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Burnout

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen

05.08.2012 | 15:38 Uhr
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
Immer mehr Menschen fühlen sich gestresst.Foto: ThinkStock

Essen.   Immer mehr Menschen fühlen sich extrem belastet. Bei manchen führt Stress zum Burnout. Experten erklären, wie man ins Hamsterrad geraten kann, wie man diese Stress-Fallen erkennt und eine totale Erschöpfung verhindert.

Die Techniker Krankenkasse wollte es 2009 wissen: Sind die Deutschen im Stress und wenn ja, wie oft? Im Auftrag der Kasse befragte das Meinungsforschungs-Institut Forsa rund 1000 Bundesbürger im Alter zwischen 14 und 65 Jahren. Das Ergebnis: Jeder dritte Interviewte sagte, er fühle sich häufig, beziehungsweise ständig gestresst.

Entspannung
Was Krankenkassen zur Stressbewältigung anbieten

Sport, Musik, Yoga oder Qigong - Dem Stress kann man auf vielfältige Art die Stirn bieten. Viele Krankenkassen bieten ihren Kunden Programme und Produkte zum effektiven Stressabbau an. Diese Angebote reichen von einfachen CDs mit Anleitung zur Progressiven Muskelentspannung bis zu

Nur für 17 Prozent der Befragten war Stress ein Fremdwort. Eine Umfrage, die sich mit den Ergebnissen vieler anderer deckt und auch mit dem Umstand, dass psychische Erkrankungen seit Jahren auf dem Vormarsch sind. Was Stress auslöst und wie man Stress-Fallen erkennt, erklären der Düsseldorfer Vorsorgemediziner Professor Dietrich Baumgart und Kristina Soldo, Psychologin beim TÜV Rheinland.

„Problematisch wird es, wenn Stress zum Dauerzustand wird“

Ärzte unterscheiden zwischen positivem (Eustress) und negativem Stress (Dysstress). Positiver Stress kann anregend wirken, uns schwierige Aufgaben meistern lassen, negativer belasten und krank machen . Mediziner Baumgart: „Problematisch wird es, wenn Stress zum Dauerzustand wird.“ Fühlt sich der Gestresste ständig erschöpft und wie ausgelaugt, kann es zu einem Burnout-Syndrom, einem chronischen Erschöpfungszustand, kommen.



Kommentare
07.08.2012
22:16
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Catman55 | #10

Wir sollten uns alle im klaren halten, dass Stress und Burnout individuell verschieden stark "wahrgenommen" werden kann. Sowie der Genuss des kanzerogenen Tabakrauches bei dem Einen mit 39 eine große Lebensgefahr eingeht - bei dem Anderen mit 93 eine neue Lebensgefährtin einhergeht. Jeder Mensch ist anders gebaut!

06.08.2012
22:41
3 Fragen reichen nicht!
von leistungsklima | #9

Wieder ein Bericht der zu kurz greift! Burnout entwickelt sich nicht individuell. Die Organisation, die Arbeit, die (Ent-)Löhnung und die Beziehungen sind ebenfalls zu betrachten. Prüfen Sie Ihr individuelles Gefährdungspotential unter www. Gesundes-Leistungsklima.com. Lesen Sie, dass Betriebs- und Arbeitsklima in dem treffender Begriff des Leistungsklimas aufgehen.

06.08.2012
17:00
Stress und Burnout sind keine Diagnosen....,
von fatih | #8

deshalb lässt sich die Vermutung, "Burnout-Fälle von 2004 bis 2009 (hätten sich) verzehnfacht", nicht bestätigen. Burn.out ist eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose. Burn out ist immer eine Erschöpfungs-Depression und sollte auch wie eine Depression behandelt werden. Alle Sympote, die bei burn out vorkommen, findet man auch bei der Depression: Verluste, Kränkungen, Misserfolge oder Konflikte in der Partnerschaft.

"burn out" ist auch kein originärer psychologischer Fachbegriff. Er ist schlichtweg aus der Literatur geklaut: Bei Shakespeare, da findet sich zum erst mal "to burn out" im Hamlet und irgendein Psychologe muss das gelsen haben.

"burn out" gab es schon immer, solange es Menschen gibt: 2. Buch Moses 18,18: „Es ist nicht gut, was du tust. Du machst dich zu müde. Das Geschäft ist zu schwer.“

Im Westen nichts Neues!

