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Toni

Für alles im Leben gibt es Gründe

29.05.2012 | 11:52 Uhr
Für alles im Leben gibt es Gründe

Hola amigos, sol, sol, sol y un cielo azul! Wenn ich eines liebe, dann Sonne satt und blauen Himmel. Und davon soll es ja in den nächsten Tagen reichlich geben. Vielleicht wird es nicht mehr ganz so warm. Wobei ich auch sagen muss, dass ich diese schwüle Hitze manchmal gar nicht mehr so gut abkann.

Vielleicht liegt es ja daran, dass ich einfach schon zu lange im Sauerland lebe, da gewöhnt man sich von ganz allein an das etwas kühlere und feuchte Klima. Herrchen sagt, dass das vielleicht auch daran liegen könnte, dass ich inzwischen nicht mehr der „Frischeste“ sei. Das ist natürlich frecher Unfug. Wenn hier einer nicht mehr der Frischeste ist, dann will ich ja mal keinen schärfer angucken. Ich jedenfalls bin frisch wie rocio, also Morgentau. vor allem abends.

Außerdem haben wir potenziellen Südländer es ja ohnehin eigentlich von Anfang an gelernt, mit höheren Temperaturen professionell umzugehen. Man muss sich da eben nur zu helfen wissen. Nehmen wir nur das Beispiel unseres neuen Familienmitglieds Ella. Auch die kommt ja ursprünglich aus einer Gegend der Erde, wo man tagsüber besser nicht barfuß rumläuft, weil es einem dann die Hornhaut von den Hacken schröggelt. Aber die Dame von Welt weiß sich in so einem Fall natürlich zu helfen. Wichtig ist nämlich in erster Linie, dass man bei drohendem Sonnenstich einen kühlen Kopf behält. Und einen kühlen Bauch. Und wie bekommt man einen kühlen Bauch? Richtig! Indem man sich da hinlegt, wo es kühl ist. Und wo ist es in der Mittagshitze kühl? Auch richtig! Vierzig Zentimeter unter der Grasnarbe. Und schließlich - wie kommt man/frau da hin? Nochmal richtig! Durch intensives Graben und Buddeln.

Bis auf den kleinen, aber aus Glücksgründen zu vernachlässigenden Schönheitsfehler, dass man so ein Kühlungsloch auch nur einmal verwenden kann und somit bei länger andauernder Sonneneinstrahlung auch jedes Mal wieder nach- und neugraben muss, ist das System eigentlich perfekt. So ist das eben im Leben, Frauen fackeln nicht lange, Frauen machen was.

Apropos „was machen“. Gestern war ich mit Herrchen und Frauchen am Abend wieder am Rio Baar zum Strull-Spaziergang unterwegs. Und da habe ich mitbekommen, dass Herrchen sich beklagt hat, dass ich - als Hund - es eigentlich sensationell gut hätte, weil ich ja pullern könnte, wo ich wollte. Er ja eigentlich als freier Bürger in einem freien Land auch, aber am Ende sich in Anbetracht der vielen Radfahrer, Jogger und sonstiger Rumläufer doch vielleicht ein bisschen zurückhalten müsste. Von Frauchens grundsätzlicher Einstellung zu dem Thema mal abgesehen. Also hat sich Herrchen überlegt, dass man von der Hundesteuer auch vielleicht eine Art DIXI-Klo am Rio Baar für Herrchens und Frauchens aufstellen könnte. Er sagt, man könnte ja vielleicht - damit sich das mehr nach Hundefreund anhört- so einen Aparillo auch TRIXI-Klo nennen. Auf jeden Fall wäre es eine richtige, zukunftsweisende Erleichterung auf den klassischen Premium-Puller-Routen.

Vale! Bis gestern habe ich mir ehrlich gesagt noch keine näheren Gedanken über das Problem gemacht. Allerdings erklärt bei näherem Nachdenken das jetzt endlich, warum es bei unseren abendlichen Gängen meistens schneller zurück als vorwärts geht. Und warum ich manchmal in den Kofferraum verladen wäre, als wären wir plötzlich auf der Flucht. Und ich dachte immer, das wäre morrina, also Heimweh.

Hasta luego! Euer Toni

Toni



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