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Demenz

Zahl der Demenzkranken auf 1,4 Millionen angestiegen

05.09.2012 | 11:45 Uhr
Zahl der Demenzkranken auf 1,4 Millionen angestiegen
Demenz betrifft vor allem ältere Menschen.Foto: Detlev Kreimeier

Berlin.  Die Zahl der Demenzkranken in Deutschland nimmt zu. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelinge, werde sich die Zahl der Erkrankten weiter erhöhen, erklärte die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Jährlich treten demnach fast 300.000 Neuerkrankungen auf. Mit fast 70 Prozent sind vor allem Frauen betroffen.

In Deutschland leben einer neuen Erhebung zufolge mehr als 1,4 Millionen Demenzkranke . Falls kein Durchbruch bei der Prävention und Therapie gelinge, werde sich die Zahl der Erkrankten bis zum Jahr 2050 auf etwa drei Millionen erhöhen, teilte die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) am Dienstag mit.

Fast 70 Prozent der Erkrankten sind Frauen

Jährlich treten demnach fast 300.000 Neuerkrankungen auf. Zwei Drittel der Demenzkranken leiden an Alzheimer . Mit dem Alter steigt das Krankheitsrisiko an: Zwei Drittel aller Erkrankten haben bereits das 80. Lebensjahr vollendet, fast 70 Prozent der Erkrankten sind Frauen . "Dies sind erschreckende Zahlen, die für alle Beteiligten ein Ansporn sein sollten, mehr dafür zu tun, dass Menschen mit Demenz heute und in Zukunft ein menschenwürdiges Leben führen können und ihre Familien angemessene Unterstützung erhalten", sagte die DAlzG-Vorsitzende Heike von Lützau-Hohlbein. (dapd)


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