1 Antwort
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Catman55 | #8-1

Warum überlassen sie die Diagnose nicht den Psychologen die darin ausgebildet sind als ihrem vermeintlichen Wikipedia-Halbwissen? Ich kenne einige Experten, die sich entsprechend besser mit der Materie auskennen als sie.

06.08.2012
15:01
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Fornax_Bo | #7

Mich würde ja mal die "Berufung" ...oder wenigstens der Beruf von Nr.1 interessieren...ich kenne einige Leute die von beruflichem Stress und privaten Sorgen "zerfressen" werden ... und dann kommen solche Neunmalklugen Forentrollen wie Nr.1 dazu die von allem ein bißchen wissen ...

06.08.2012
14:02
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Biker72 | #6

Druck und Stress kennen nicht wenige. Im Berufsleben, so kann er auch im privaten Alltag sein. Manchmal sind es aus Verkettungen oder Kombinationen von negativen Erlebnissen. Einen Fall kenn ich persönlich, hat sich zu sehr verausgabt, und nachher war selbst das aufstehen vom Sofa schon zuviel. Vielleicht sollte man dahingehend den Menschen mal aufzeigen, wie man genau damit umgeht, also Minimierung von innerlichen Stresssymptomen. Ah ja und die ständig hochgehandelten negativen Berichterstattungen über die man sich aufregen muss, tragen auch nicht wirklich zu einem entspannten Inneren bei ;-)

06.08.2012
12:57
Lassen Sie sich helfen !
von Peterwe | #5

Wieviel Streß jemand hat, weiß sie/er selbst am besten.

Ob sie/er aber auf einen Burnout zusteuert, ist nicht immer einfach zu merken. Deshalb im Zweifelsfall einen Arzt oder Psychotherapeuten aufsuchen. Besser zu früh, als zu spät.

Und unbedingt Drogen vermeiden. Ob legale oder illegale. Also bitte nicht morgens "Etwas" zum Aufputschen, und abends "Etwas" um schlafen zu können. Damit werden nur die Symptome behandelt, nicht die Ursachen.

06.08.2012
11:11
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Eduard79 | #4

Ich habe es bereits früher zum Thema Burnout geschrieben:

Genau solche Menschen wie die Kommentatoren 1 und 2 tragen wahrscheinlich in ihrem Umfeld indirekt zum Burnout bei, indem sie Betroffenen auch noch gemeine Unterstellungen machen.

Es ist doch absolut lächerlich und unsachlich, Menschen mit Problemen ständig "Hömma, früher mussten wir mit Weltkriegen fertich werden, also stell Dich ma nich so an!" vor die Füße zu werfen.

Es gibt auch Probleme abseits vom zweiten Weltkrieg.

4 Antworten
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Name von Moderation entfernt | #4-1

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Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Eduard79 | #4-2

Ich weiß zwar nicht, was ein "Hutschikutschi-Syndrom" ist, bin nicht berufsbetroffen und kein Allesversteher - aber wenn Sie Spaß daran haben, mit solchen Fantasie-Wortketten um sich zu werfen, sei es Ihnen gegönnt. Nur hoffentlich glauben Sie nicht, dass seien Argumente.

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Peterwe | #4-3

Sorry, sollte nicht hierhin.
Sondern unter #3.
Habe mich verklickt.

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Unverkennbar | #4-4

Eduard79 ist einer der rationalsten Kommentatoren hier.

06.08.2012
11:11
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von joergel | #3

Es ist schon komisch. Im gleichen Maße wie die Arbeitslosen-Statistik gesunken ist, ist die Statistik der Burnout-Erkrankungen gestiegen. Na so ein Zufall...

8 Antworten
Genau so ein Zufall ist es,...
von Cebulon | #3-1

...dass seit anbeginn der Motorisierung Verkehrsunfälle zunahmen.

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Peterwe | #3-2

Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen:
Arbeitslosigkeit ist ein volkswirtschaftliches Problem.
Burnout ist eine psychische Erkrankung.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von joergel | #3-3

Bitte richtig lesen. Hier wurde nicht Arbeitlosigkeit und Burnout verglichen, sondern zwei im gleichen Zeitraum abgelaufene statistische Erfassungen.

Statistiken sind immer vergleichbar, auch wenn es manchen nicht gefällt...

@joergel | #3-3
von Catman55 | #3-4

Ändert man eine Bedingung, kann sich das gesamte Ergebnis negieren. Sie vergleichen Apfel im Schlafrock mit Birne Helene.

