Das aktuelle Wetter NRW 23°C
Studie

Jeder Fünfte leidet an chronischem Juckreiz

01.07.2012 | 05:45 Uhr
Jeder Fünfte leidet an chronischem Juckreiz
Medikamente, mit denen chronischer Juckreiz gelindert werden kann, gibt es bisher nicht.

Essen.  Chronischer Juckreiz ist viel weiter verbreitet als bislang angenommen: Laut einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg leidet jeder Fünfte einmal im Leben unter einem mindestens sechs Wochen anhaltenden Juckreiz. Die Ursachen sind vielfältig, spezifische Medikamente gibt es nicht.

Jeder Fünfte leidet einmal im Leben unter einem mindestens sechs Wochen anhaltenden Juckreiz. Zu diesem Ergebnis kam eine repräsentative Umfrage mit 2540 Teilnehmern im Rhein-Neckar-Kreis, die von der Abteilung für Klinische Sozialmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg durchgeführt wurde.

Die Studie liefert die weltweit ersten Daten zur Häufigkeit des chronischen Juckreizes in der Bevölkerung. Den deutschen Wissenschaftlern zufolge zeigt das Studienergebnis, dass chronischer Juckreiz viel weiter verbreitet ist als bislang angenommen wurde.

Ursache oft ungeklärt

Chronischer Juckreiz, der mindestens sechs Wochen andauert, ist das häufigste Symptom von Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte , kommt aber auch bei Leber- und Nierenerkrankungen oder verschiedenen neurologischen oder psychischen Erkrankungen vor. Weitere Auslöser können Medikamente sein, die gerade bei älteren Menschen eine große Rolle spielen. Bei rund 30 Prozent der Patienten bleibt die Ursache ungeklärt. Bis heute gibt es keine spezifischen Medikamente, die zuverlässig und langfristig eine anhaltende Bekämpfung und Linderung des chronischen Juckreizes verschaffen können.

Anika Lautz


Kommentare
02.07.2012
04:24
Jeder Fünfte leidet an chronischem Juckreiz
von mrlogo | #1

Streß löst diese chronische Juckreiz aus.

Aus dem Ressort
Umsatz mit E-Zigarette und Zubehör ist stark angestiegen
E-Zigarette
Der Umsatz mit E-Zigaretten und Zubehör in Deutschland ist laut Verband des E-Zigarettenhandels (VdeH) innerhalb von vier Jahren von fünf auf 100 Millionen Euro bis Ende 2013 explodiert. 2014 soll er sich auf 200 Millionen Euro verdoppeln. Die Diskussion über die Gesundheitsgefährdung hält an
An Ebola erkrankter Arzt aus Westafrika erliegt Krankheit
Ebola
Ebola breitet sich in Westafrika aus. Auch Ärzte haben sich schon bei Patienten angesteckt. Ein Mediziner, der möglicherweise in Hamburg hätte behandelt werden können, ist nun gestorben.
Ärzte fühlen sich unzureichend auf HIV-Beratung vorbereitet
Umfrage
Eine Umfrage in Deutschland ergab, dass sich Ärzte nicht ausreichend auf eine HIV- oder Aids-Beratung vorbereitet fühlen. Der Großteil gab zu, keine kompetenten Auskünfte über die tödliche Krankheit geben zu können. Eine Änderung ist in Anbetracht steigender Infektionszahlen dringend nötig.
Hautkrebs-Operationen in fünf Jahren deutlich gestiegen
Melanome
Die Zahl der Hautkrebs-Operationen ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, 2012 mussten über 90.000 Patienten stationär behandelt werden. Insgesamt waren Männer etwas häufiger betroffen als Frauen. Zu viel Sonne ist eine der Hauptursachen, die andere ist nicht beeinflussbar.
Eine Frage der Abwägung - Fakten zum Mammografie-Screening
Brustkrebs
Ein Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs ist nicht unumstritten. Um eine Entscheidung über eine Teilnahme an diesem Verfahren zu treffen, sollten Frauen sich genau informieren. Wir geben einen Überblick über die Vor- und Nachteile der Vorsorgeuntersuchung.
Umfrage
Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

Neue Runde in der Affäre Schavan: Norbert Lammert sagt seine Rede an der Uni Düsseldorf ab. Ist das angemessen als Bundestagspräsident?

 
Fotos und Videos