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Weiter Weg zur für „Heide“-Anwohner

16.05.2012 | 12:02 Uhr
Weiter Weg zur für „Heide“-Anwohner
Das Baustellenschild für das Nahversorgungszentrum Schapker Platz auf dem ehemaligen Tuffi-Gelände.

Iserlohn. Ein riesiges Plakat verkündet: Am Schapker Weg entsteht in Zusammenarbeit zwischen Bauträger und Stadt ein neues Nahversorgungszentrum! Für viele Bewohner der Iserlohner Heide klingt das wie ein schlechter Scherz.

Gleichzeitig soll nämlich der jetzige REWE-Markt an der Friedrich-Kirchhoff-Straße geschlossen werden. Der Weg zum „Nah“-Versorgungszentrum verlängert sich also um fast einen Kilometer. Die seit Jahren zu beobachtende Tendenz, Einkaufsmöglichkeiten nicht da, wo die Menschen wohnen, sondern immer weiter entfernt anzusiedeln, setzt sich fort. Im Fall Iserlohner Heide kommt hinzu, dass die Stadtentwicklungsplanung eigentlich eine Verbesserung der Situation versprochen hat, nun kommt aber eine Verschlechterung.

Dass die neuen Einkaufstempel schöner und geräumiger ausfallen als die alten, ist nicht zu bestreiten, nur: Wie kommt der Kunde hin? Betroffen sind vor allem ältere Menschen ohne Auto. Ihnen rät die Stadt, in Zukunft mit dem Bus ein paar Haltestellen weiter zu fahren, so jedenfalls die Auskunft auf eine Bürgeranfrage im letzten Planungsausschuss. Leider geht diese Antwort am Kern des Problems vorbei.

Abgesehen davon, dass der Bus Geld kostet und auch nicht bis zur eigenen Haustür fährt, geht es ja weniger darum, wie alte Menschen in den Laden kommen, als darum, wie sie mit den eingekauften Waren wieder nach Hause kommen.

Man darf gespannt sein, ob den Verantwortlichen für das neue Zentrum dazu etwas einfällt – ein Bringedienst beispielsweise.

Holm Roch


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