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von joergel | #3-5

Da sie angeblich veränderte Bedingungen sehen, wäre es interessant die auch zu benennen. Ansonsten können sie sich noch so winden, die Zahlen lügen nicht. Wer dies anzweifelt muß schon das Gegenteil belegen.

Denn die Statistik sinkender Arbeitslosigkeit bzw. steigende Zahl der Erwerbstätigen und die Statistik des gleichzeitig ansteigendem Burnout seit dem Jahre 2004 sind ganz offizielle Statistiken.

Im Gegenteil stiegen die Burnout-Erkrankungen mit sinkender Arbeitslosigkeit sogar eklatant übermäßig an:
http://www.derwesten.de/wp/gesundheit/diagnose-burnout-fehltage-nehmen-rasant-zu-id6741239.html
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/erwerbstaetigenzahl100.html

Ich habe dabei lediglich von einem komischen Zufall gesprochen. Sie sehen da offenbar ganz andere Zusammenhänge, die ihnen gar nicht gefallen. Aber das ist ihr Problem...

Catman55 | #3-4
von Vatrox | #3-6

Hmmm, Apfel im Schlafrock und Birne Helene, beides klassische Desserts. Warum sollte man die nicht vergleichen können? In jeder Kochshow werden doch auch Gerichte verglichen!

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Catman55 | #3-7

"Es ist schon komisch. Im gleichen Maße wie die Arbeitslosen-Statistik gesunken ist, ist die Statistik der Burnout-Erkrankungen gestiegen. Na so ein Zufall..."

Sie vergleichen die beiden "Desserts?" und schreiben später "...Hier wurde nicht Arbeitlosigkeit und Burnout verglichen..."

Watt denn nu?

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Catman55 | #3-8

Ich bin mir sicher, ich habe gelesen:

"Es ist schon komisch. Im gleichen Maße wie die Arbeitslosen-Statistik gestiegen ist, ist die Statistik der Burnout-Erkrankungen gestiegen."

Mist!

06.08.2012
09:47
@#1
von FreieMeinung79 | #2

Sehe ich genauso. Burnout wird dermaßen inflationär genutzt, dass man denken könnte, dass die Menschen früher keinen Stress hatten. 1945 und die Jahre danach hätte es reihenweise Burnout-Fälle geben müssen, dieser Druck! Nichts zu Beißen, alles in Schutt und Asche..

1 Antwort
Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Yogi04 | #2-1

Ja, ohne Zweifel, Burnout ist zu einem inflationär genutzten Modebegriff geworden und die ohnehin schwammige Begrifflichkeit wird sicher nicht immer zurecht und an der passenden Stelle genutzt. Allerdings ist das Leben hektischer, der Umgang miteinander nicht gerade schonender geworden, was nicht ohne Spuren bleibt (der Vergleich mit anderen Zeiten ist meiner Meinung noch schwammiger als der Begriff Burnout). Was noch hinzukommt: die Einstellung zu psychischen Erkrankungen ist offener geworden, weshalb sich mehr Menschen als früher überhaupt erst trauen, sich Hilfe zu holen. Dies sehe ich bei aller gebotenen Skepsis durchaus als Fortschritt an.

06.08.2012
09:36
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Name von Moderation entfernt | #1

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2 Antworten
Die gibt es
von Stefan2 | #1-1

Die Kausalität gibt es. Burnout ist allerdings keine anerkannte medizinische Diagnose. Die Diagnose lautet in der Regel "Erschöpfung" oder - wenn man es so weit kommen lässt - "Depression". Erschöpfung und Depression haben, genau wie viele Rückenleiden, oft psychosoziale Ursachen, sie gehen zurück auf Arbeitsverdichtung durch Personalabbau und Unsicherheit der Arbeitsstelle.

Wie Sie Stress und Burnout rechtzeitig erkennen
von Yogi04 | #1-2

Sorry, das ist meiner Meinung nach ein viel zu pauschaler Kommentar. Sicher, der ein oder andere Mitbürger darf sich ohne Zweifel angesprochen fühlen, dies rechtfertigt allerdings noch keine "Sippenhaft". Ein spezielles Thema des öffentlichen Dienstes ist es ebensowenig, hängen sich doch auch andere Zeitgenossen - mitunter sogar nicht ohne einen gewissen Stolz - neuerdings gerne das "Burnout-Schild" um. Ein aus der Luft gegriffenes Thema ist es dennoch nicht, auch wenn es auf Industrie-, Psychologen- sowie Arbeitnehmer-Seite mitunter auch zweifelhafte Profiteure gibt.

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