Wie Sie Stolperfallen und Stürze im Alltag vermeiden
05.03.2013 | 14:45 Uhr 2013-03-05T14:45:00+0100
Herne. Jeder dritte Mensch über 65 stürzt einmal im Jahr. Die gesundheitlichen Folgen sind oft gravierend. Die Einnahme von Medikamenten oder das Tragen von Gleitsichtbrillen können das Risiko vergrößern. Hier ein Überblick, wie sie sicherer durchs Leben kommen.
Stolperfallen lauern überall . Vor allem, wenn man nicht mehr so sicher auf den Beinen ist. Jeder dritte Mensch über 65 stürzt einmal im Jahr. Die Folgen können schwerwiegend sein. Sie reichen von Prellungen bis zum Oberschenkelhalsbruch. Als Leiter der Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation am Universitätsklinikum Marienhospital in Herne wird Professor Ludger Pientka ständig mit solchen Fällen konfrontiert. Wie lassen sich Stürze vermeiden? Hier die Tipps des Geriaters und Internisten.
Ursachen für Stürze
Die häufigsten Ursachen für Stürze bei Menschen über 70 sind, dass die Patienten Koordinationsprobleme beim Laufen und eine Muskelschwäche der Beine haben. Beispiel: Die Senioren müssen ihre volle Konzentration auf das Gehen richten. Das Loch in der Straße wird dabei nicht wahrgenommen.
Ludger Pientka: „Ein Problem ist, dass ältere Patienten dem Hausarzt oft gar nicht sagen, dass sie gestürzt sind. Zu fallen, ist ein Zeichen für Gebrechlichkeit. Gebrechlich und alt möchte aber niemand sein.“ Der Experte rät: „Wenn man häufig stürzt, sollte man unbedingt mit dem Hausarzt sprechen, um die Gründe hierfür herauszufinden.“
Die Pflege ist in der Politik ein Dauerthema. Ab Januar 2013 wird einiges anders: Unter anderem gibt es mehr Geld für Demenzkranke. Der Beitragssatz für gesetzlich Versicherte steigt von 1,95 auf 2,05 Prozent.
Stolperfallen
Bettvorleger, Türschwellen, Teppiche, lange Kabel oder Badematten: In der Wohnung und vor allem im Badezimmer lauern viele Gefahren. Im Bad ist es oft feucht, auch der Boden. „Aber es gibt Hilfsmittel, um ein Bad sicherer zu machen. Man sollte sich im Sanitätshaus beraten lassen“, empfiehlt Pientka. Auch lohne es sich, bei der Stadt nachzufragen, ob es Wohnberatungen gibt, bei denen ein Fachmann die Wohnung auf Stolperfallen hin anschaut.
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