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Für Interessen der Älteren

Hunderte tanzwütige Senioren erobern Zeltstadt

16.09.2010 | 17:28 Uhr
Hunderte tanzwütige Senioren  erobern Zeltstadt
Bei der „Rock am Stock“-Ü-60-Party glühte die Tanzfläche im Partyzelt auf dem Seilerseecampus.Foto: Lucas

Iserlohn. Von wegen „Rock am Stock“! Hunderte tanzwütige Senioren eroberten die Zeltstadt am Seilersee. So etwas hat Iserlohn noch nicht erlebt. Endlich eine Mega-Party 60-plus.

Tanzen bis zum Abwinken, diskutieren und Menschen treffen die man jahrelang nicht gesehen hat. Eine rundum gelungene Veranstaltung die geradezu nach einer Wiederholung schreit. Ein großes Lob an die Verantwortlichen der Stadt. Wer macht den Anfang und bietet den Senioren in regelmäßigen Abständen eine Tanzparty 60-plus an? Er würde bestimmt nicht enttäuscht.

Wann wacht die Gesellschaft endlich auf und nimmt sich der Bedürfnisse der Senioren und Behinderten an? Viele Geschäfte sind nicht alten- und behindertengerecht ausgestattet, haben eine viel zu kleine und unübersichtliche Preisauszeichnung sowie fehlendes Personal für Rat und Hilfe. Eine spezielle Kasse für Senioren und Behinderte wäre eine große Hilfe, damit der Einkauf ohne Hetze getätigt werden kann. Warum gibt es immer noch keinen „Bring-Service“ für Lebensmittel wie in den 50/60er Jahren? Gegen eine Gebühr würde dieser sicher angenommen und wäre für viele Senioren eine Erleichterung.

Geht man durch die Stadt findet man jede Menge Modeläden, aber nur für junge Leute. Wann kommt endlich mal jemand auf die Idee und eröffnet ein Geschäft mit bezahlbarer, schicker Mode für die ältere Generation? Eine kleine, schlanke, zierliche Frau wurde in einem Kaufhaus in die Kinderabteilung verwiesen weil ihre Größe in dem Erwachsenensortiment nicht vorhanden war. Unmöglich, aber wahr. An vielen Überwegen ist die grüne Ampelphase viel zu kurz oder es fehlen die Zebrastreifen. Selbst bei neuen Projekten hat man nicht an die Rollstuhlfahrer gedacht (siehe die neue Treppe am Fritz-Kühn-Platz). Wünschenswert wären auch mehr Sitzplätze in der Stadt und mehr Hinweise auf die öffentlichen Toiletten. Es liegt noch so einiges im Argen. Man spricht immer von der „älter werdenden Gesellschaft“. Wann werden endlich die Interessen der Älteren wahrgenommen?

Erika Reichel



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