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Ganz starke Männer

19.10.2009 | 16:28 Uhr
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Ganz starke Männer

Iserlohn. „Hey, hey Wickie, die Wickinger . . .” Diese Songzeile dürfte wohl jedem bekannt sein. So auch Michael Bully Herbig, der jetzt die beliebte Comic-Serie als Film mit echten Schauspielern und mit kindertauglicher Handlung umgesetzt hat. David und Mirco haben sich den Streifen angesehen.

Der Film ist neben zahlreichen, gecasteten „starken Männern” und einem wirklich gut getroffenen Wickie (Jonas Hämmerle) auch mit allerlei bekannten deutschen Schauspielern besetzt - allen voran Bully Herbig, der als spanischer Korrespondent Ramon Martinez Congaz das Abenteuer journalistisch mitverfolgt. Außerdem treten noch Nora Tschirner als Waschfrau, Jürgen Vogel als dauerstotternder Wikinger und Christoph Maria Herbst als untergebener Diener des Oberschurken Sven (Günter Kaufmann) auf.

Die Handlung ist schnell erklärt: Der schreckliche Sven startet einen Überfall im Morgengrauen auf das Wikingerdorf. Durch eine bis in die Nacht andauernde Feier waren die Wikinger gehandicapt und verloren den Kampf. Die Besatzungs-Truppe des schrecklichen Sven entführte alle Kinder des Dorfes, denn Sven braucht die reine Seele eines Kindes, das noch nie gelogen hat, um auf einer entlegenen Insel den dort versteckten, verzauberten Schatz heben zu können. Wickie hingegen wurde nicht entführt und sticht mit seinem Vater Halvar und der kompletten Mannschaft in See, um die Kinder, besonders das Mädchen Ilvi, zu retten. Ein spannendes Abenteuer beginnt . . . .

Der Film ist ein klassischer Kinder- und Familienfilm, bei dem alle Generationen auf ihre Kosten kommen. Alle, die befürchten, dass Bully Herbig den Film mit zu viel Klamauk inszeniert, können beruhigt sein. Wohl aus Respekt vor dem großen Werk hält er sich in allen Details an die Original-Vorgaben. Die Figuren sind liebevoll ausgesucht und haben einen sehr hohen Wiedererkennungswert. Dennoch: Auch Bully-Herbig-Fans kommen auf ihre Kosten. Er schafft es wieder, durch gekonnt platzierte Gags Klein und Groß gleichermaßen zu begeistern. Stumpfe Hau-Drauf-Komik, tiefsinnige Beziehungswitze und die großartige Entwicklung zwischen Wickie und Ilvi sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung. Mit seinen 87 Minuten ist der Film sehr kurzweilig; der Handlungsstrang ist immer klar und ermöglicht somit auch den allerkleinsten Zuschauern, ihm zu folgen. Das Einzige aus unserer Sicht zu bemängelnde ist das sehr kitschige und glückliche Happy End, was bei einem Familienfilm dieser Kategorie aber wohl nicht ausbleiben kann.

Unsere Empfehlung: ein spannendes Abenteuer für Groß und Klein. Ideal für einen Familienausflug ins Kino.

Mirco van der Vegt und David Lucas

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