine Leberwurstbütterchen für den kleinen Toni, eiiiiieeee!“ Oben wird aber munter für den Eigengebrauch weitergeschmiert. Also habe ich erst einmal gewartet, was da oben noch so hergestellt wird. Okay, ich habe ein bisschen rumgejault dabei, aber das mache ich immer, damit man nicht so hört, wenn mir das Wasser im Mund zusammenläuft.

Vale! Irgendwann merkt Frauchen dann auch, dass es Zeit ist zu teilen. Und was bietet sie mir an? Einen Mini-Schnippel Brötchen mit Margarine und Schinken-Aroma! Weil man rohen Schinken als perro, also als Hund, ja angeblich auch nicht essen darf. Amigos, ich bin zwar nicht so hoch wie der Tisch, aber ich bin noch lange kein Almosen-Empfänger. Also bin ich wieder gegangen. Da hat Frauchen aber gestaunt: „Ob der wohl riecht, dass da keine Butter drauf ist?“ Und Herrchen hat gesagt: „Natürlich riecht er das. Es gibt ja schließlich auch Trüffelschweine.“ Ich weiß jetzt nicht so ganz genau, wie er ausgerechnet auf diesen Vergleich kommt, aber ein bisschen Wahrheit ist natürlich schon dran.

Auf jeden Fall werde ich heute Abend schon mal wieder meinen Bestellzettel mit den Samstagseinkäufen auf Herrchens Schreibtisch legen. Ich glaube, ich beginne mal wieder mit einer leichten Fleischwurst-Diät. Dann können wir die Butter ruhig ein paar Tage weglassen.

Hasta luego!

Euer Toni

Toni

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