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Überhydrierung

Zu viel Trinken beim Sport kann tödlich sein

09.08.2012 | 05:45 Uhr
Zu viel Trinken beim Sport kann tödlich sein
Beides ist ungesund: Zu wenig, aber auch zu viel zu trinken. Foto: Tom Thöne

Bad Nauheim   Bekannt ist, dass man nicht zu wenig trinken soll. Dass zu viel Trinken auch gefährlich sein kann, fanden Forscher nun heraus. Sie diagnostizierten bei Marathonläufern als Todesursache eine Überhydrierung, ein Zuviel an Flüssigkeit.

Wer als Sportler zu wenig trinkt, kann weniger Leistung bringen und dehydriert, trocknet aus. Doch das Gegenteil ist offenbar weit gefährlicher. Wer erheblich mehr trinkt als sein Durstgefühl anzeigt, läuft Gefahr zu überhydrieren. Die schlimmste Folge ist - wie im Fall einer Marathonläuferin - ein tödliches Hirnödem. Das berichtet jetzt die Ärzte Zeitung in ihrer Online-Ausgabe.

'Wir konnten in der Literatur keinen einzigen Fall von Dehydrierung als Todesursache bei Marathonläufern feststellen, es gibt aber zahlreiche Berichte über Läufer, die an einer Überhydrierung starben', werden die Forscher um Dr. Carl Heneghan von der britischen Oxford University zitiert.

Apfelschorle ist nicht optimal

'Entscheidend ist das richtige Trinken . Weder ein Zuwenig noch ein Zuviel ist leistungsfördernd. So muss im Freizeitsport während der meisten Aktivitäten nicht getrunken werden, wenn die Aufnahme vorher ausreichend war', erklärt der Diplom-Ökotrophologe Uwe Schröder vom Institut für Sporternährung in Bad Nauheim.

Ein über den Tag verteilter Getränkekonsum von zwei Litern sei empfehlenswert zuzüglich des Ausgleichs durch den Schweißverlust. Die häufig empfohlene Apfelschorle im Verhältnis 1:1 sei aufgrund des hohen Fruchtzuckergehalts nicht das optimale Getränk für Sportler. Schröder empfiehlt die Mischung eines mineralstoffreichen Mineralwassers mit Apfelsaft und Traubensaft im Verhältnis 6:2:1.

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Kommentare
09.08.2012
09:41
Noch schlimmer ist...
von mspoetnik | #2

...zuviel Sport beim Trinken.

09.08.2012
07:35
Zu viel Trinken beim Sport kann tödlich sein
von mar.go | #1

Wie gut, daß die Forschung täglich auf jede Gebiet gegensätzliche Erkenntnisse gewinnt.
Womöglich könnte sich der Normalbürger sonst auf irgend etwas verlassen.

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