Das aktuelle Wetter NRW 18°C
Gesundheitsrisiko

Zu wenig Bewegung tötet jährlich fünf Millionen Menschen

19.07.2012 | 08:45 Uhr
Körperlich inaktiv ist der Studie der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" zufolge, wer nicht mindestens fünf Mal die Woche einer gemäßigten oder drei Mal die Woche einer kräftigen körperlichen Tätigkeit nachgeht.Foto: Bernd Lauter

London.  Rund fünf Millionen Menschen sterben jährlich weltweit, weil sie sich zu wenig bewegen. Dies ist das Ergebnis einer Studie britischer Forscher. Der Studie zufolge sind etwa zehn Prozent der Todesfälle auf mangelnde körperliche Betätigung zurückzuführen. Frauen sind dabei gefährdeter als Männer.

Ein Drittel der erwachsenen Weltbevölkerung ist körperlich inaktiv. Laut einer am Mittwoch von der britischen Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlichten Studie kostet dieser "Couch-Potato-Lebensstil" jährlich rund fünf Millionen Menschen das Leben. Demnach sind etwa zehn Prozent der Todesfälle weltweit auf mangelnde körperliche Betätigung zurückzuführen. Drei von zehn Menschen über 15 Jahren bewegten sich nicht ausreichend, bei den 13- bis 15-Jährigen seien es sogar vier von fünf.

Körperlich inaktiv ist der Studie zufolge, wer nicht mindestens fünf Mal die Woche einer gemäßigten oder drei Mal die Woche einer kräftigen körperlichen Tätigkeit nachgeht. Demnach ist Inaktivität bei Frauen häufiger als bei Männern und nimmt im Alter zu.

Geh- und Radwege ausbauen, Schulsport fördern

Eine zweite Studie verglich den Einfluss körperlicher Aktivitäten auf verschiedene Krankheiten . 2008 war demnach mangelnde Bewegung für mehr als 5,3 Millionen der weltweit insgesamt 57 Millionen Todesfälle verantwortlich. Inaktivität verursacht den Forscher zufolge sechs Prozent der Fälle von koronarer Herzkrankheit, sieben Prozent der Typ-2-Diabetes sowie zehn Prozent der Brust- und Dickdarmkrebsfälle.

Damit sich die Menschen ausreichend körperlich betätigen , statt ständig mit dem Auto zu fahren oder vor dem Computer zu sitzen, empfehlen die Wissenschaftler die Sicherheit für Fußgänger und Fahrradfahrer durch geeignete Maßnahmen zu erhöhen, den Schulsport stärker zu fördern und mehr Trainingsplätze kostenlos zur Verfügung zu stellen. (afp)

Die Dickmacher

Kommentare
19.07.2012
00:14
Zu wenig Bewegung tötet jährlich fünf Millionen Menschen
von Biker72 | #2

Der menschliche Körper ist aber auch nicht zum Stillstand geeignet. Altersschwäche ist biologisch normal. Nur was man hier ja meint, sind die Umstände der heutigen Zivilisation und deren Auswirkungen.

18.07.2012
23:45
Zu wenig Bewegung tötet jährlich fünf Millionen Menschen
von Unverkennbar | #1

Wie viele sterben bloß jedes Jahr an Alterschwäche? Wann unternimmt man endlich etwas dagegen?

Funktionen
Aus dem Ressort
Bloggen gegen Tumor "Henry": Im Netz ist Krebs kein Tabu
Gesundheit
Als Janine Schmidt ihr Profilbild bei Facebook änderte, wussten ihre Freunde mit einem Schlag, was los war: Die junge Frau, auf dem Foto von heute auf...
So viel Sport dürfen Schwangere treiben
Gesundheit
150 Minuten pro Woche schwitzen: An diesen Richtwert können sich Schwangere halten. Gut ist es, die Bewegung über mehrere Tage zu verteilen.
Legal Highs - Schüler in Lebensgefahr nach Drogenkonsum
Drogen
Drei Schüler hat der Konsum von "Legal Highs"-Drogen fast den Tod gebracht. Synthetische Drogen sind hoch riskant und verbreiten sich immer stärker.
Trockene Augen – eine ernst zu nehmende Erkrankung
Gesundheit
Die Ursachen sind vielfältig: Umwelteinflüsse, Hormone, Medikamente. Doch die Beschwerden können meist gut behandelt werden.
Das Geheimnis von Weihrauchharz, Manuka-Honig und Kava-Kava
Gesundheit
Im Oman soll Weihrauch bei Magenschmerzen helfen, in Neuseeland werden mit Honig Wunden desinfiziert. Was steckt wirklich hinter solchen Geheimwaffen?
article
6892649
Zu wenig Bewegung tötet jährlich fünf Millionen Menschen
Zu wenig Bewegung tötet jährlich fünf Millionen Menschen
$description$
http://www.derwesten.de/gesundheit/zu-wenig-bewegung-toetet-jaehrlich-fuenf-millionen-menschen-id6892649.html
2012-07-19 08:45
Großbritannien, Gesundheit, Wissenschaft, London, Couch-Potato, Studie, Herzkrankheit, körperliche Belastung,
Gesundheit