Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Ansteckung

Zum Schutz vor Grippe auf Händedruck verzichten

19.02.2013 | 05:45 Uhr
Zum Schutz vor Grippe auf Händedruck verzichten
Wer an Grippe erkrankt ist, sollte Einmaltaschentücher benutzen und diese nach dem Gebrauch sofort entsorgen.Foto: dapd

Bielefeld.  Die Grippewelle rollt durchs Land und überall lauern die ansteckenden Viren. Wer eine Infektion vermeiden will oder bereits erkrankt ist, sollte am besten bei der Begrüßung auf einen Handschlag verzichten. Denn über die Hände werden die Viren übertragen und können sich so auf Hörern und Griffen verteilen.

Der Verzicht auf einen Händedruck zur Begrüßung kann vor der Grippe schützen. Mit dem Händedruck werden Viren übertragen und verteilen sich so auf Türgriffen, Telefonhörern und Haltestangen in öffentlichen Verkehrsmitteln. Darauf macht Inge Wolff vom Arbeitskreis Umgangsformen International (AUI) in Bielefeld aufmerksam. Wer krank ist oder eine Ansteckung vermeiden will, weist am besten darauf hin, dass er aus diesem Grund auf einen Handschlag verzichten möchte.

Beim Niesen oder Husten empfiehlt der AUI, ein Einmaltaschentuch zu benutzen und dieses danach in einen geschlossenen Mülleimer zu werfen. Dadurch wird die Ansteckungsgefahr vermindert. Wer kein Papiertaschentuch zur Hand hat, sollte nicht die Hand vor den Mund nehmen, sondern in die Armbeuge niesen oder husten.

Grippekranken rät der AUI davon ab, Sport zu treiben oder öffentliche Veranstaltungen zu besuchen. Wenn sich ein Termin nicht verschieben lässt, sei es wichtig, frühzeitig Medikamente zu nehmen und bei einem akuten Nies- oder Hustenanfall den Raum zu verlassen. (dpa)


Kommentare
19.02.2013
11:03
Zum Schutz vor Grippe auf Händedruck verzichten
von Juelicher | #1

Das sind einmal vernünftige Ratschläge, um eine Grippeansteckung zu vermeiden. Nicht nur unentwegt Impfpropaganda der Pharmalobby!
Schutzmaskeneinsatz wie in Japan ist hier sicherlich nur schwer durchsetzbar. Sinnvoll wäre vor allem auch ein regelmäßiges Training des Immunsystems, indem man sich möglichst täglich ausreichend bei Wind u. Wetter im Freien bewegt. Auch Saunabesuche, Stresskontrolle, ausgewogene Ernährung haben eine gewisse Funktion.

Aus dem Ressort
Hepatitis C - Heilungschancen liegen bei fast 90 Prozent
Infektionskrankheit
Bis zu einer Million Deutsche sind mit Hepatitis-Viren infiziert. Doch nur wenige wissen davon. Die WHO hat daher den Welt-Hepatitis-Tag eingeführt, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen. Deutschland ist in der Hepatitis-Forschung führend, bei der Patientenversorgung gibt es Nachholbedarf.
Immer mehr herzkranke Patienten werden operiert
Report
Herzkranke Patienten werden heutzutage immer häufiger einer Operation unterzogen als noch vor wenigen Jahren. Dabei werden bestimmte Eingriffe öfters vorgenommen wie zum Beispiel OPs gegen Gefäßverstopfungen, obwohl es weniger Kranke gibt. Das geht aus dem Krankenhausreport der Barmer GEK hervor.
Dänische Forscher erreichen Durchbruch in Aids-Forschung
HI-Viren
Dänische Forscher haben mit Hilfe eines Krebs-Medikaments einen Durchbruch in der Aidsforschung erreicht: Schlummernde HI-Viren konnten aus ihren Zellen gelockt und den Attacken des Immunsystems und von Medikamenten ausgesetzt werden. Die Ergebnisse wurden auf der Welt-Aids-Konferenz vorgestellt.
Schmerz-Patienten dürfen unter Auflagen Cannabis anbauen
Urteil
Schmerz-Patienten dürfen zuhause selbst Cannabis für den Eigengebrauch anbauen — wenn eine entsprechende Genehmigung vorliegt. Das hat das Verwaltungsgericht Köln am Dienstagmorgen entschieden. Fünf schwer kranke Männer hatten geklagt. In zwei Fällen wurde die Klage aber abgewiesen.
Lieber keinen Spinat oder Mangold in grünen Smoothie mischen
Ernährung
Im Trend und dazu noch gesund sind grüne Smoothies aus Gemüse. Aber nicht alle Gemüsesorten eignen sich zur Verwendung in den erfrischenden Drinks. So enthalten frischer Spinat und Mangold beispielsweise schädliche Oxalsäure, bei Borretsch sind es Alkaloide. Welche Zutaten sind unbedenklich?
Umfrage
Ein Gericht hat erlaubt , dass chronisch Kranke zu Hause Cannabis anbauen. Wie stehen Sie zu Cannabis?

Ein Gericht hat erlaubt , dass chronisch Kranke zu Hause Cannabis anbauen. Wie stehen Sie zu Cannabis?

 
Fotos und Videos