Auf der Suche nach neuen Räumen
29.12.2011 | 17:30 Uhr 2011-12-29T17:30:00+0100
Iserlohn.(cofi) „Unsere Transportkisten müssen hygienisch sauber sein. Das soll die neue Kistenspülmaschine gewährleisten“, berichten Annette Hilpke und Joachim Steden vom Leitungsteam der CariTasche der Iserlohner Tafel. „Bis jetzt müssen wir dafür immer bis nach Arnsberg fahren, um auf die dortige Maschine zurückgreifen.“
Im Januar nun erwartet die Iserlohner Tafel die lang ersehnte, eigene Spezialmaschine, um die Transportkisten hier vor Ort reinigen zu können. Nur ein „kleines Problemchen“ dämpft die Vorfreude: Wohin mit der großen Kistenspülmaschine?
Bislang fehle nämlich ein geeigneter Platz für die Maschine, so Anette Hilpke. Idealerweise sollten die Räumlichkeiten 15 bis 20 Quadratmeter groß sein und geflieste Wände wegen der Dampfschwaden beim Öffnen der Maschine haben. Außerdem sollten sie über einen Wasserzu- und ablauf sowie einen 380-Volt-Starkstromanschluss verfügen. Der neue Wirtschaftsraum muss nicht unbedingt in der Nähe des CariTasche-Ladens in der Karlstraße oder der Gennaer Straße befinden. Er sollte aber in einem Iserlohner Stadtteil liegen, durchaus auch in Hennen oder Sümmern, wünscht sich das CariTasche-Leitungsteam. 100 Lebensmittel-Transportkisten sollen dort jede Woche gespült werden. Wer solche Räume zur Verfügung stellen kann, meldet sich bitte bei Annette Hilpke ( Telefon 60760) oder Joachim Steden (Telefon 788368).
Zum CariTasche-Team gehören mittlerweile 180 ehrenamtliche Mitarbeiter. An fünf Tagen in der Woche holen sie Lebensmittelspenden von 40 verschiedenen Lebensmitteldiscountern wie Real, Lidl, Marktkauf und Edeka sowie einige Bäckereien ab. An vier Tagen in der Woche werden sie an die bedürftigen Menschen aus Iserlohn und Letmathe gegen kleines Geld in den beiden Läden an der Karlstraße in Iserlohn und der Gennaer Straße in Letmathe abgegeben.
„Das Ehrenamt wird bei uns gepflegt, wir arbeiten in Harmonie und Fröhlichkeit“, berichtet Annette Hilpke. Mit von der Partie sind Leute aus den verschiedensten Berufen: „Bei uns gibt es kein Standesdünkel. Es ist sehr schön, mit allen Gruppen zusammenzuarbeiten.“
Zum Klientel gehören viele ältere Menschen, etliche Russlanddeutsche, und Alleinerziehende. Insgesamt versorgen die Iserlohner Tafel zwischen 1600 und 1800 Personen mit geringem Einkommen. Joachim Steden erzählt außerdem von einem Pfandboxensystem, dass die CariTasche mittlerweile in einigen Geschäften etabliert hat: Bei Marktkauf in der Calle und am Edeka-Markt am Nußberg befindet sich neben den Getränke-Rücknahme-Automaten eine Box, in die die Kunden ihre Leergutbons geben können. Mit dem Geld werde die Arbeit der Iserlohner Tafel ebenfalls unterstützt.
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