Das aktuelle Wetter NRW 9°C
Aids

Zugang zu Medikamenten für HIV-Infizierte stark verbessert

19.07.2012 | 10:44 Uhr
Zugang zu Medikamenten für HIV-Infizierte stark verbessert
Die Zahl der HIV-Infizierten, die Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten haben, ist nach Angaben des UN-Programms gegen Aids innerhalb eines Jahres um rund 20 Prozent gestiegen. Foto: dapd

Washington.  Mehr als die Hälfte aller weltweit HIV-Infizierten hat nach Angaben des Programms der Vereinten Nationen gegen Aids (UNAIDS) inzwischen Zugang zu den lebensnotwendigen Arzneimitteln. Demnach ist es auch für infizierte Menschen in den Entwicklungsländern einfacher geworden, die Medikamente zu bekommen.

Der Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten hat sich für HIV-Infizierte in den Entwicklungs- und Schwellenländern stark verbessert. Mehr als acht Millionen Menschen werden dort inzwischen mit Arzneimitteln versorgt, wie aus dem am Mittwoch vorgestellten Jahresbericht des UN-Programms gegen Aids (UNAIDS) hervorgeht. Binnen eines Jahres sei die Zugangsrate zu Medikamenten um rund 20 Prozent gestiegen.

Mehr als die Hälfte aller weltweit HIV-Infizierten wird dem Bericht zufolge inzwischen mit Arzneimitteln versorgt. Seit dem Jahr 2005 ging demnach zudem die Zahl der HIV-Infizierten, die in der am stärksten betroffenen afrikanischen Subsahara-Region an der Immunschwächekrankheit Aids starben, um mehr als 30 Prozent zurück. Die Vereinten Nationen wollen bis zum Jahr 2015 alle schätzungsweise 15 Millionen Infizierten weltweit mit Medikamenten versorgen.

Die Kosten für die Behandlung eines HIV-Infizierten konnten laut dem Bericht inzwischen von rund 10.000 Dollar (knapp 8200 Euro) im Jahr 2000 auf weniger als 100 Dollar (etwa 82 Euro) im Jahr 2011 gesenkt werden. Zudem wurden im vergangenen Jahr demnach weniger Kinder mit dem HI-Virus infiziert. Ihre Zahl sei seit dem Jahr 2009 um 24 Prozent auf etwa 330.000 zurückgegangen. Insgesamt seien derzeit weltweit rund 3,4 Millionen Kinder unter 15 Jahren HIV-positiv. (afp)



Kommentare
20.07.2012
01:32
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Studie beklagt überteuerte Arzneien ohne Zusatznutzen
Medikamente
Die Techniker Krankenkasse (TK) hat an die Ärzte appelliert, bei ihren Verschreibungen stärker auf den Kosten-Nutzen-Faktor von Arzneimitteln zu achten. Nach einer von der TK unterstützten Studie der Uni Bremen könnten jährlich Milliarden Euro gespart werden. Die Wirkung rechtfertige oft die hohen...
DAK meldet weniger Krankschreibungen im ersten Halbjahr 2014
Bericht
Laut DAK haben sich deutsche Arbeitnehmer in der ersten Hälfte des Jahres seltener krankgemeldet als noch im Vorjahr, waren aber durchschnittlich länger krank. Als Grund für diesen Rückgang sehen die Experten vor allem verminderte Zahlen bei Atemwegserkrankungen wie Husten oder Bronchitis.
Der Saisonstart für die jährliche Grippeimpfung steht an
Influenza
Ab September kann die alljährliche Grippeimpfung aufgefrischt werden. Der Impfstoff braucht etwa 10 bis 14 Tage, damit ein adäquater Schutz vorhanden ist. Für Senioren und Allergiker gibt es sogar spezielle Seren. Zudem gibt es auch ein Serum, welches vor dem Influenza-B-Virus schützt.
Beachvolleyball als ideales Ganzkörper- und Ausdauertraining
Gesundheit
Kurze Sprints, Hechten nach dem Ball und erschwertes Laufen im Sand. Beim Beachvolleyball kann man seinen ganzen Körper ideal trainieren und tut zugleich unbewusst etwas Gutes für seine Ausdauer. Doch die Gefahr sich zu überfordern ist laut Experten mitunter sehr groß.
Was Frauen über eine gesunde Scheidenflora wissen sollten
Gynäkologie
Es brennt, es juckt und der Geschlechtsverkehr ist mitunter schmerzhaft: Eine trockene Scheide kann für betroffene Frauen eine echte Qual sein. Doch solche Beschwerden lassen sich oft von vornherein verhindern. Wir klären Frauen auf und geben Tipps, wie sie die Flora ihrer Scheide erhalten können.
Umfrage
In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?

In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?

 
Fotos und Videos