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Toni

Es geht doch nichts über ein erfrischendes Heu-Bad!

22.09.2012 | 10:36 Uhr
Es geht doch nichts über ein erfrischendes Heu-Bad!
Toni

Hola, amigos! Und? Wie ist das werte Befinden?

Hola, amigos!

Und? Wie ist das werte Befinden? Jetzt kommen ja schon wieder Tage, wo man froh sein kann, dass man ein ordentliches Fell hat, das seinen Träger ordentlich warm und innen trocken hält. Wenn ich mal ehrlich sein darf: ich habe natürlich Verständnis, dass es Kollegen gibt, die sich schon bei diesen Temperaturen verschärft einen abfrieren. Wer eben von der Natur nur so Flusen abbekommen hat oder vielleicht sogar als Nackt-Hund das Licht der Welt erblickt hat, hat da natürlich schlechte Karten.

Trotzdem bekomme ich immer so ein merkwürdiges Kräuseln an der Schwanzspitze, wenn ich den oder die Frierende dann mit Mantel oder sonstigem Jöppchen sehe. Womöglich noch mit Mütze, also vielleicht sogar mit einer Pudelmütze. Die heißt übrigens wirklich so, weil der Bommel obendrauf an die Frisur eines Pudels erinnert. Was ja auch schon komisch genug ist. Aber egal, natürlich soll kein Kollege frieren und solange ich keinen Mantel oder Baby-Doll anziehen muss, kann es mir ja eigentlich auch salchicha, als wurst sein.

Ganz wichtig ist für einen Dicht-Fell-Träger aber natürlich eine ordentliche Fellpflege. Was ich gestern auch getan habe. Auf meinem Lieblingsacker am Rio Bar habe ich ein hervorragendes Wiesen-Heu-Bad genommen. Mit allem vor und zurück. Ihr kennt das natürlich: man rollt sich über die Schnauze leicht schräg in eine Über-Kopflage, rutscht dann mit dem Rücken hin und her und wackelt auch noch wild mit dem traste, also mit dem Allerwertesten. Dazu brummt und schnauft man wie Herrchen beim Genuss weißer Schokolade.

So, und das macht man je nach Lust und Laune (und Herrchens/Frauchens Ausdauer) zwischen zwei und zehn Minuten. Anschließend fühlt man sich wie neugeboren, hat mögliche Mitbewohner aus elegante Art und Weise plattgekloppt und abgeworfen - und vielleicht sogar am Ende den herrlichen Geruch der Wiese nach Freiheit und Abenteuer angenommen. Was ja wohl übrigens in der Fachsprache „sich parfümieren“ heißt.

Womit wir wohl auch beim Problem wären. Immer wenn ich mal besonders elegant und intensiv loslegen will, bekommen meine beiden Begleiter Augenverklärung. Sie sagen, dass das an ihrer schlechten Erfahrung liegen würde. Weil sie – vor mir - mal einen gewissen „Freddy“ hatten, der irgendwo an einem Deich auch so ein Fellpflege- und Erfrischungsbad genommen hat. Und als Duschzusatz hat er sich für den Kadaver einer toten Eider-Ente entschieden. Amigos, da muss anschließend was los gewesen sein in der Hütte. Man hätte „den kleinen Schatz“, wie er bis dahin wohl auch immer noch genannt worden war, nicht mit der pinza, also mit der Kneifzange, anfassen können. So habe das Eider-Enten-Parfüm gestunken. Angeblich sei Herrchen dann mit Freddy und zwei Flaschen in die ganz kleine, fensterlose Dusche der Ferienwohnung gegangen. In einer Flasche sei übrigens Shampoo gewesen und in der anderen Rum. Wenn ich ehrlich bin, macht es mich schon etwas traurig, dass mir die anderen auch so eine Sauerei zutrauen. Aber andererseits sind die Geschmäcker natürlich auch verschieden.

Ich finde tote Ente jetzt eigentlich auch nicht wirklich soooo schlimm, aber es ist eben wie alles im Leben una cuestión des gustos, also Geschmackssache.

Hasta luego!

Euer Toni



Kommentare
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