„Laut, hart und stark!“
05.07.2012 | 15:13 Uhr 2012-07-05T15:13:00+0200
Richard Wagner hat den Heavy Metal erfunden – und Manowar kümmern sich um sein künstlerisches Erbe: Im Interview erklärt Bandboss Joey DeMaio die Geheimnisse des „True Metal“. Und er verrät, wen er besuchen würde, wenn es eine Zeitmaschine gäbe...
Sie haben ein Herz aus Stahl und rocken lauter als die Hölle: Manowar aus den USA lassen seit über 30 Jahren kein Heavy-Metal-Klischee aus, wenn es darum geht, die reine Headbanger-Lehre in die Welt zu tragen. Am Montag stellen die Gralshüter des „True Metal“ bei der „Dortmunder Music Week“ ihr neues Opus „Lord Of Steel“ vor. Wir sprachen mit dem Bandboss Joey DeMaio u.a. über sein persönliches Fitness-Programm und Richard Wagner.
Hallo Joey, am Montag (9.7.) spielt ihr in Dortmund. Was für ein Set können die Fans erwarten?
DeMaio: Eines, das die Bühne zum Schmelzen bringen wird. Es wird lauter als die Hölle. (auf Deutsch:) Laut, hart und stark!
Werdet ihr denn viele Songs vom neuen Album spielen?
DeMaio: Weiß ich noch nicht. Mal sehen, welche Songs sich die Fans übers Internet wünschen – die werden wir spielen.
Manowar treten im Rahmen der „Dortmunder Music Week“ auf. Kennst du andere Bands aus dem Festival-Line-up?
DeMaio: Ehrlich gesagt, nein. Aber das ist vollkommen egal, denn wir kümmern uns nur um unsere eigenen Fans und werden für sie das Dach von der Halle blasen.
Das Konzert wurde vom Stadion in die Halle verlegt. Hat das Auswirkungen auf eure Show?
DeMaio: Nein, das hat der Veranstalter des Festivals veranlasst – wegen Bauarbeiten. Für uns ist wichtig, dass die Fans ein Konzert unter besten Bedingungen bekommen.
Manowar spielen „True Metal“. Was ist das eigentlich?
DeMaio: True Metal basiert auf klassischer Musik, wie zum Beispiel der unseres großen Vorbilds Richard Wagner. Er hat den Heavy Metal erfunden – auch wenn manche Menschen das nicht glauben wollen. Er hat das Orchester um zusätzliche Instrumente erweitert, seine Musik war dramatischer, lauter, melodischer und sie ging zu Herzen.
Was unterscheidet Manowar von anderen Metal-Bands?
DeMaio: Wir haben einen höheren Qualitätsanspruch, so wie Wagner. Wir sind Perfektionisten und haben uns völlig der Musik verschrieben – sie ist alles, was für uns zählt.
Gehören Texte über Krieger, Schlachten & Co. zwingend zum True-Metal-Konzept?
DeMaio: Nein, aber das ergibt sich einfach. Schließlich ist jeder Tag eine neue Schlacht. Manchmal erkrankt jemand, den wir lieben, manche von uns haben auf der Arbeit einen Chef, der ein komplettes A...loch ist. Wir alle haben täglich zu kämpfen und Schlachten zu schlagen.
Inspirieren dich Filme wie „300“ oder „Conan der Barbar“?
DeMaio: Wir mögen Filme, aber auch Bücher: die großen Mythen, Sagen und Heldenerzählungen.
Wenn’s eine Zeitmaschine gäbe, in welche Ära würdest du reisen?
DeMaio: Ich würde in verschiedene Zeiten reisen – etwa zu den Wikingern. Oder ich würde mir ein Konzert zu Wagners Lebzeiten im Festspielhaus anschauen. Der Wilde Westen wäre auch spannend, oder die Zeit der Höhlenmenschen...
Manowar sind auch für ihre muskulösen Körper bekannt. Wie hältst du dich fit?
DeMaio: Mit Frauen!
Frauen sind ein Sport für dich?
DeMaio: Ja, wir turnen zusammen...
Streiten Manowar und Motörhead noch um den Titel „lauteste Band der Welt“?
DeMaio: Nein, sie haben schon vor 25 Jahren aufgegeben. (auf Deutsch:) Wir sind die Nummer eins!
Manowar live: Am Montag, 9.7. 2012 (20 Uhr), sind Manowar zu Gast in der Westfalenhalle 3A in Dortmund.
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