Das aktuelle Wetter NRW 23°C
IDEFICS

Zu wenig Schlaf und zu viel Fernsehen führt bei Kindern zu Übergewicht

18.11.2011 | 21:11 Uhr
Zu wenig Schlaf und zu viel Fernsehen führt bei Kindern zu Übergewicht
Je mehr Zeit Kinder vor dem Fernseher oder Computer verbringen, desto höher ist ihr Körpergewicht.Foto: imago

Bremen.  Deutsche Kinder sind zwar nicht mehr die dicksten in Europa, dennoch bleibt Übergewicht bei Jugendlichen ein Problem. Ein besonders enger Zusammenhang besteht dabei zwischen erhöhtem TV-Konsum und Fettleibigkeit.

Je mehr Zeit Kinder vor dem Fernseher oder Computer verbringen, desto höher ist ihr Körpergewicht: Dies ergab das Projekt IDEFICS, das sich mit der Erforschung von Übergewicht bei Kindern im Alter zwischen zwei und neun Jahren in Europa beschäftigt. Die Forscher untersuchten die Auswirkung verschiedener Verhaltensweisen auf das Gewicht.

Was Fernsehen und Computernutzung betrifft, fanden sie einen besonders engen Zusammenhang mit Übergewicht. Unklar blieb, ob dies nur an der geringen Bewegung oder auch an der Art der Nahrungsaufnahme liegt: Denn Kinder mit höherem Fernsehkonsum, so ergab die Untersuchung, aßen fett- und vor allem zuckerreichere Speisen . "Das Essen vor dem Bildschirm sollte minimiert werden, mit einem Schwerpunkt auf nahrhaften Snacks wie Obst und Gemüse. Als Durstlöscher sollten Wasser und andere kalorienfreie Getränke erste Wahl sein", empfahl Wolfgang Ahrens von der Universität Bremen, Koordinator der IDEFICS-Studie.

Auch Schlafmangel wirkt sich negativ auf das Körpergewicht aus: Schlafen Kinder weniger als neun Stunden pro Nacht, sind sie doppelt so anfällig für Übergewicht als Kinder mit elf Stunden Schlaf, wie die Wissenschaftler entdeckten. Die Schlafdauer ist dabei unabhängig von der Jahreszeit, der Tageslänge, vom Bildungsstand der Eltern und anderen Lebensstilfaktoren, oder von bereits bestehendem Übergewicht. Bei der von der EU geförderten IDEFICS-Studie wurden Daten von mehr als 16.000 Kindern in Europa erhoben. (dapd)


Kommentare
Aus dem Ressort
Aggressive Patienten - Pfleger lernen Selbstverteidigung
Krankenhäuser
Gewalt im Krankenhaus: Auch in den Hattinger Kliniken kennt man das Problem aggressiver Patienten. Oft kommt es in der Notfallambulanz zu brenzligen Situationen - beispielsweise wenn die Patienten betrunken sind. Die Krankenhäuser setzen auf Deeskalation. Das Personal wird regemäßig geschult.
Krankenkassen fordern Zulassungen von Arztpraxen auf Zeit
Überversorgung
Geht es nach den gesetzlichen Krankenkassen, sollen die Zulassungen für Arztpraxen nur noch für eine gewisse Zeit vergeben werden. Damit soll das Problem der Überversorgung in attraktiveren Regionen wie auch die Unterversorgung gelöst werden. Bei Einführung sollen Ärzte dann entschädigt werden.
Natürliches Stillen ist der beste Allergieschutz für Babys
Neugeborene
Neugeborene mit einem erhöhten Allergierisiko sollten mindestens bis zum fünften Monat gestillt werden. Das rät Maria Flothkötter, Leiterin des Netzwerks "Gesund ins Leben". Muttermilch ist für Säuglinge die beste Nahrung und stärkt das Immunsystem.
Ebola-Patient aus Westafrika wird nicht nach Hamburg kommen
Epidemie
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erwartet keine Ebola-Patienten aus Westafrika mehr, die dort behandelt werden sollen. Dies gab ein Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde bekannt. Um welche Patienten es sich im Falle einer Behandlung gehandelt hätte, ist weiterhin unklar.
Eltern können Babybrei in bestimmten Fällen aufpeppen
Energie
Eltern können den Brei ihrer Kleinkinder in bestimmten Fällen aufpeppen. Sinnvoll ist es, wenn es sich dabei um reine Gemüsezubereitungen handelt. Öl, beispielweise, liefert mehr Energie. Bei selbstgekochtem Brei sollten Eltern darauf achten, dass eine kleine Portion Fett hinzugefügt wird.
Umfrage
Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

Die Bundesregierung erwägt, Arzttermine zentral zu vergeben , um lange Wartezeiten zu verhindern. Eine gute Idee?

 
Fotos und Videos